GFuP KW 11

Ungleichheit und Gesundheitskompetenz

Ungleichheit und Gesundheitskompetenz


M. K.
Diese Lernkarten behandeln das Thema Gesundheitskompetenz auf universitärem Niveau. Sie beleuchten verschiedene Ansätze zur Förderung von Health Literacy in der Bevölkerung, wie die Nutzung von Medien, die Einbindung von Peers und die Anpassung an Zielgruppen. Die Karteikarten erläutern auch die Relevanz von Health Literacy für Einzelpersonen und Gruppen, sowie die negativen Auswirkungen von begrenzter Gesundheitskompetenz. Zudem werden die Dimensionen und Ebenen der Health Literacy sowie Handlungsbereiche wie persönliche Gesundheit und Arbeitswelt behandelt. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachkräfte im Gesundheitswesen, die ihr Verständnis für Gesundheitskompetenz vertiefen möchten.
Cartes-fiches
16
Utilisateurs
8
Langue
Allemand
Catégorie
Alimentation
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
22.05.2016 / 02.04.2018

Cartes-fiches

Erkläre Health Literacy/ Gesundheitskompetenz

  • Gesundheitskompetenz umfasst die Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken
  • Nicht nur Wissen, sondern auch Motivation und Fähigkeiten von Personen/ ganzen Gruppen, sich gesund zu verhalten gehören dazu
  • Steht im Bildungsbereich für Lese- und Schreibkompetenz

Nenne Handlungsbereiche der Health Literacy

  • Persönliche Gesundheit
  • Arbeitswelt
  • Gesundheitspolitik
  • Konsumverhalten
  • Systemorientierung

Nenne die drei Ebenen der Health Literacy

  • Funktionale Gesundheitskompetenz: Lesen, Schreiben und Verstehen
  • Interaktive Gesundheitskompetenz: Informationen sammeln, interpretieren und anwenden
  • Kritische Gesundheitskompetenz: Kritische Auseinandersetzungen mit gesundheitsrelevante Informationen/ Fragestellungen

Nenne die Dimensionen der Health Literacy

  • Gesundheitsversorgung
  • Krankheitsprävention
  • Gesundheitsförderung
  • Betrifft auch die Arbeits- und Bildungswelt
  • Querschnittsthemen: Gesundheitskompetenz für Krankenversicherungen, Fachpersonen im Gesundheits- und Sozialwesen, Gesundheits- oder Patientenorganisationen, ...

Nenne die Relevanz der Health Literacy

  • Wichtig für Personen, um
    • gesundheitsbezogene Informationen besser zu verstehen
    • selbstbestimmt handeln zu können
    • autonom und eigenverantwortlich in Gesundheitsfragen zu entscheiden
    • Gesundheitsleistungen effzient und effektiv in Anspruch zu nehmen
    • sich gesundheitsförderlich zu verhalten, auch bei chronischer Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit
    • sozial integriert zu sein und am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen
  • Gruppen und die Bevölkerung, weil
    • Gesundheitsergebnisse verbessert und Lebensqualität sowie Wohlbefinden gefördert werden
    • sie zur Chancengerechtigkeit beiträgt
    • die Gesundheit nachhaltig gefördert und bewahrt wird
    • Einfluss auf die Gesundheitskosten genommen wird.

Erkläre Food Literacy/ Ernährungskompetenz

Die Fähigkeit, den Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvoll zu gestalten

Welche Kenntnisse beinhaltet die Food Literacy?

Kenntnisse über

  • Zusammensetzung, Aufbewahrung der LM
  • Zubereitung von Mahlzeiten
  • Fähigkeiten zum genussvollem Essen
  • Umgang mit Fertigprodukten
  • Beurteilung von Ausser-haus-Angeboten

Welches Ziel hat die Food Literacy?

  • Essen als Querschnittsthema in der Erwachsenenbildung integrieren à Ernährungskompetenz fördern
  • Ernährungsalltag selbstbestimmt gestalten
  • Ernährungsalltag verantwortungsbewusst gestalten
  • Ernährungsalltag genussvoll gestalten

Welche Faktoren beeinflussen die Health Literacy?

  • Bildung
  • Alter
  • Geschlecht
  • Herkunftsland

Nenne die negativen Auswirkung begrenzter/ eingeschränkter Health Literacy

Begrenzte Gesundheitskompetenz betrifft vor allem mehrfach chronisch erkrankte Personen und sozial benachteiligte Gruppen --> fast jede zweite Person ist betroffen

Nenne Ansätze, wie Health Literacy in der Bevölkerung verbesert werden kann

Im Gesundheitswesen

  • verständliche und vertrauenswürdige Informationen
  • audiovisuelle Hilfsmittel
  • zielgruppenspezifische Ansätze
  • Wissensvermittlung und Kompetenzförderung
  • Einsatz von Entscheidungshilfen
  • Koordination von Unterstützungs und Beratungsangeboten
  • Bsp.: Mamamundo, Gesundheitscoaching KHM

Nenne Ansätze, wie Health Literacy in der Bevölkerung verbesert werden kann

Im Bildungsbereich

  • Informationen und Kommunikation in leicht verständlicher Sprache
  • Sensibilisierung und Weiterbildung von Fachpersonen
  • zielgruppenspezifische multimodale Angebote
  • partizipative Ansätze
  • Bsp.: Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben, GORILLA

Nenne Ansätze, wie Health Literacy in der Bevölkerung verbesert werden kann

In der Arbeitswelt

  • Einsatz von Informations und Kommunikationstechnologien
  • Aufnahme in Organisationsstrategien und strukturen
  • Weiterbildung und Kompetenztraining von Führungskräften und Mitarbeitenden
  • gesundheitsförderliche Umfeldgestaltung
  • Bsp.: EKAS-Box und EKAS-Checkbox

Nenne Ansätze, wie Health Literacy in der Bevölkerung verbesert werden kann

zu Familie und Freizeit

  • Lebenswelt und Alltagsbezug
  • Förderung der Gemeinschaft
  • Kombination unterschiedlicher Ansätze
  • Partizipation und Einbezug der Zielgruppe bei Entwicklung und Umsetzung
  • VorbildAnsatz
  • Bsp.: HEKS – Familiengärten für Flüchtlinge und ihre Familien, Evivo – Gesund und aktiv leben, roundabaout – nationales Streetdance-Netzwerk für Mädchen und junge Frauen

Nenne Ansätze, wie Health Literacy in der Bevölkerung verbesert werden kann

In den Medien und durch Kommunikation

  • verlässliche Informationen von möglichst unabhängiger Seite
  • Einsatz sozialer Medien und mobiler SoftwareAnwendungen
  • Zuschnitt auf Zielgruppen
  • Einsatz moderierter und kontrollierter Kanäle
  • Rollen und Vorbildmodelle (Peers)
  • Bsp.: Prämienrechner Priminfo des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI), Sucht Schweiz: mamatrinkt.ch/ papatrinkt.ch

Nenne Massnahmen und Handlungsfelder, um erfolgreich die Health Literacy zu fördern

  • Ziele und Zielgruppen festlegen
  • Mit bestehenden Strukturen verknüpfen
  • Betroffene (Peers) aktiv miteinbeziehen
  • Bestehende Kompetenzen und Ressourcen berücksichtigen
  • Bedürfnisse der Zielgruppe beachten
  • Auf individueller und Systemebene ansetzen

Étudier