Gehen

Sportbiomechanik ETH

Sportbiomechanik ETH


L. H.
Diese Lernkarten behandeln die Biomechanik des Gehens auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die verschiedenen Phasen des Gangzyklus, wie die Standphase, Schwungphase und Einbeinstandphase, sowie auf die beteiligten Muskeln und ihre Aktivitäten. Themen wie Ganggeschwindigkeit, Bodenkontakt und Bodenreaktionskraft werden detailliert erklärt. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die ein tiefes Verständnis der menschlichen Bewegung und Muskelaktivität beim Gehen erlangen möchten.
Flashcards
20
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
23.11.2015 / 26.01.2019

Flashcards

Wie fängt ein Gangzyklus an und wie höhrt er auf?

Gangzyklus beginnt mit dem Bodenkontakt des ersten Fusses und endet mit dem erneuten Bodenkontakt desselben Fusses 

Gangzyklus wird auch ... genannt.

Was beinhalted sie?

Doppelschritt

beinhaltet also zwei konsekutive Schritte und somit die Stand- und Schwungphasen beider Seiten. 

Wie heissen die phasen des laufens?

Stand & Schwungphase

Die Standphase beim Gehen zeichnet sich dadurch aus, dass sie aus zwei Zweibeinstandphasen und einer Einbeinstandphase besteht

Körperschwerpunkt bewegung in sagittal und in transversal ebene? Zusammen ergibt sich eine ... bewegung.

Körperschwerpunkt zeigt in der Sagittalebene eine sinusförmige Auf- und Abbewegung mit einer Amplitude von ca. 5cm.

Man befindet sich zum Zeitpunkt der Mitte Einbeinstandphase in der höchsten Position und Mitte Zweibeinstandphase in der tiefsten Lage. 

In der Transversalebene bewegt sich der Körperschw- erpunkt in einer rechts-links Bewegung von ebenfalls ca. 5 cm, jedoch mit halber Frequenz im Vergleich zu der vertikalen Bewegung. Betrachtet man die resultierende Bewegung in der Frontalebene so beschreibt diese in etwa eine liegende 8  

Bodenreaktionskraft

Die Bodenreaktionskraft eines Beines in vertikaler Richtung zeigt eine Doppelhöckercharakteristik, auch M-Form genannt. Die beiden Kraftspitzen erreichen ca. 1.2-faches Körpergewicht, dazwischen erfolgt eine Hochentlastung, wo die Kraft unter Körpergewicht abfällt

Der Impuls (Fläche unter Kraft-Zeit-Kurve der Kraft in Gangrichtung) der Abbremsphase ist beim Gehen mit konstanter Geschwindigkeit gleich gross wie der Impuls der Abstossphase. 

Muskelaktivität des Hüftstreckers

Hauptaktivität gegen Ende der Schwungphase, wo sie das nach vorne schwingende Bein durch exzentrischen Einsatz abbremsen 

Muskelaktivität des Hüftbeugers

Hauptaktivität wäre zum Zeitpunkt des Bodenkontaktes des Gegenbeines, wo sie eine Beugung im Hüftgelenk auslösen. 

Muskelaktivität der Hüftabduktoren

Hüftabduktoren kontrollieren duch exzentrische Akvivität das seitliche Abfallen des Beckens zur Gegenseite. 

Muskelaktivität der Knieextensoren

Beim Bodenkontakt, sind die Knieextensoren zum Abbremsen der Knieflexion exzentrisch aktiv 

Muskelaktivität des Knieflexoren

Gegen Ende der Schwungphase wird der pendelartig nach vorne schwingende Unterschenkel durch die Knieflexoren abgebremst 

Muskelaktivität bei landung nach schwungphase

Ko-Kontraktion der Knieflexoren und -extensoren bereitet das Knie auf die Landung vor und stabilisiert es während dem Bodenkontakt. 

Muskelaktivitä der Tibialis anterior

 

Tibialis anterior ermöglicht ein kontrolliertes Herunterklappen des Fusses durch exzentrische Aktivität nach dem Bodenkontakt und ist zudem während der Schwungphase aktiv um den Fuss gegen die Schwerkraft anzuheben. 

Muskelaktivität der Plantarflexoren

Plantarflexoren sind in der Standphase aktiv und kontrollieren zuerst exzentrisch, dann isometrisch die Rotation des Unterschenkels über den fixierten Fuss, gefolgt von konzentrischem Abstossen. 

Ganggeschwindigkeit ändert was?

Je schneller der Gang, desto kürzer die Standphase, wobei die Zweibeinstandphasen kürzer werden jedoch die Einbeinstandphase länger, und desto länger die Schwungphase 

Ganggeschwindigkeit = Schrittänge * Schrittfrequenz

Gescheindikgeitszunahme hat was für einen einfluss auf den KSP?

Mit zunehmender Ganggeschwindigkeit nimmt die vertikale Körperschwerpunktsbewegung zu, jedoch die mediolaterale ab 

Bodenreaktionskraft bei Geschwindigkeits erhöhung?

Kurve der Bodenreaktionskraft zeigt mit zunehmender Ganggeschwindigkeit eine höhere Dynamik, so werden die beiden Kraftpeaks höher, sowie die Entlastung dazwischen stärker. 

Gelenkswinkel in abhägnigkeit der Ganggeschwindigkeit?

Gelenkswinkel zeigen mit zunehmender Ganggeschwindigkeit ein grösseres Bewegungsausmass, die Gelenksmomente werden ebenfalls grösser  

Wann ist der Energie verbrauch am geringsten?

Energieverbrauch ist am geringsten bei einer Ganggeschwindigkeit von ca. 4 km/h, und nimmt bei kleinerer, sowie auch bei grösserer Geschwindigkeit zu 

Wann ist der KSP am höchsten?

Bei ca. 30 % des Gangzyklus ist der KSP am höchsten.

Welche Muskeln sind aktiv in den verschiedenen Abschnitten des Gangzykls?

heel strike - food flat - mid stance - heel off - toe off - midswing - abbremsen

Heel strike: Tibialis anterior, Gluteus maximus, Ischiocrurale m.

Food flat: Tibialis anteriro, Glutues maximus, Ischiocrurale M. + Quadriceps

mid stance: Gatrognemicus (v.a. Kniestabilisiation), Soleus

heel off: Gastrocnemicus, Soleus + Iliopsoas

Toe off: Tibialis anterior, Iliopsoas, Rector femors

midswing: tibia anterior + ausnützen der Pendelbewegung

abbremsphase :Glutues maximus, ischiocurale m.

Study