Erd- und Produktionssysteme (Ernährungssysteme

ETH Zürich Studiengang: Umweltnaturwissenschaften Fach: EPS Prof: Lehmann & Sonnevelt

ETH Zürich Studiengang: Umweltnaturwissenschaften Fach: EPS Prof: Lehmann & Sonnevelt


Oliver Gross
Diese Lernkarten behandeln die komplexen Zusammenhänge von Erd- und Produktionssystemen im Kontext der Ernährungssysteme auf universitärem Niveau. Sie beleuchten die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft, Wasserknappheit und deren globale Verteilung, sowie die Herausforderungen der Nahrungsmittelsicherheit. Besonders betont werden die Produktionssysteme in Asien, Afrika und Amerika, einschließlich der Rolle von China und den USA. Die Karteikarten analysieren auch die Auswirkungen von Wohlstand auf den Nahrungsmittelkonsum und die damit verbundenen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen. Sie richten sich an Studierende und Forscher, die sich mit den physischen und ökonomischen Aspekten der Ernährungssysteme auseinandersetzen.
Karten
71
Lernende
19
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
09.06.2013 / 06.08.2017

Lernkarten

Was ist ein Produktionssystem?

- System der Landwirte zur Ressourcennutzung und Arbeitsorganisation
- System der ländlichen Gemeinsachft zur Nutzung des ländlichen Raumes

Beispiele für Produktionssysteme

zwei kategorien, je 2 Bsp.

Extensive Produktionssysteme

- Extensive Weidewirtschaft in den Tropen
- Brachewirtschaft in den Tropen

Intensive Produktionssysteme

- Bio-Betrieb mit Gemüseproduktion
- Tiefland-Reisproduktion in Südost-Asien

Was sind Farming Systems?

ungleich Produktionssysteme

Eine Gruppe einzelner Betreibssysteme haben ähnliche Bedingungen was ihre Produktion betrifft (Grösse, Geschäftsmodell, Ressourcen, Haushaltsexistenz, Nöte) --> ähnliche Entwicklunsstrategien und Interventionen können helfen.
 

Was ist ein Anbausystem?

Untereinheit des Produktionssystems, fasst flächen zusammen Flächen welche die gleichen Fruchtfolge und  Bewirtschaftungstechniken verwenden

Bsp: Maismonokultur mit Direktsaat

Was ist ein Tiererhaltungssystem?

Bei einer homogenen Tiergruppe:

Haltung, Fütterung, Genetische Ressourcen, Gesundheitsstrategie verwendet wird

Was sind Bewirtschaftungspläne

chronologische Abfolge der Gesamtheit der technischen Massnahmen welche auf Pflanzen angewendet werden

--> Wachstumsbedingungen kontrollieren, zur Erziehlung einer best. Produktion.

Was ist Ernährungssicherheit?

4 Säulen

Diese vier Säulen führen zur Ernährungssicherheit:

- Verfügbarkeit (Nachhaltige Produktion)

- Zugang (Physisch & monetär)

- Verwertung (Gesund & Hochwertig)

- Stabilität (Umwelt, Politik, Ökonomie)

Fakten zur Welternährung

~ 1 Mrd. Menschen an Kalorienmanko

34% der afrikanischen Bevölkerung (Süden der Sahara) sind unterernährt

2 Mrd. menschen zu wenig Mineralien/Vitamine

3 Leistungen von landwirt. Produktionssystemen

- sicherung der Plfanzenproduktion

- Umwandlungsfunktion (Rezykliene organ. Abfälle usw.)

- Einbau von C im Boden

Herausforderung der Produktionssysteme (bis 2050)

Steierung um 70% --> da mehr Menschen

- unter guten sozialen, ökonomischen, ökologischen Bedingungen
- Bewahrung Ressourcen --> für zukünftige Generationen
- Rücksicht auf Klimawandel

4 Arten von Bewässerung

Antwort

Bsp. um Wasser zu sparen

Produktionssystem beim Reis effizienter gestalten, Wasser gezielter einsetzten.
Neue wenig Wasser benötigende Sorten

Bodeneinschränkungen für die landwirtschaft

(3)

Schlechte Entwässerung

Alluminiumtoxizität (Stoppt Wurzelwachstum, vor allem in den Tropen bei sauren Böden)

Versauerung

Bodenerosion, einige Faktern

Vorallem in Südostasien ein Problem

Führt zu Dustbowls (USA, USA führend in der Bekämpfung der Bodenerosion)

Auch im schweizer Flachland ein Problem

Feine Bearbeitung --> mehr Erosion als Grobe

Was ist "Conservation Agriculture", was sind die Vorteile davon?

= konservierende Bodenbearbeitung (Direktsaat) + permanente Bodenbedeckung + Fruchtfolge

Vorteile:

- weniger Bodenerosion
- Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit (Bsp. Madagascar)
- Bodenstruktur wird nicht zerstört
 

Landwirtschaft als Ursache des Klimawandels

14% Prozent der Ausgestossenen Treibhausgase in CO2-eq in 2004 von Landwirtschaft (ohne Abholzung der Wälder!)

Betriebsgrösse

Europa, Nordamerika --> Farmgrössen nehmen zu

Asien, Afrika --> Farmgrössen nehmen ab (da früher im Kolonialismus nur grosse Betriebe, heute aufspaltung)

Wie wird Intensität beschrieben?

Verhältnis Input (1) zu Input (2), bsp: Dünger (1)  zu Boden (2)

Intensive Produktion: (1) >> (2), Bsp. Viel Bewässerung pro Flächeneinheit

Extensive Produktion: (1) ~ / < (2), Bsp. Wenig Vorleistung --> Getreideproduktion in Australien

 

Was ist Produktivität?

Output/Input --> Produktionsmenge / Faktoraufwand

Einflussfaktoren der Produktivität?

- Veränderte Preisverhältnisse zwischen Produktion und Input

- Veränderung der Land und Ressourcenqualität

- Fortschritte in der Forschung

BSP Produktivität

Antwort

Was ist Wertschöfpfung?

= Gesamtleistung (GL) - Vorleistung (VL)

 

Grüne Revolution

Begann in den 1960er Jahren, drastischer Anstieg der Erträge, aber nicht für alle Produkte

Z.b. nicht für Kartoffeln oder Hirse

Damit einher ging der drastische Einsatz von Düngermitteln

Grüne Revolution nicht in Afrika

 

Ertragssteigerung

Ertragssteigerung laut Syngenta um bis zu 58% möglich.
durch bessere Sorten und bessere Anbaumethoden

Durch Produktionssteigerung fallen die Preise.

Wie hat sich die globale Produktion der Saaten imm Vergleich zu 1961 in bezug auf:

a) Hauptgetreide (weizen, mais, reis)

b)Grobkorn (Hirse)

c)Wurzel (Kartoffel, Maniok)

verändert?

die relative Produktion ist um

a) das 3fache

b) das 1.5fache

c) das 1.4fache

gestiegen

wichtigste Kulturpflanzen (4) + Bsp.

- Getreide (Weizen, Mais, Reis)

- Ölpflanzen (Raps, Soja, Palmöl)

- Knollen und Wurzelpflanzen (Kartoffeln, Maniok, Zuckerrüben, Yams)

- Futterpflanzen (Lolium perenne, Trifolium repens)

 

Nachhaltige Intensivierung

Risiko minimierung, ökologische Nachhaltigkeit

Ziele:
- Produktionssysteme und Ecosystems Services
- Bessere Effizienz der Inputs
- umsichtige Verwendung von endlichen Stoffen (Mineraldünger, fossile Brennstoffe)
- Förderung alternativer org. Substanz.
Schutz von Boden, Wasser Biodiversität

Verwendung von Landwirtschaftlichen Produkten

62 % als Nahrung

35% als Tiernahrung

3% Bioenergie, Saatgut usw

Verfügbarkeit von Land

 

Mehr als doppelt soviel Fläche wie heute könnte noch landwirtsch. genutzt werden.

 

Landnutzung

Unter dem Einfluss versch. Zwänge: Biodiversität, Biotreibstoffe, Urbanisation, Forest,

--> Landwirtschaftsland = knappe Ressource

Problem der Bodendegradation

Vielschichtiges globales Problem

- Bodenerosion: Wind/Wasser --> Verlust org. Substanz, Nährstoffen, Biodiversität, Wasserspeicherungsvermögen

- Nährstoffauswaschung: Reduktion org. Substanz und Nährstoffe --> verarmung des Bodens --> Produktionspotential

- Chemische Verunreinigung: --> Rückgang Produktivität

- Wasserknappheit --> Austrocknung

- Versalzung: unproduktive Böden --> Reduktion des Produktionspotential

Wachstum und Urbanisierung

bevölkerungswachstum in Afrika am Stärksten, in europa, russland, china abnehmend

Urbanisierung: heut 50% in Städten 2050 70%

Arme Regionen wachsen überproportional

 

Unterernährung / Hunger

1 mrd Menschen unterernährt (2009)

In Entwicklungsländern nahm der prozentuale Anteil von hungernden Menschen ab, während weltweit gsehen fast keine abnahme stattfand

in den letzten Jahren wieder zunahme

Absoluter und komparativer Vorteil

Opportunitätskosten

Absoluter Vorteil: kleinere Input-Menge für Produktion als Konkurenten
komparativer Vorteil: Möglichkeit Gegenstand im Verhältnis zu Konkurrenten günstiger herzustellen --> Opportunitätskosten sind geringer

Opportunitätskosten: worauf man verzichten muss um ein Gut herzustellen

Wichtigste Nahrungsmittelexporteure

Antwort

Agrarhandel

Agrarhandel hat stark Zugenommen: Importe und Exporte. Importe druch china und Indien stark zugenommen

Variiert von Produkt zu Produkt, wer Hauptexporteur und Hauptimporteur ist:

- Getreide: siehe Bild

- Maise: Nord und Südamerika + Ostasien + Europa = Produzenten, USA + Südamerika + Europa= Exporte, Mexiko + Japan + Spanien Importe

- Sojabonen: Amerika ASien Produzent, Amerika Exporteur, Europa Asien Importeru

 

Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser ist Wasser welches zur Produktion von Gütern gebraucht wird (Wikipedia)

Virtuelles Wasser wird mit dem Handel über die ganze Welt verteilt. (Vorallem von Amerika nach Ostasien und umgekehrt

Handelshemmnisse

 

Antwort

WTO, 3 Prinzipein, 3 Säulen

Antwort

Welches sind die 3 WTO Prinzipein

Prinzip der Gegenseitigkeit: gegenseitige Zugeständnisse bei handelspolitischen Erleichterungen/Abkommen zweier Parteien

Prinzip der Meistbegünstigung: Handelserleichterungen generell für alle übrigen auch. Ausnahmen: Freihandelsabkommen, Zollpräferenzen für Entwicklungsländer

Prinzip der Inländerbehandlung: Ausländ. Waren gleich wie inländ. Waren. Gleiche Vorschriften für Inland und Importprodukt

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