Erd- und Produktionssysteme (Ernährungssysteme
ETH Zürich Studiengang: Umweltnaturwissenschaften Fach: EPS Prof: Lehmann & Sonnevelt
ETH Zürich Studiengang: Umweltnaturwissenschaften Fach: EPS Prof: Lehmann & Sonnevelt
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Lernkarten
Was ist ein Produktionssystem?
- System der Landwirte zur Ressourcennutzung und Arbeitsorganisation
- System der ländlichen Gemeinsachft zur Nutzung des ländlichen Raumes
Beispiele für Produktionssysteme
zwei kategorien, je 2 Bsp.
Extensive Produktionssysteme
- Extensive Weidewirtschaft in den Tropen
- Brachewirtschaft in den Tropen
Intensive Produktionssysteme
- Bio-Betrieb mit Gemüseproduktion
- Tiefland-Reisproduktion in Südost-Asien
Was sind Farming Systems?
ungleich Produktionssysteme
Eine Gruppe einzelner Betreibssysteme haben ähnliche Bedingungen was ihre Produktion betrifft (Grösse, Geschäftsmodell, Ressourcen, Haushaltsexistenz, Nöte) --> ähnliche Entwicklunsstrategien und Interventionen können helfen.
Was ist ein Anbausystem?
Untereinheit des Produktionssystems, fasst flächen zusammen Flächen welche die gleichen Fruchtfolge und Bewirtschaftungstechniken verwenden
Bsp: Maismonokultur mit Direktsaat
Was ist ein Tiererhaltungssystem?
Bei einer homogenen Tiergruppe:
Haltung, Fütterung, Genetische Ressourcen, Gesundheitsstrategie verwendet wird
Was sind Bewirtschaftungspläne
chronologische Abfolge der Gesamtheit der technischen Massnahmen welche auf Pflanzen angewendet werden
--> Wachstumsbedingungen kontrollieren, zur Erziehlung einer best. Produktion.
Was ist Ernährungssicherheit?
4 Säulen
Diese vier Säulen führen zur Ernährungssicherheit:
- Verfügbarkeit (Nachhaltige Produktion)
- Zugang (Physisch & monetär)
- Verwertung (Gesund & Hochwertig)
- Stabilität (Umwelt, Politik, Ökonomie)
Fakten zur Welternährung
~ 1 Mrd. Menschen an Kalorienmanko
34% der afrikanischen Bevölkerung (Süden der Sahara) sind unterernährt
2 Mrd. menschen zu wenig Mineralien/Vitamine
3 Leistungen von landwirt. Produktionssystemen
- sicherung der Plfanzenproduktion
- Umwandlungsfunktion (Rezykliene organ. Abfälle usw.)
- Einbau von C im Boden
Herausforderung der Produktionssysteme (bis 2050)
Steierung um 70% --> da mehr Menschen
- unter guten sozialen, ökonomischen, ökologischen Bedingungen
- Bewahrung Ressourcen --> für zukünftige Generationen
- Rücksicht auf Klimawandel
Bsp. um Wasser zu sparen
Produktionssystem beim Reis effizienter gestalten, Wasser gezielter einsetzten.
Neue wenig Wasser benötigende Sorten
Bodeneinschränkungen für die landwirtschaft
(3)
Schlechte Entwässerung
Alluminiumtoxizität (Stoppt Wurzelwachstum, vor allem in den Tropen bei sauren Böden)
Versauerung
Bodenerosion, einige Faktern
Vorallem in Südostasien ein Problem
Führt zu Dustbowls (USA, USA führend in der Bekämpfung der Bodenerosion)
Auch im schweizer Flachland ein Problem
Feine Bearbeitung --> mehr Erosion als Grobe
Was ist "Conservation Agriculture", was sind die Vorteile davon?
= konservierende Bodenbearbeitung (Direktsaat) + permanente Bodenbedeckung + Fruchtfolge
Vorteile:
- weniger Bodenerosion
- Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit (Bsp. Madagascar)
- Bodenstruktur wird nicht zerstört
Landwirtschaft als Ursache des Klimawandels
14% Prozent der Ausgestossenen Treibhausgase in CO2-eq in 2004 von Landwirtschaft (ohne Abholzung der Wälder!)
Betriebsgrösse
Europa, Nordamerika --> Farmgrössen nehmen zu
Asien, Afrika --> Farmgrössen nehmen ab (da früher im Kolonialismus nur grosse Betriebe, heute aufspaltung)
Wie wird Intensität beschrieben?
Verhältnis Input (1) zu Input (2), bsp: Dünger (1) zu Boden (2)
Intensive Produktion: (1) >> (2), Bsp. Viel Bewässerung pro Flächeneinheit
Extensive Produktion: (1) ~ / < (2), Bsp. Wenig Vorleistung --> Getreideproduktion in Australien
Was ist Produktivität?
Output/Input --> Produktionsmenge / Faktoraufwand
Einflussfaktoren der Produktivität?
- Veränderte Preisverhältnisse zwischen Produktion und Input
- Veränderung der Land und Ressourcenqualität
- Fortschritte in der Forschung
Was ist Wertschöfpfung?
= Gesamtleistung (GL) - Vorleistung (VL)
Grüne Revolution
Begann in den 1960er Jahren, drastischer Anstieg der Erträge, aber nicht für alle Produkte
Z.b. nicht für Kartoffeln oder Hirse
Damit einher ging der drastische Einsatz von Düngermitteln
Grüne Revolution nicht in Afrika
Ertragssteigerung
Ertragssteigerung laut Syngenta um bis zu 58% möglich.
durch bessere Sorten und bessere Anbaumethoden
Durch Produktionssteigerung fallen die Preise.
Wie hat sich die globale Produktion der Saaten imm Vergleich zu 1961 in bezug auf:
a) Hauptgetreide (weizen, mais, reis)
b)Grobkorn (Hirse)
c)Wurzel (Kartoffel, Maniok)
verändert?
die relative Produktion ist um
a) das 3fache
b) das 1.5fache
c) das 1.4fache
gestiegen
wichtigste Kulturpflanzen (4) + Bsp.
- Getreide (Weizen, Mais, Reis)
- Ölpflanzen (Raps, Soja, Palmöl)
- Knollen und Wurzelpflanzen (Kartoffeln, Maniok, Zuckerrüben, Yams)
- Futterpflanzen (Lolium perenne, Trifolium repens)
Nachhaltige Intensivierung
Risiko minimierung, ökologische Nachhaltigkeit
Ziele:
- Produktionssysteme und Ecosystems Services
- Bessere Effizienz der Inputs
- umsichtige Verwendung von endlichen Stoffen (Mineraldünger, fossile Brennstoffe)
- Förderung alternativer org. Substanz.
Schutz von Boden, Wasser Biodiversität
Verwendung von Landwirtschaftlichen Produkten
62 % als Nahrung
35% als Tiernahrung
3% Bioenergie, Saatgut usw
Verfügbarkeit von Land
Mehr als doppelt soviel Fläche wie heute könnte noch landwirtsch. genutzt werden.
Landnutzung
Unter dem Einfluss versch. Zwänge: Biodiversität, Biotreibstoffe, Urbanisation, Forest,
--> Landwirtschaftsland = knappe Ressource
Problem der Bodendegradation
Vielschichtiges globales Problem
- Bodenerosion: Wind/Wasser --> Verlust org. Substanz, Nährstoffen, Biodiversität, Wasserspeicherungsvermögen
- Nährstoffauswaschung: Reduktion org. Substanz und Nährstoffe --> verarmung des Bodens --> Produktionspotential
- Chemische Verunreinigung: --> Rückgang Produktivität
- Wasserknappheit --> Austrocknung
- Versalzung: unproduktive Böden --> Reduktion des Produktionspotential
Wachstum und Urbanisierung
bevölkerungswachstum in Afrika am Stärksten, in europa, russland, china abnehmend
Urbanisierung: heut 50% in Städten 2050 70%
Arme Regionen wachsen überproportional
Unterernährung / Hunger
1 mrd Menschen unterernährt (2009)
In Entwicklungsländern nahm der prozentuale Anteil von hungernden Menschen ab, während weltweit gsehen fast keine abnahme stattfand
in den letzten Jahren wieder zunahme
Absoluter und komparativer Vorteil
Opportunitätskosten
Absoluter Vorteil: kleinere Input-Menge für Produktion als Konkurenten
komparativer Vorteil: Möglichkeit Gegenstand im Verhältnis zu Konkurrenten günstiger herzustellen --> Opportunitätskosten sind geringer
Opportunitätskosten: worauf man verzichten muss um ein Gut herzustellen
Agrarhandel
Agrarhandel hat stark Zugenommen: Importe und Exporte. Importe druch china und Indien stark zugenommen
Variiert von Produkt zu Produkt, wer Hauptexporteur und Hauptimporteur ist:
- Getreide: siehe Bild
- Maise: Nord und Südamerika + Ostasien + Europa = Produzenten, USA + Südamerika + Europa= Exporte, Mexiko + Japan + Spanien Importe
- Sojabonen: Amerika ASien Produzent, Amerika Exporteur, Europa Asien Importeru
Virtuelles Wasser
Virtuelles Wasser ist Wasser welches zur Produktion von Gütern gebraucht wird (Wikipedia)
Virtuelles Wasser wird mit dem Handel über die ganze Welt verteilt. (Vorallem von Amerika nach Ostasien und umgekehrt
Welches sind die 3 WTO Prinzipein
Prinzip der Gegenseitigkeit: gegenseitige Zugeständnisse bei handelspolitischen Erleichterungen/Abkommen zweier Parteien
Prinzip der Meistbegünstigung: Handelserleichterungen generell für alle übrigen auch. Ausnahmen: Freihandelsabkommen, Zollpräferenzen für Entwicklungsländer
Prinzip der Inländerbehandlung: Ausländ. Waren gleich wie inländ. Waren. Gleiche Vorschriften für Inland und Importprodukt