Geographie 3b: Disparitäten und Migration

Bevölkerung und Raum: S. 43 - 59

Bevölkerung und Raum: S. 43 - 59


Valentin Suter
Diese Lernkarten behandeln das Thema Migration und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft, geeignet für Mittelschüler. Sie beleuchten verschiedene Formen der Migration, wie Arbeitsmigration und Binnenmigration, sowie deren Ursachen und Ziele. Besonders werden die Auswirkungen auf Herkunfts- und Zielländer, wie die Schweiz, diskutiert. Die Karteikarten erklären auch historische Migrationsmuster und Modelle, die die Beziehung zwischen Migrantenanzahl und Distanz beschreiben. Ideal für Schüler, die sich mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Migration auseinandersetzen möchten.
Karten
10
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
30.03.2013 / 18.03.2020

Lernkarten

Formen von Migration

Je nach Gesichtspunkt.

Motivation

  • Arbeitsmigration / Wirtschaftsmigration
  • Flüchtlingsmigration (Politisch, Naturkatastrophen)
  • Rentnermigration

Räumliche Dimension

  • Binnenmigration (z.B. Landflucht)
  • Transnationale Migration

Migrationssysteme

Wenn sich über Generationen Auswanderer vom gleichen Ort zum gleichen Ziel bewegen, entstehen richtige Traditionen, sog. Migrationssysteme.

Europäische Ausbreitung nach Übersee (drei Phasen)

  • 15. Jh. - 19. Jh.: Entdeckungen und Erstehung von Küstenrandsiedlungen
  • 19. Jh. - 1. WK: Starke Besiedelung und Durchdringung während der Industrialisierung
  • Rückzug der europäischen Kontrolle über die ehemaligen Kolonien.

Nomaden

Betreiben Wanderviehwirtschaft. Besonders bekannt sind die Nomaden in der nördlichen Sahelzone. Durch Vorrücken der Wüste müssen sie immer weiter südwärts wandern.

Push- und Pullfaktoren

Push-Faktoren

  • Überbevölkerung
  • Veränderung der Landschaft (natürlich oder antropogen)
  • Wirtschaftliche Situation (Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit)
    • Bsp. Landflucht: Überangebot an Arbeitskräfte
  • Bewaffnete Konflikte

Pull-Faktoren

  • Besseres Gesundheits- und Sozialwesen
  • Wirtschaftliche Perspektiven
  • Ressourcenangebot (z.B. Nomaden)

Ravenstein's Modell (Beziehung Anz. Migranten / Distanz)

Anzahl Migranten und zurückgelegte Distanz verhalten sich umgekehrt proportional.

Formen der Arbeitsmigration

Gastarbeitermigration: Mehrheitlich billige Arbeitskräfte

Migration von Hochqualifizierten

Ziel- und Herkunftsräume von Arbeitsmigranten

Generell findet die Migration statt:

  • von Süd nach Nord
  • Von Ost nach West
  • Von Peripherie ins Zentrum

Insbesondere bei der Migration von Hochqualifizierten kann es aber auch unter IL sein (von DE nach CH).

Auswirkungen der Arbeitsmigration auf Herkunfts- und Zielländer

Herkunftsländer:
- Arbeitskräfte / Fachkräfte gehen verloren
- Brain Drain führt in einen Teufelskrei
- Soziale Auswirkungen auf Familien
+ Rücksendungen bilden grossen Teil des BNE

Zielländer:
+ Wirtschaftlicher Nutzen
- Verdrängung einheimischer Arbeiter
- Lohnsenkung, Mitpreiserhöhung
- Soziale Spannungen

Allgemein werden aber die negativen Auswirkungen auf das Zielland stark überschätzt (laut eigenen Nachforschungen).

Die Schweiz als Emigrations- / Imigrationsland

Bis 1890 war die Schweiz eher ein Emigrationsland, da der Bevölkerungsdruck viele Kleinbauern zum Auswandern zwang. Erst mit der Industrialisierung kippte die Migrationsbilanz.

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