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J. P.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Finanzierung von Unternehmen, mit Fokus auf Benchmarking, Kennzahlen und deren Analyse. Sie erklären, wie Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit durch Vergleich mit anderen messen, welche Kennziffern relevant sind und wie externe Partner wie Eigentümer, Kreditgeber und Lieferanten diese nutzen. Die Karteikarten eignen sich für Studierende der BWL, die verstehen möchten, wie Benchmarking zur Bewertung von Unternehmen dient und welche Interessen dabei verfolgt werden.
Karten
18
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.06.2013 / 14.03.2016

Lernkarten

Was versteht man unter Liquidität?

= Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen nach Zeitpunkt und Höhe nachzukommen

- geringe / abnehmende Liquidität = gutes Zeichen

- Zeitpunktaufnahme (aus Bilanz abgeleitet)

Nenne die Faustregel bei langfristiger Liquiditätsanalyse.

Wenigsten das Anlagevermögen sollte langfristig finanziert sein.

Was lässt sich mithilfe von Rentabilitätskennzahlen feststellen?

- wie effizient das Gesamtvermögen (Aktiva) genutzt werden kann

- für alle Kennzahlen hoher Wert wünschenswert

Auf was beziehen sich Marktwertkennzahlen und was ist ihre Grundlage?

- beziehen sich auf Marktwert eines Unternehmens

- Grundlage: Aktienkurs, das dieser multipliert mit Anzahl umlaufender Akten den Marktwert (Börsenlapitalisierung) ergibt

- Kennzahl nur AGs die an Börse notiert sind

Was versteht man unter Benchmarketing und warum wird es betrieben?

- ist der kontinuierliche Vergleich /Gegenüberstellung zwischen Unternehmen

- betriebt ein Unternehmen, um den eigenen Standort im Wettbewerbsfeld zu bestimmen und

- aus dem Vergleich mit anderen eigene Stärken und Schwächen zu erkennen

Was beinhaltet das interne Benchmarketing?

- Unternehmen analysiert sich selbst (die eigenen Organisationseinheiten)

- interne Effekte der Veränderung, können im zeitlichen Vergleich an Aussagekraft gewinnen

- Beurteilung der betriebswirtschaftlichen Auswirkung von Veränderung in der Betriebsstruktur

- Möglichkeiten des internen Gebrauchs:

  • Abschätzung von Kapitalflüssen
  • Einschätzung zukünftiger Geschäftsentwicklungen
  • Aussagen über notwendige Maßnahmen

Was beinhaltet das externes Benchmarketing?

- Vergleich mit anderen Unternehmen

- Vergleich kann aus Sicht folgender Gruppen erfolgen:

1) durch Finanzierung verbundene Partner: Eigner, Kreditgeber, Lieferanten

2) Eigentümer: Gesellschafter, Aktionäre

3) nicht direkt mit Unternehmen verbunden: Mitbewerber

4) Kunden

 

externes Benchmarketing: Welches Interesse verfolgen Gläubiger (Kreditgeber)? Welche Kennziffern sind relevant?

- ob Unternehmen viele Schulden hat

- Kennziffern: VErschuldungsgrad & Eigenkapitalquote

geht um:

- Beurteilung des Ausfallrisiko

- bei Kreditverlängerung, Umschuldung oder Neuvergabe die Höhe der Zinsen entsprechend der Risikoschätzung anzubieten

externes Benchmarketing: Welches Interesse verfolgen Lieferanten (kurzfristige Kreditgeber)? Welche Kennziffern sind relevant?

Interesse: - Ausstehende Verbindlichkeiten eines Unternehmens

- seine Zahlungsgepflogenheiten

Kennziffer: Lieferantenkreditdauer

externes Benchmarketing: Welches Interesse verfolgen Eigentümer?

  • Ist mein Investment langfristig sicher?
  • Wie hoch ist die aktuelle Rendite?
  • Welche Geschäftsentwicklung ist in Zukunft zu erwarten?
  • Wie wird die Kursentwicklung sein?

- wollen ihr Geld sicher und hoch am Geld-/ Kapitalmarkt anlegen

- zur Unterstützung dienen: Analysten wie z.b. Ratingagenturen

Was sind die Kernaufgaben von Analysten?

  • Verhalten und Entwicklungschancen von Unternehmungen
  • bis hin zum Finanzgebaren ( Art des Umgangs mit [öffentlichen] Geldmitteln) von Staaten zu analysieren und
  • Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit

 

 

Was machen Ratingagenturen?

  • beurteilen das Risiko von Fremdkapital
  • verwenden dazu unterschiedliche Kombinationen von A, B, C
  • höchste Bewertung ist „Trible A“ als AAA

Mithilfe von was kann ein Unternehmen ein oder gar mehrere vergleichbare Konkurrenten für einen Benchmarking-Vergleich finden?

zwei Analysemethodenweiter:

Die Zeit-Trend-Analyse und die Wettbewerberanalyse.

Erkläre die Zeit-Trend-Analsyse.

  • hervorragendes Mittel, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens über die Zeit sichtbar zu machen (in Gesamtheit aber auch in Teilaspekten)
  • Vorsicht: wenn außerordentliche Ereignisse oder organisatorische Zuordnungen, die sich auf Kostenverschiebung niederschlagen, außer Acht gelassen werden

Wie wird die Wettbewerberanalyse auch genannt?

Peer-Group-Analyse

Erkläre die Wettbewerberanalyse (Peer-Group-Analyse).

  • weitere Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu messen
  • vergleicht Leistungsfähigkeit von sich ähnelnden Unternehmen

>gleiche Produkte                          > gleichen Märkten tätig                            

>gleiche Branche                            > Unternehmensgröße

  • je homogener Vergleichsgruppen – desto Aussagekräftiger sind die Ergebnisse

Woher weiß man beim Benchmarketing, ob die Unternehmen wirklich vergleichbar sind?

1. Möglichkeit

- man verwendet Standard Industrial Classification (SIC)

- System klassifiziert verschiedene Gruppen der Industrie mithilfe vierstelliger Zahlen

2. Möglichkeit

- man bildet den Durchschnitt der Kennzahlen der größten Wettbewerbers des eigen Unternehmens und

- und ermittelt die entsprechenden Kennzahlen des eigenen Unternehmens

- dann vergleicht man beide Zahlen

Welche potenziellen Probleme treten beim Benchmarketing auf?

  • Benchmarking erfährt Grenzen, sobald die Unternehmen, die verglichen werden, in mehreren Industriefeldern tätig sind.
  • Ein Vergleich zwischen internationalen Unternehmen ist schwierig, da die verschiedenen Ländern unterschiedliche Buchführungsstandards und Regularien zu unterschiedlichen Kennzahlen führen.
  • Manche Unternehmen haben ein Finanzjahr, das vom Kalenderjahr abweicht
  • Ausnahmesituation oder Einmal-Ereignisse wie beispielsweise eine Fußballweltmeisterschaft oder den Kauf eines Unternehmens, die zu Kennzahlen führen, die nicht zwingend repräsentativ sind.

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