Flechten
Zur Übung Div. und Organisation der Pflanzen und Pilze
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Cartes-fiches
Lichenologie
Wissenschaft der Flechten.
lichen-, licheno-, lichin- [von griech. leichēn = Flechte].
Flechten werden auch lichenisiert Pilze genannt.
Flechten bestehen aus:
Mycobiont (Pilzpartner): meistens Ascomycetes (Schlauchpilze)
Photobiont (Algenpartner): einzellige oder trichale Chlorophyceae (Grünalgen), seltener Cyanophyceae (Blaualgen)
Konsortium
=Schicksalsgenosse
Parasitismus - Konsortium Pilse u. Alge
Parasitismus des Pilzes an der Alge - entzieht der Alge Assimilate (KH), wird nicht abgetötet
Wirt ist kleiner als der Parasit
Alge ist geschützt vor Fraß, Trockenheit und Sonnenschutz
Wo befindet sich die Alge
im Plectenchym des Pilzes
Plectenchym
Scheingewebe - es handelt es sich aber um verklebte, verwachsene oder verfilzte Zellfäden.
Fortpflanzung
bei Mycobiont ungestört
bei Photobiont gestört
Lebensfähigkeit
Mycobiont ohne Alge - nicht existensfähig
Photobiont ohne Pilz - lebensfähig
Doppelorganismuß
Flechte ist extrem wiederstandsfähig gegen Költe, Trockenheit
sehr empfindlich gegen Luftverschmutzung- Exsistenzbedrohend
vegetative Vermehrung
über Soredien und Isidien - Alge wird mitverbreitet
Soredien
dienen der vegetativen Vermehrung
Diaspore
tritt über Soral (Thallusaufbrüche) aus
unter der Lupe körnig: besteht aus Pilzhyphen und in der Mitte Alge
Isidie
dienen vegetativen Vermehrung
Diaspore
Auswüchse an der Thallus-Oberfläche von Flechten,
im Zentrum Algenzellen und werden von einer durch Hyphen des Pilzes gebildeten Rinde umschlossen.
Ihre Form ist artabhängig sehr unterschiedlich: Isidien können zylindrisch-stiftförmig, warzig, lappig, schuppig, blattförmig, spatelförmig, kugelig oder korallenartig verzweigt sein. Z
Ältere Isidien brechen leicht ab und können, z. B. durch Regenwasser, Wind oder Tiere verfrachtet, auf geeigneter Unterlage zu neuen Flechten heranwachsen.
besondere physiolog Wechselwirkung
bilden gemeinsam Flechtensäure: Fraßschutz, Gesteinsverwiterung, alleopathische und antibiotische Wirkung, Lichtschutz
Unterschiede lichenisierte vs. nicht lichenisierte Pilze
Fruchtkörper mehrjährig, ausdauernd
Thallus langlebig und auffällig, vieljährig
langsames Wachstum 0,1 mm/Jahr
Wechselfeuchte Organismen -47 bis +80°C
Stoffwechsel auch bei Minusgraden
Apothezium
[Quelle Wikipedia]
Als Apothecien bezeichnet man offene, schüssel-, scheiben- oder becherförmige Fruchtkörper bei Schlauchpilzen (Ascomyceten) oder Flechten.
Das Sporenlager liegt hier – im Gegensatz zum abgeschlossenen Perithecium – frei. Die Sporen entstehen in Schläuchen (Asci), die zwischen sterilen Pilzhyphen (Paraphysen) in einer Fruchtschicht (Hymenium) angeordnet sind.
Perthecium
[Quelle: Wikipedia]
Als Perithecien bezeichnet man birnen-, kugel- oder flaschenförmige Fruchtkörper bei Schlauchpilzen (Ascomyceten) oder Flechten. Das Perithecium hat – im Gegensatz zum Apothecium – keine offenliegende Fruchtscheibe. Die in Schläuchen (Asci) entstehenden Sporen liegen meist zwischen sterilen Pilzhyphen (Paraphysen) und werden durch eine Pore am Scheitel des Peritheciums freigesetzt (oder auch erst bei dessen Zerfall). Bei Flechten sind Perithecien in den Thallus eingesenkt und nur als dunkle Punkte an der Oberfläche erkennbar.
Hymenium
[Quelle: Wikipedia]
Unter dem Hymenium (deutsch Fruchtschicht) versteht man den Ort der Meiosporenbildung von Schlauch- und Ständerpilzen, das sich im makroskopisch sichtbaren Hyphengeflecht des Fruchtkörpers befindet. Die Meiosporencysten – je nach Pilzgruppe spricht man von Asci bzw. Basidien – sind dabei in dünner Schicht palisadenförmig angeordnet. Oft liegen zwischen den sporenbildenden Zellen sterile Endabschnitte von Pilzfäden.
homoeomer Thallusbau
Algen und Pilzhyphen liegen verteilt im Gewebe,
z. B. Krustenflechte,
heteromer Thallusbau
Rinde
Algenschicht
Medula
Unterrinde
z. B. , Bartflechte, Strauchflechte, Physcia stellaris
Flechten: asexuelle Fortpflanzung
Isidien, Soriedien
Sexuelle Fortpflanzung Flechten
Apothezien (Schalenförmige) mit Asci mit Hyphenenden die keine Sporen bilden) z. B. Collema fuscovirens
Perithecien (Kugelförmige) mit Ascosporen
Landkartenflechte
Rhizocarpon geographicum
Xanthoria parietina
Gelbe Wandschüsselflechte
Lecanora muralis
Krustenflechte
Peltigera praetextata
Blattflechte
Hypogymnia physodes
Blasenflechte =Laubflechte
Lobaria pulmonaria
Lungenflechte = Blattflechte
Strauchflechten:
strauchförmig verzweigte Loben,
Haftscheibe oder lose
Letharia vulpina, Cladonia rangiferina,
Bartflechten:
drehrund, radiärer Thallus, mit Zentralstrang
Usnea
Gallertflechten:
homoemerer Thallus, gallertig
Collema
Fadenflechten, Haarflechten:
Algenfäden von Pilz
umsponnen, Alge formbestimmend,
Ephebe
Cetraria islandica
„Isländisch Moos“
Strauchflechte
Cladonia coccifera
roten Apothecien
Scharlach-Becherflechte
Cladonia rangiferina
Echte Rentierflechte = Strauchflechte
Letharia vulpina
Wolfsflechte, gelb gefärbt, gifig, zum vergiften von Füchsen genutzt =Strauchflechte