Gestörter Beziehungsprozess PBL

02 PM 06 Soziale Interaktion

02 PM 06 Soziale Interaktion


D. S.
Diese Lernkarten behandeln das Thema des gestörten Beziehungsprozesses im Bereich der Pflege und Medizin auf Universitätsniveau. Sie vertiefen sich in die Ursachen, Merkmale und Folgen von sozialer Isolation und Einsamkeit, wobei Faktoren wie Gesundheit, Pflege und psychische Zustände eine zentrale Rolle spielen. Besonders nützlich sind sie für Pflegekräfte und Medizinstudenten, die ein tieferes Verständnis für die Auswirkungen von Isolation auf Patienten und deren Pflege benötigen.
Flashcards
15
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
07.10.2016 / 19.11.2019

Flashcards

Definition PB Soziale Isolation: 

Von einem Individuum erlebtes Gefühl des Alleinseins, das anderen auferlegt und als negativer oder bedrohlicher Zustand empfunden wird. 

Soziale Isolation als Risikofaktoren für Einsamkeit: 

- Geringe Zahl von Kontakten
- Einsamkeit trotz zahlreicher Sozialkontakte ( die Bedeutung der Kontaktqualität)

Allein sein: 

- Äussere Situation 
- Objektive feststellbare, physische Tatsache
- Für sich sein, kann sehr positiv empfunden werden
- Allein sein Wollen
- Kontakte zu anderen Menschen aufnehmen. 

Einsamkeit: 

- Inneres Befinden
- Einsam sein, als negatives Empfinden
- Einsamkeit als schöpferische Auseinandersetzung mit sich selbst
- Einsam bleiben
- Überwinden durch das befassen mit sich selbst. 

Konsequenzen für die Pflege: 

- Mit der Einsamkeit anderer konfrontiert zu werden ist nicht einfach. Pflegende können dabei den Drang versprüren, möglichst schnell das Thema zu wechseln, um nicht genau hinschauen zu müssen.
- Oder sie sind versucht, zu verharmlosen, sagen, dass schon alles wieder gut wird und dass es keinen Grund gibt sich einsam zu fühlen. 
- In dem wir dieser Einsamkeit begegenen, begegnen wir unser Eigenen. 

Besonders gefährderte Zielgruppen für eine Soziale Isolation: 

- Betagte Menschen, insbesondere allein lebende Frauen
- Personen mit tiefen sozio-ökonomischen Status - Migrationshintergrund verstärkt den Faktor
- Alleinerziehende
- Personen nach einer psychischen Erkrankung
- Chronisch Kranke und Behinderte 

Ursachen / Einflussfaktoren: Soziale Isolation: 

- Veränderungen des psychischen und physischen Zustandes
- Veränderter Zustand des Wohlbefindens
- Nicht akzeptierte soziale Werte
- Unangemessene persönliche Ressourcen
- Unfähigkeit, sich auf zufriedenstellende persönliche Beziehungen einzulassen ( z.B. traumatische Ereignisse) 

Risikofaktor: für psychische Gesundheit: 

- Depression
- Demenz
- Suizidalität
- Erhöhtes Risiko vorzeitiger Mortalität
- Gesundheit als bio-psycho-soziales Phänomen 

Subjektive Merkmale: 

- Der Patient drückt:
- Gefühle des Alleinseins aus
- Gefühle des Zurückgewiesen werden aus

- Der Patient fühlt sich unsicher in der Öffentlichkeit 

Objektive Merkmale: 

- Fehlen von Bezugspersonen (Familie, Freunde, Gruppe)
- Zurückgezogen
- Fehlender Blickkontakt
- Beschäftigung mit eigenen Gedanken
- Aufzeigen von Verhalten, welches in der dominanten kulturellen Gruppe nicht akzeptiert wird
- Krankheitssymptome
- Bedürfnis, alleine zu sein
- Hinweis auf Behinderung ( z.B. physisch, psychisch)
- Unkommunikativ
- Trauriger Affekt
- Abgestumpfter Affekt 

Folgen von sozialer Isolation: 

- Depression
- Burn out Syndrom
- Schwere psychische Störungen und Erkrankungen Verlust des Selbstbildes
- Ermüdung und Kraftlosigkeit
- Obdachlosigkeit
- Angst vor Versagen 
- Flucht in die Sucht
- Mangelhafte Gesundheit
- Verwahrlosung
- Messisymptom
- Prostitution, um Geld für das eigene Überleben zu sichern (meist bei Frauen) 

Erklärungen sozialer Isolation: 

- Die ökonomische Erklärung
- Neuausrichtung der Wirtschafts-, Sozialpolitik
- Gesellschaftstheoretische Erklärung 

Pflegeintervention: 

- Einschätzung ursächlicher/beeinflussender Faktoren
- Mildern der Umstände, die zu Isolationsgefühl des Klienten beitrage
- Fördern des Wohlbefindens 

Kommunikationsgrundsätze mit Fremdsprachigen 

- Kommunikaton ( verbale Ebende)
- Körpersprache (non-verbale Ebene)
- Verhaltensmuster (psychosoziale Ebene)
- Haltungen ( morlaische Ebene) 

Konsequenzen für die Pflege: 

- Die Wahnrnehmung des Pat. bezüglich der Situation
- Kulturelle/Religiöse Faktoren einbeziehen
- Individuelle Befunde inkl. auslösnender Faktoren, der Auswirkungen auf die Lebensweise/Beziehung und das alltägliche Funktionieren
- Verfügbarkeit/Nutzung von Ressourcen 

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