Gesundheit + Prävention 9-11
Skript 9-11
Skript 9-11
Kartei Details
| Zusammenfassung | Diese Lernkarten behandeln Gesundheits- und Präventionsstrategien im universitären Kontext, mit Fokus auf Adipositas, metabolisches Syndrom und körperliche Aktivität. Sie beleuchten die Auswirkungen von Kraft- und Ausdauertraining, optimale Belastungsnormative, sowie psychosoziale und biologische Faktoren. Therapeutische Ansätze und Verarbeitungsmuster bei Schmerzen werden ebenfalls thematisiert. Die Karteikarten richten sich an Studierende und Fachleute im Gesundheitswesen, die sich mit Prävention und Behandlung von Adipositas sowie deren Folgen auseinandersetzen. |
|---|---|
| Karten | 66 |
| Lernende | 5 |
| Sprache | Deutsch |
| Kategorie | Sport |
| Stufe | Universität |
| Erstellt / Aktualisiert | 18.12.2011 / 08.05.2019 |
| Weblink |
https://card2brain.ch/box/gesundheit_praevention_911
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Welche Komponente tragen zu welchem Anteil zum Energieverbrauch bei? (Energiebilanz)
1. Körperliche Aktivität 15-30%
2. Thermogenese der Verdauung 10%
3. Ruheumsatz, minimaler Ernergiebedarf zur Erhaltung lebenswichtiger Funktionen 60-75%
Welche Komponente tragen zur Energieaufnahme bei? (Energiebilanz)
1. Fett (Problem der Speicherung, wenn, dann als Fett)
2. Kohlenhydrate
3. Proteine
Multifaktorielles Risikofaktorenmodell der Adipositas
Gesundheitliche Prädisposition > Energieaufnahme grösser als Verbrauch = Übergewicht/Adipositas > Chronifizierung der Adipositas
Gesundheitliche Prädisposition bzgl Adipositas
Appetitregulation, Insulinsensivität, Grundumsatz etc.
Aspekte, die zum Chronifizierungsprozess der Adipositas beitragen
1. Psychologische Regulationsprozesse
2. Energiedichte, fettreiche Nahrung
3. Ungünstige Essverhaltensmuster
4. TV-Konsum
5. Essen zur Emotionsregelung
6. Mangelnde körperliche Aktivität
7. Modellverhalten der Eltern/Gleichaltrigen
Prädispositionale Faktoren Zusammenhang biologische Eltern vs. Adoptiveltern
Adipöse biolog. Eltern = adipöse Kinder > Zusammenhang
Problem: Genetik als Ausrede für Selbstverantwortung
Zeitliche Trends Ernährung + (In-)Aktivität in Beziehung zu Adipositas
1. Energieaufnahme hat sich nicht gross verändert
2. Körperliche Inaktivität hat sich verändert
> Umweltfaktoren spielen eine Rolle! "adipogene Umwelt"
Gesundheitsrisiken + Folgeschäden wegen Adipositas
1. Kardiovaskuläres System (Hypertonie, koronare Herzkrankheit)
2. Metabolische und hormonelle Funktion (Diabetes Typ 2)
3. Gastrointestinales System (Fettleber)
4. Respiratorisches System (Schlafapnoe)
5. Bewegungsapparat (Wirbelsäulensyndrome, Sprunggelenksathrose)
6. Neoplasien
Psychosoziale Begleiterscheinungen
1. verminderter Selbstwert
2. vermindertes Selbstkonzept
3. eingeschränkte gesundheitliche Lebensqualität
Therapeutische Ansätze Adipositas
Zentrale Zielsetzungen:
1. Körperfunktionen verbessern > physische + psychische Merkmale
2. Aktivität / Partizipation fördern (Mobilität, Lebensstil)
3. Multimodale Interventionsprogramme (Diät, Verhaltenstraining)
Optimale Belastungskomponenten für Sport- und Bewegungstherapie
Ausdauertraining + Krafttraining.
Fokus Ausdauertraining auf:
1. Aktivitätsformen
2. Intensität
3. Häufigkeit
4. Dauer
Ausdauertraining - Aktivitätsformen (Optimale Belastungsnormative)
Optimale Trainingsform beinhaltet zyklische, dynamische Bewegungen unter Einsatz grosser Muskelgruppen wie Gehen, Laufen, Rudern etc.
Ausdauertraining - Intensität (Optimale Belastungsnormative)
Niedrig-moderate Belastungsintensitäten von 40-65% VO2max.
Evidenzgrad bei Intensität recht hoch weil einfach zu untersuchen.
Ausdauertraining - Dauer (Optimale Belastungsnormative)
In Eigenverantwortungsbereich können hohe Trainingsumfänge nicht aufrecht erhalten werden. Fokus: fitter werden vs Gewicht reduzieren > motivationale Betrachtung
Ausdauertraining - Häufigkeit (Optimale Belastungsnormative)
Aufteilung Gesamttrainingsdauer in mehrere Intervalle möglich, an möglichst vielen Tagen der Woche.
Sinn + Zweck Krafttraining für Sport- und Bewegungstherapie (Optimale Belastungsnormative)
Sichere und effektive Bewegungsintervention:
1. Steigerung Ruhestoffwechsels (Körperzusammensetzung)
2. Verbesserung Insulinsensitivität
3. Steigerung Kraftfähigkeit mit Relevanz für Funktionsfähigkeit im Alltag
Auswirkungen von Krafttraining auf Körpergewicht (bzgl. Adipositas)
Kann Ausdauertraining nicht ersetzen! Alleine i.d.R. keine Reduktion des Körpergewichts > geringere Auswirkung auf kardiovaskuläres Risikoprofil
Sekundäre Interventionsschritte nach Laaser & Hurrelmann 1998
1. Interventionszeitpunkt: im Krankheitsfrühstadium
2. Zielgruppe: Patienten
3. Zielsetzung: Beeinflussung der Krankheitsauslöser
4. Interventionsorientierung: korrektiver Ansatz
5. Bezeichnung: Sekundärprävention, Frühbehandlung
Tertiäre Interventionsschritte nach Laaser & Hurrelmann 1998
1. Interventionszeitpunkt: nach akuter Krankheitsbehandlung
2. Zielgruppe: Rehabilitation
3. Zielsetzung: Vermeidung von Folgeerkrankungen
4. Interventionsorientierung: kompensatorischer Ansatz
5. Bezeichnung: Tertiärprävention, Rehabilitation
Welches sind die 4 Interventionsschritte + nach welchen Punkten werden sie beschrieben (Hurrelmann & Laaser 1998)
Interventionsschritte:
1. primordial
2. primär
3. sekundär
4. tertiär
Beschreibungspunkte:
1. Interventionszeitpunkt
2. Zielgruppe
3. Zielsetzung
4. Interventionsorientierung
5. Bezeichnung
Begriffsbestimmung Rehabilitation
Rehabilitation fokussiert auf Auswirkungen. Bemühungen Auswirkungen von Störungen auf Minimum zu reduzieren.
ICIDH - Stufe "Disease"
Krankheit > Medizin, klassifiziert nach ICD-Katalog, International Classification of Diseases.
ICIDH - Stufe "Impairment"
Schädigung biologischer/psychischer Struktur und Funktionen.
Bsp: Herzinfarkt > kornoale Schäden > reduzierte kardiale Belastung möglich
ICIDH - Stufe "Disability"
Fähigkeitsstörung für Ausführung zielgerichteter Handlungen. Bsp: Person kann Altersturnen nicht mehr mitmachen aufgrund von Krankheit zB Herzinfarkt
ICIDH - Stufe "Handicap"
Soziale Beeinträchtigung. Bsp: die Person nach Herzinfarkt kann Altersturnen nicht mehr mitmachen, trifft sich somit auch nicht mehr mit der Turngruppe.
Kritik an ICIDH
1. Linear-kausales Verständnis >Jeder geht mit Erkrankung anders um > Individualität ist nicht berücksichtigt
2. ressourcenorientiertes Denken + negative Begriffswahl
2 Positive Punkte Schema International Classification of Functioning
1. Positive Ausrichtung der Begriffe
2. Kontext wird miteinbezogen, ganzheitliche Betrachtung > Umweltfaktoren zB Arbeitsanforderungen, personenbezogene Faktoren zB Alter, Voraussetzungen
Wie wird Gesundheit verstanden? "Funktionelle Gesundheit" - Gesundheitsverständnis in der Rehabilitation
1. [Körperfunktionen + -strukturen] entsprechen denen eines gesunden Menschen
2. [Aktivität], Durchführung aller Aufgaben/Handlungen, die auch Menschen ohne Gesundheitsproblem durchführen können
3. [Partizipation/Teilhabe]: Dasein kann so entfaltet werden wie Menschen ohne Beeinträchtigung
2 Kritiken an "Funktionale Gesundheit" in Rehabilitation
1. Normative Formulierung, wer definiert "gesund"? Gelähmte könnten nie "gesund" sein.
2. Vergleichsgrösse schwammig
Was versteht man unter ADL-Beeinträchtigung?
Activities of Daily Living: selbständig essen, Toilette gehen etc.
Was versteht man unter IADL-Beeinträchtigung?
Instrumental Activities of Daily Living: selbständig Essen zubereiten, einkaufen, um Finanzen kümmern, ÖV benutzen etc.
Welche Beeinträchtigungen beschreibt man im sozialen Modell?
Beeinträchtigungen im normalen Alltagsleben und/oder im Erwerbsleben
Welche Beeinträchtigungen beschreibt man im medizinischen Modell?
Körper- und Sinnesbehinderungen, dauerhafte gesundheitliche Probleme, psychische Probleme.
Beispiele für Rehabilitationsleistungen
- Sprachtherapie
- Sozialberatung
- Physiotherapie
!- Sport- und Bewegungstherapie!
> gibt multidisziplinäre, umfassende Rehabilitationsprogramme
Was wird unter Bewältigungskompetenz in der Sport- und Bewegungstherapie verstanden?
Wie mit Behinderung/Verletzung umgegangen wird. Jeder Mensch geht unterschiedlich damit um. Je stärker die Beeinträchtigung, desto mehr Bewältigungskompetenz ist gefordert.
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