Flechten

Zur Übung Div. und Organisation der Pflanzen und Pilze

Zur Übung Div. und Organisation der Pflanzen und Pilze


Johanna Dallio
Diese Lernkartei bietet einen umfassenden Überblick über Flechten, insbesondere für Studierende. Sie behandelt die Struktur und Fortpflanzung von Flechten, einschließlich ihrer Thallusbauarten wie heteromer und homoeomer Thallus, sowie spezifische Arten wie Wolfsflechte und Rentierflechte. Die Karteikarten erläutern auch die besondere physiologische Wechselwirkung zwischen Pilz und Alge, die zu Flechtensäuren führt, und gehen auf die vegetative Vermehrung durch Isidien und Soredien ein. Zudem werden die Unterschiede zwischen lichenisierten und nicht lichenisierten Pilzen sowie die Lebensfähigkeit und Fortpflanzung der Beteiligten behandelt. Ideal für Biologiestudierende, die sich mit der komplexen Welt der Flechten vertraut machen möchten.
Karten
35
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
08.11.2015 / 04.02.2026

Lernkarten

Lichenologie

Wissenschaft der Flechten.

lichen-, licheno-, lichin- [von griech. leichēn = Flechte].

Flechten werden auch lichenisiert Pilze genannt.

 

Flechten bestehen aus:

Mycobiont (Pilzpartner): meistens Ascomycetes (Schlauchpilze)

Photobiont (Algenpartner): einzellige oder trichale Chlorophyceae (Grünalgen), seltener Cyanophyceae (Blaualgen)

Konsortium

=Schicksalsgenosse

 

Parasitismus - Konsortium Pilse u. Alge

Parasitismus des Pilzes an der Alge - entzieht der Alge Assimilate (KH), wird nicht abgetötet

Wirt ist kleiner als der Parasit

Alge ist geschützt vor Fraß, Trockenheit und Sonnenschutz

 

Wo befindet sich die Alge

im Plectenchym des Pilzes

 

Plectenchym

Scheingewebe - es handelt es sich aber um verklebte, verwachsene oder verfilzte Zellfäden.

Fortpflanzung

bei Mycobiont ungestört

bei Photobiont gestört

Lebensfähigkeit

Mycobiont ohne Alge - nicht existensfähig

Photobiont ohne Pilz - lebensfähig

Doppelorganismuß

Flechte ist extrem wiederstandsfähig gegen Költe, Trockenheit

sehr empfindlich gegen Luftverschmutzung- Exsistenzbedrohend

vegetative Vermehrung

über Soredien und Isidien - Alge wird mitverbreitet

Soredien

dienen der vegetativen Vermehrung

Diaspore

tritt über Soral (Thallusaufbrüche) aus

unter der Lupe körnig: besteht aus Pilzhyphen und in der Mitte Alge

Isidie

dienen vegetativen Vermehrung

Diaspore

Auswüchse an der Thallus-Oberfläche von Flechten,

im Zentrum Algenzellen und werden von einer durch Hyphen des Pilzes gebildeten Rinde umschlossen.

Ihre Form ist artabhängig sehr unterschiedlich: Isidien können zylindrisch-stiftförmig, warzig, lappig, schuppig, blattförmig, spatelförmig, kugelig oder korallenartig verzweigt sein. Z

Ältere Isidien brechen leicht ab und können, z. B. durch Regenwasser, Wind oder Tiere verfrachtet, auf geeigneter Unterlage zu neuen Flechten heranwachsen.

 

besondere physiolog Wechselwirkung

bilden gemeinsam Flechtensäure: Fraßschutz, Gesteinsverwiterung, alleopathische und antibiotische Wirkung, Lichtschutz

 

Unterschiede lichenisierte vs. nicht lichenisierte Pilze

Fruchtkörper mehrjährig, ausdauernd

Thallus langlebig und auffällig, vieljährig

langsames Wachstum 0,1 mm/Jahr

Wechselfeuchte Organismen -47 bis +80°C

Stoffwechsel auch bei Minusgraden

Apothezium

[Quelle Wikipedia]

Als Apothecien bezeichnet man offene, schüssel-, scheiben- oder becherförmige Fruchtkörper bei Schlauchpilzen (Ascomyceten) oder Flechten.

Das Sporenlager liegt hier – im Gegensatz zum abgeschlossenen Perithecium – frei. Die Sporen entstehen in Schläuchen (Asci), die zwischen sterilen Pilzhyphen (Paraphysen) in einer Fruchtschicht (Hymenium) angeordnet sind.

Perthecium

[Quelle: Wikipedia]

Als Perithecien bezeichnet man birnen-, kugel- oder flaschenförmige Fruchtkörper bei Schlauchpilzen (Ascomyceten) oder Flechten. Das Perithecium hat – im Gegensatz zum Apothecium – keine offenliegende Fruchtscheibe. Die in Schläuchen (Asci) entstehenden Sporen liegen meist zwischen sterilen Pilzhyphen (Paraphysen) und werden durch eine Pore am Scheitel des Peritheciums freigesetzt (oder auch erst bei dessen Zerfall). Bei Flechten sind Perithecien in den Thallus eingesenkt und nur als dunkle Punkte an der Oberfläche erkennbar.

Hymenium

[Quelle: Wikipedia]

Unter dem Hymenium (deutsch Fruchtschicht) versteht man den Ort der Meiosporenbildung von Schlauch- und Ständerpilzen, das sich im makroskopisch sichtbaren Hyphengeflecht des Fruchtkörpers befindet. Die Meiosporencysten – je nach Pilzgruppe spricht man von Asci bzw. Basidien – sind dabei in dünner Schicht palisadenförmig angeordnet. Oft liegen zwischen den sporenbildenden Zellen sterile Endabschnitte von Pilzfäden.

homoeomer Thallusbau

Algen und Pilzhyphen liegen verteilt im Gewebe,

z. B. Krustenflechte,

 

heteromer Thallusbau

Rinde

Algenschicht

Medula

Unterrinde

z. B. , Bartflechte, Strauchflechte, Physcia stellaris

Flechten: asexuelle Fortpflanzung

Isidien, Soriedien

Sexuelle Fortpflanzung Flechten

Apothezien (Schalenförmige) mit Asci mit Hyphenenden die keine Sporen bilden)  z. B. Collema fuscovirens

Perithecien (Kugelförmige) mit Ascosporen

Landkartenflechte

Rhizocarpon geographicum

Xanthoria parietina

Gelbe Wandschüsselflechte

Lecanora muralis

 Krustenflechte

Peltigera praetextata

Blattflechte

Hypogymnia physodes

Blasenflechte =Laubflechte

Lobaria pulmonaria

Lungenflechte = Blattflechte

Strauchflechten:

strauchförmig verzweigte Loben,

Haftscheibe oder lose

Letharia vulpina, Cladonia rangiferina,

Bartflechten:

drehrund, radiärer Thallus, mit Zentralstrang

Usnea

Gallertflechten:

 homoemerer Thallus, gallertig

Collema

Fadenflechten, Haarflechten:

Algenfäden von Pilz

umsponnen, Alge formbestimmend,

Ephebe

Cetraria islandica

 „Isländisch Moos“

Strauchflechte

Cladonia coccifera

roten Apothecien

Scharlach-Becherflechte

Cladonia rangiferina

Echte Rentierflechte = Strauchflechte

Letharia vulpina

 

Wolfsflechte, gelb gefärbt, gifig, zum vergiften von Füchsen genutzt =Strauchflechte

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