Finanzierung 7

Finanzplanung, Risikoabsicherung durch Termingeschäfte

Finanzplanung, Risikoabsicherung durch Termingeschäfte


K. H.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Finanzierung, insbesondere derivativer Finanzinstrumente wie Swaps, Optionen und andere Termingeschäfte. Sie beleuchten die Rollen von Käufern und Verkäufern, die Verpflichtungen von Stillhaltern sowie die Funktionsweise von Calls und Puts. Die Karteikarten erklären die Risiken und den Nutzen dieser Instrumente, einschließlich der Transformation finanzieller Risiken und der Vervollkommnung von Finanzmärkten. Sie richten sich an Studierende und Fachleute, die ein tieferes Verständnis der Finanzmärkte und der damit verbundenen Geschäfte erlangen möchten.
Flashcards
10
Students
6
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
06.07.2016 / 14.03.2022

Flashcards

Derivate

  • finanzielle Instrumente, deren Werte sich wesentlich von der zukünftigen Wertentwicklung des Bezugsobjektes ableiten
  • standardisiert an Termin-Börsen/indiciduell gestaltet

Optionen

  • einseitig bindene Termin-Geschäfte
  • binden die jeweiligen Stillhalter (Short-Position) an die freie Ausübungsentscheidung der Käufer von Optionskontrakten (Long-Position)
  • Optionskontrakt beinhaltet gegen Zahlung einer Optionsprämie das Recht eine bestimmte Kontraktmenge eines Basiswertes zu einem vorher festgelegten Preis jederzeit von einem Stillhalter zu kaufen/verkaufen (Call/Put)

Call Käufer (Long)

Der Käufer eines Calls hat das Recht, nicht aber die Verpflichtung, den Basiswert zum festgelegten Basispreis vom Verkäufer des Calls zu kaufen

Call Verkäufer (Short)

Der Verkäufer (Stillhalter, Writer) hat die Verpflichtung, im Falle der Optionsausübungdurch den Käufer den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu liefern

Put Käufer (Long)

Der Käufer eines Puts hat das Recht, nicht aber die Verpflichtung, den Basiswert zum festgelegten Basispreis dem Stillhalter eines Puts zu verkaufen

Put Verkäufer (Short)

Der Vkäufer hat die Verpflichtung, im Falle der Optionsausübung durch den Käufer den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu kaufen

Swaps

  • Vertragliche Verpflichtungen zum Austausch von Zahlungsströmen der Zukunft
  • unbedingte Termingeschäfte
  • hoher Anteil individueller Geschäfte
  • zumeist bezogen auf Zins- und Währungsgeschäfte
  • Sonderform Debt/Equity-Swaps im Zusammenhang mit Entschuldungen von Unternehmen und Staaten

Nutzen derivativer Finanzinstrumente

  • Vervollkommung und Vervollständigung von Finanzmärkten
  • Separation unterschiedlicher Preisänderungsrisiken
  • erweiterte Möglichkeiten der Transformation finanzieller Risiken
  • Marktfähigkeit präzise eingegrenzter Finanzrisiekn
  • schnellerer, weitergehender Abbau von Informationsungleichgewichten

Risiken derivativer Finanzinstrumente

  • LEverage-Risiko beim EIngehen spekulativer Positionen
  • Problemverschiebung von Preis- zu Erfüllungsrisiken
  • Abwicklungsrisiken
  • intransparente Systemrisiken

Wesentliche Charakteristika von Swaps

  • Fälligkeit: 1-10 Jahre
  • Nennwert: i.d.R. für die vereinbarte Laufzeit fest
  • Festzinszahlung: Swapzins
  • Floating-Index (Referenzzins): EURIBOR
  • Tagezählweise: in EUR act/act (Festzinsseite) und act/360 (variable Seite)
  • Tag der Zinsfestsetzung: Tag an dem der Referenzzinssatz festgelegt wird, i.d.R. zwei Tage vor dem "Roll over Date"
  • Kombination aus festverzinslichen Wertpapier und einer Floating Rate Note

Study