Ernährung

Studienbrief 2

Studienbrief 2


Mareike Gottmann
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die menschliche Ernährung auf Universitätsniveau. Sie behandeln die verschiedenen Arten von Kohlenhydraten wie Glucose, Fructose und Zellulose, deren Aufbau und Abbau sowie deren Bedeutung für den Körper. Zudem werden die Mengenverhältnisse der Hauptnährstoffe, der Nährstoffbedarf und die Berechnung des Grundumsatzes erläutert. Die Karteikarten richten sich an Studierende der Ernährungswissenschaften, die ein tiefes Verständnis der Nährstoffverarbeitung und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper erlangen möchten.
Karten
36
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Ernährung
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.02.2011 / 13.05.2021

Lernkarten

Welche Stoffe müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden?

Eiweiße

Kohlenhydrate

Fette

Vitamine

Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente)

Faserstoffe

3 Nährstoffgruppen?

Energiesubstrate

Bausubstrate

Wirksubstrate

Energiesubstrate

Kohlenhydrate

Fette

Eiweiße

Bausubstrate

Aminosäuren

Fettsäuren

Monosaccharide

Nukleotide (Bausteine eines Chromosoms im Zellkern)

einzelne Mineralstoffe für den Knochenaufbau (z.B. Calcium)

Wirksubstrate

(essenzielle Wirkstoffe)

Vitamine

Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente)

Wasser

Wie unterscheiden sich Bau- und Wirksubstrate grundlegend?

Bausubstrate kann der Körper selbst herstellen.

Wirksubstrate müssen mit der Nahrung zugefürt werden.

Wozu benötigt der Körper die zugeführten Nährstoffe?

- zur Deckung des Energiebedarfs als Brennstoffe (Aufrechterhaltung von Körperfunktionen und -temperatur, Arbeitsleistungen)

- zum Aufbau und zum Erhalt der Körpersubstanz als Baustoff (Aufbau neuer, Erneuerung alter Zellen (Gewebe))

Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe

- nicht absolut lebenswichtige, aber gesundheitsförderne und spezifische Schutzfunktionen ausübende Inhaltsstoffe

- ein Teil der Vitamine, Aroma-, Duft- und Geschmacksstoffe

- beinflussen den Stoffwechsel positiv

- entzündungshemmende, wundheilende und antikanzerogene Wirkung

Wärmeeinheiten

- Kilojoule (kJ)

Kilokalorien (kcal)

1 kcal = 4,187 kJ

Energie von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß

1g Fett = 39 kJ = 9,3 kcal

1g KH = 17 kJ = 4,0 kcal

1g Eiweiß = 17 kJ = 4,0 kcal

Grundumsatz (Definition)

Die Energiemenge, die ein Mensch bei völliger Ruhe -im Liegen- 12 Std. nach der letzen Nahrungsaufnahme - in einem Raum mit einer Temperatur von 20°C durchschnittlich benötigt.

Berechnung des Grundumsatzes eines erwachsenen Menschen

4 kJ x kg x 24 (Std.) = Grundumsatz

Lebensmittel (Definition)

Stoffe, die dazu bestimmt sind, von Menschen in unverändertem, zubereitetem oder verarbeitetem Zustand überwiegend zu Ernährungs- oer Genusszwecken gegessen, gekaut oder getrunken zu werden.

Leistungszuwachs (Definition)

Die Energie, die der Mensch für über die Ruhelage hinausgehende Leistung benötigt.

4 Leistungszuwachsgruppen (vereinfacht nach täglicher Arbeitsleistung)

Gruppe 1: leichte Arbeit 1,7 - 4,2 kJ

0,4 - 1,0 kcal

Gr. 2: mittelschwere A. 4,2 - 8,4 kJ

1,0 - 2,0 kcal

Gr. 3: schwere Arbeit 8,4 - 12,6 kJ

2,0 - 3,0 kcal

Gr. 4 schwerste Arbeit 12,6 u.m. kJ

über 3,0 kcal

Normalbedarf an Nahrungenergie (grobe Faustregel, Gruppen 1 und 2)

145 kJ (35 kcal) pro kg Körpergewicht

Broca-Index

Körperlänge (in cm) - 100

= Normalgewicht in kg

BMI

Body-Mass-Index

Körpergewicht (kg) : (Körperlänge (m))²

Nährstoffbedarf (nach Körpergewicht berechnet)

0,8 - 1,0 g Eiweiß

0,8 - 1,0 g Fett

4,0 - 6,0 g Kohlenhydrate

Mengenverhältnis der Hauptnährstoffe

55 - 60 % Kohlenhydrate

30 - 35 % Fette

12 - 15 % Eiweiß

Weitere notwendige Nahrungsbeatandteile (außer KH, F und E)

- Wasser (2-2,5 l in Getränken und Nahrungsmitteln)

- Faserstoffe (30 - 60 g)

- vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungsmittel

Kohlenhydrate

organische Verbindungen aus den Elementen:

- Kohlenstoff (C)

- Wasserstoff (H)

- Sauerstoff (O)

von Pflanzen aus Kohlendioxid und Wasser hergestellt (Photosynthese)

Einteilung der Kohlenhydtrate

- Einfachzucker (Monosaccharide)

- Zweifachzucker (Disaccharide)

- Vielfachzucker (Polysaccharide)

Monosaccharidarten

- Traubenzucker (Glucose)

- Fruchtzucker (Fructose)

- Schleimzucker (Galactose)

Disaccharidarten

- Rohr- und Rübenzucker

- Malzzucker (Maltose)

- Milchzucker (Lactose)

Polysaccharidarten

vor allem:

- Stärke

- Glycogen

- Zellulose

Stärke

- aus Amylose und Amylopektin

- kann von der Zelle (mit Enzymen) wieder zu Glucose abgebaut werden und dem Zellhaushalt zugeführt werden oder der Energiegewinnung und dem Aufbau anderer Stoffgruppen dienen

Dextrine

- Zwischenprodukt beim Abbau von Stärke

- in Wasser löslich

- schwach süßer Geschmack

- entstehen durch trockenes Erhitzen von Stärke

Glykogen

- das tierische Speicherkohlenhydrat

- vor allem in der Leber aus Glucose aufgebaut und gespeichert, in geringer Menge in der Muskulatur

- besteht aus verzweigten Polysaccharidketten (ca. 5000 Traubenzuckerreste)

- wird bei Bedarf zu Glucose abgebaut, die dem Organismus als Energiequelle dient

Zellulose

- bildet die Gerüstsubstanz der pflanzlichen Zellwände

- in Wasser unlöslich

- wird nicht von Verdauungssäften angegriffen

- ist unverdaulich

- regt als Ballaststoff die Darmperistaltik an

Inulin

- Polysaccharid des Fruchtzuckers

- dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Fruchtzucker

Bausteine und Abbau von Stärke, Dextrinen, Glykogen, Zellulose und Inulin

- Stärke, Dextrine, Glykogen und Zellulose sind aus Glucose als einzigem Baustein aufgebaut - beim Abbau wird daher ausschließlich Glucose erzeugt

- Inulin ist aus Fructose aufgebaut - beim Abbau wird ausschließlich Fructose erzeugt

Pektine

- Begleitstoff der Zellulose

- kommen auch im Saft reifender Früchte vor

- unlöslich in kaltem Wasser

- quellen sehr stark, bilden schnittfeste Gelees

- als Geliermittel verwendet

Hemizellulose

- Begleitstoff der Zellulose

- kommen in nahezu allen pflanzlichen Geweben vor

- in Wasser unlöslich

- quellen stärker als Zellulose, weniger stark als Pektine

- in der Nahrung wegen des guten Quellvermögens als Faserstoff von Bedeutung

Pflanzenschleime oder Pflanzengummi

- bekannteste: Alginate, Agar-Agar, Guar, Johnanisbrotkernmehl

- dienen in der Lebensmittelindustrie als Stabilisatoren und als Verdickungsmittel

Wie unterscheiden sich Vielfachzucker grundlegend von Einfach- und Doppelzuckern?

- schmecken nicht süß

- in Wasser nur schwer oder gar nicht löslich

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