Gestörter Beziehungsprozess PBL
02 PM 06 Soziale Interaktion
02 PM 06 Soziale Interaktion
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Lernkarten
Definition PB Soziale Isolation:
Von einem Individuum erlebtes Gefühl des Alleinseins, das anderen auferlegt und als negativer oder bedrohlicher Zustand empfunden wird.
Soziale Isolation als Risikofaktoren für Einsamkeit:
- Geringe Zahl von Kontakten
- Einsamkeit trotz zahlreicher Sozialkontakte ( die Bedeutung der Kontaktqualität)
Allein sein:
- Äussere Situation
- Objektive feststellbare, physische Tatsache
- Für sich sein, kann sehr positiv empfunden werden
- Allein sein Wollen
- Kontakte zu anderen Menschen aufnehmen.
Einsamkeit:
- Inneres Befinden
- Einsam sein, als negatives Empfinden
- Einsamkeit als schöpferische Auseinandersetzung mit sich selbst
- Einsam bleiben
- Überwinden durch das befassen mit sich selbst.
Konsequenzen für die Pflege:
- Mit der Einsamkeit anderer konfrontiert zu werden ist nicht einfach. Pflegende können dabei den Drang versprüren, möglichst schnell das Thema zu wechseln, um nicht genau hinschauen zu müssen.
- Oder sie sind versucht, zu verharmlosen, sagen, dass schon alles wieder gut wird und dass es keinen Grund gibt sich einsam zu fühlen.
- In dem wir dieser Einsamkeit begegenen, begegnen wir unser Eigenen.
Besonders gefährderte Zielgruppen für eine Soziale Isolation:
- Betagte Menschen, insbesondere allein lebende Frauen
- Personen mit tiefen sozio-ökonomischen Status - Migrationshintergrund verstärkt den Faktor
- Alleinerziehende
- Personen nach einer psychischen Erkrankung
- Chronisch Kranke und Behinderte
Ursachen / Einflussfaktoren: Soziale Isolation:
- Veränderungen des psychischen und physischen Zustandes
- Veränderter Zustand des Wohlbefindens
- Nicht akzeptierte soziale Werte
- Unangemessene persönliche Ressourcen
- Unfähigkeit, sich auf zufriedenstellende persönliche Beziehungen einzulassen ( z.B. traumatische Ereignisse)
Risikofaktor: für psychische Gesundheit:
- Depression
- Demenz
- Suizidalität
- Erhöhtes Risiko vorzeitiger Mortalität
- Gesundheit als bio-psycho-soziales Phänomen
Subjektive Merkmale:
- Der Patient drückt:
- Gefühle des Alleinseins aus
- Gefühle des Zurückgewiesen werden aus
- Der Patient fühlt sich unsicher in der Öffentlichkeit
Objektive Merkmale:
- Fehlen von Bezugspersonen (Familie, Freunde, Gruppe)
- Zurückgezogen
- Fehlender Blickkontakt
- Beschäftigung mit eigenen Gedanken
- Aufzeigen von Verhalten, welches in der dominanten kulturellen Gruppe nicht akzeptiert wird
- Krankheitssymptome
- Bedürfnis, alleine zu sein
- Hinweis auf Behinderung ( z.B. physisch, psychisch)
- Unkommunikativ
- Trauriger Affekt
- Abgestumpfter Affekt
Folgen von sozialer Isolation:
- Depression
- Burn out Syndrom
- Schwere psychische Störungen und Erkrankungen Verlust des Selbstbildes
- Ermüdung und Kraftlosigkeit
- Obdachlosigkeit
- Angst vor Versagen
- Flucht in die Sucht
- Mangelhafte Gesundheit
- Verwahrlosung
- Messisymptom
- Prostitution, um Geld für das eigene Überleben zu sichern (meist bei Frauen)
Erklärungen sozialer Isolation:
- Die ökonomische Erklärung
- Neuausrichtung der Wirtschafts-, Sozialpolitik
- Gesellschaftstheoretische Erklärung
Pflegeintervention:
- Einschätzung ursächlicher/beeinflussender Faktoren
- Mildern der Umstände, die zu Isolationsgefühl des Klienten beitrage
- Fördern des Wohlbefindens
Kommunikationsgrundsätze mit Fremdsprachigen
- Kommunikaton ( verbale Ebende)
- Körpersprache (non-verbale Ebene)
- Verhaltensmuster (psychosoziale Ebene)
- Haltungen ( morlaische Ebene)
Konsequenzen für die Pflege:
- Die Wahnrnehmung des Pat. bezüglich der Situation
- Kulturelle/Religiöse Faktoren einbeziehen
- Individuelle Befunde inkl. auslösnender Faktoren, der Auswirkungen auf die Lebensweise/Beziehung und das alltägliche Funktionieren
- Verfügbarkeit/Nutzung von Ressourcen