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Einführung VWL

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Set of flashcards Details

Flashcards 41
Language Deutsch
Category Micro-Economics
Level University
Created / Updated 05.02.2015 / 11.09.2018
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1) Definieren Sie die Begriffe Bedürfnis, Mittel, Knappheit und Opportunitätskosten!

Bedürfnis: Psychologischer Spannungszustand, der das Bestreben auslöst diese Spannung abzubauen


Mittel (=ökonomisches Gut): Alles, was direkt oder indirekt der Bedürfnisbefriedigung dienen kann


Knappheit: Tatsache, dass die Mittel nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, um alle Bedürfnisse vollständig zu befriedigen. Knappheit liegt genau dann vor, wenn ein Zwang zur Aufteilung der Mittel auf alternative Verwendungsmöglichkeiten besteht.


Opportunitätskosten: Unter Opportunitätskosten versteht man den entgangenen Nutzen der nächstbesten, nicht gewählten Alternative.

Worin besteht ein ökonomisches Problem? Erläutern Sie das ökonomische Prinzip, nach welchen solche Probleme gelöst werden können?

Ökonomisches Problem: Folie 12; liegt vor, wenn Mittel knapp sind, d.h. auf unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten aufgeteilt werden müssen, sodass nicht alle Bedürfnisse vollständig befriedigt werden können

Ökonomisches Prinzip:

Maximal Prinzip: Mit gegebenen (begrenzten) Mitteln soll ein m¨oglichst hohes Zielniveau erreicht werden.

Minimalprinzip: Ein gegebenes Zielniveau soll mit m¨oglichst geringem Mitteleinsatz erfolgen

2) Erläutern Sie kurz, weshalb man auch Bildung, Gesundheit und innere Sicherheit als ökonomische Güter auffassen kann.

Bildung:
-Es ist ein Gut, weil es Nutzen stiftet (direkt oder indirekt als Produktionsmittel).
• Es ist ein ökonomisches, d.h. knappes Gut, weil für die Herstellung Ressourcen aufgewendet werden müssen (z.B. Unterrichtsmaterial, Lehrpersonal, Zeit), die anderen Verwendungsmöglichkeiten entzogen werden.
• Es müssen deshalb Allokationsentscheidungen getroffen werden (Wie viel Bildung soll produziert werden? Wer soll Zugang zum Bildungssystem erhalten?)

Innere Sicherheit:
• Es ist ein Gut, weil es Nutzen stiftet.
• Es ist ein ökonomisches, d.h. knappes Gut, weil für die Herstellung Ressourcen aufgewendet
werden müssen (z.B. Personal für Polizei und Justiz, Gebäude, Fahrzeuge),
die anderen Verwendungsmöglichkeiten entzogen werden.
• Es müssen deshalb Allokationsentscheidungen getroffen werden (Wieviel und auf
welchem Weg soll innere Sicherheit produziert werden?)

3) Gehen Sie von zwei Individuen aus, die jeweils eine Ressource für die Herstellung von Gut A und für Gut B verwenden können.
a. Zeichnen Sie zwei unterschiedliche Transformationskurven. Welche Aussage hat eine solche Kurve?

b. Begründen Sie, welches Individuum bei welchem Gut einen komparativen Vorteil hat.

c. Welche Vorteile ergeben sich durch Spezialisierung und Tausch?

a) Eine Transformationkurve stellt alle technisch effizient herstellbaren Güterbündel
dar. Die Steigung der Transformationskurve zeigt die Opportunitätskosten eines Gutes
an.

b) • Adam hat bei Gut A einen komparativen Vorteil, weil seine Opportunitätskosten (=
Verzicht auf Gütereinheiten B) hier geringer sind als bei Eva. Analog hat Eva einen
komparativen Vorteil bei Gut B.

c) Spezialisierungsvorteil: Durch Spezialisierung wird insgesamt ein größeres Güterbündel hergestellt. ----> Durch Tausch profitieren beide Individuen von dem Mehrprodukt

Eine arbeitsteilige Wirtschaft ist durch Spezialisierung und Tausch charakterisiert. Begründen Sie kurz, weshalb dies ökonomisch vorteilhaft ist. [7]
• Durch Spezialisierung auf Tätigkeiten, in denen man relativ produktiver ist als andere
(komparativer Vorteil ), kann bei gleichem Ressourceneinsatz mehr hergestellt werden
als bei Autarkie.
• Durch Tausch kann dann jeder ein größeres Güterbündel erhalten als bei autarker
Produktion.
 

3) Gehen Sie von zwei Individuen aus, die jeweils eine Ressource für die Herstellung von Gut A und für Gut B verwenden können.
a. Zeichnen Sie zwei unterschiedliche Transformationskurven. Welche Aussage hat eine solche Kurve?

b. Begründen Sie, welches Individuum bei welchem Gut einen komparativen Vorteil hat.

c. Welche Vorteile ergeben sich durch Spezialisierung und Tausch?

a) Eine Transformationkurve stellt alle technisch effizient herstellbaren Güterbündel
dar. Die Steigung der Transformationskurve zeigt die Opportunitätskosten eines Gutes
an.

b) • Adam hat bei Gut A einen komparativen Vorteil, weil seine Opportunitätskosten (=
Verzicht auf Gütereinheiten B) hier geringer sind als bei Eva. Analog hat Eva einen
komparativen Vorteil bei Gut B.

c) Spezialisierungsvorteil: Durch Spezialisierung wird insgesamt ein größeres Güterbündel hergestellt. ----> Durch Tausch profitieren beide Individuen von dem Mehrprodukt

Eine arbeitsteilige Wirtschaft ist durch Spezialisierung und Tausch charakterisiert. Begründen Sie kurz, weshalb dies ökonomisch vorteilhaft ist. [7]
• Durch Spezialisierung auf Tätigkeiten, in denen man relativ produktiver ist als andere
(komparativer Vorteil ), kann bei gleichem Ressourceneinsatz mehr hergestellt werden
als bei Autarkie.
• Durch Tausch kann dann jeder ein größeres Güterbündel erhalten als bei autarker
Produktion.
 

4) Was versteht man unter Allokation? Beschreiben Sie bei den folgenden Situationen das ökonomische Knappheitsproblem und den Allokationsmechanismus.

a. Es gibt eine Warteliste für Patienten, die ein neues Herz benötigen.
b. Im Jahr 2000 versteigerte der Staat UMTS-Lizenzen an Mobilfunkanbieter.
c. In 2011 lag der NC für das Medizinstudium in Thüringen bei 1,2.
d. Bio-Fleisch ist teurer als konventionell erzeugtes Fleisch.
e. Eltern zum Kind: „Mach jetzt deine Hausaufgaben statt Computer zu spielen!“
f. Schild im Bus: „Sitzplatz für Schwerbehinderte“

Allokation: Aufteilung knapper Mittel auf alternative, miteinander konkurrierende Verwendungsmöglichkeiten.

Allokationsmechanismus: Entscheiden nach bestimmten Kriterien, wer unter welchen Bedingungen Zugang zu den Mitteln bekommt und wer nicht.

a. Knapp sind Organe, Bedarf ist groß. Medizinische Kriterien bestimmen Wartelistenrang
b. Lizenzen sind knapp, Bewerber sind zahlreich. Gelöst durch: Auktion Zahlungsbereitschaft entscheidet
c. Knapp: Studienplätze, Viele Bewerber. NC bestimmt über Plätze, Kriterium: Note
d. Bedürfnis zu gut erzeugtem Fleisch; Angebot begrenzt. Preis- / Marktmechanismus bestimmt.
e. Knappes Gut: Zeit; Eltern bestimmen über Zeit
f. Knapp: Sitzplätze; Kriterium: Zugehörigkeit zu einer Gruppe (Quote)
 

Erläutern Sie die Rolle von Wettbewerb und Preisbildung für die Allokation knapper Mittel. Was versteht man in diesem Zusammenhang unter der Informationsfunktion von Preisen?

- Wissen um Produktionsmöglichkeiten und Bedürfnisse ist über viele Individuen verstreut (keine zentrale Instanz)

- Im Wettbewerb äußern Nachfrager ihre Zahlungsbereitschaft (Präferenzen) und Preissetzung der Anbieter orientiert sich u.a. an den Produktionskosten

- freiwilliger Tausch nur dann wenn wechselseitig vorteilhaft

---> Güter bei denen Marktpreis kleiner als Produktionskosten scheiden aus Markt aus

---> Güter, bei denen Gewinne entstehen, werden neue Anbieter in den Markt eindringen

---> Ressourcen werden in der Verwednung geteilt, die die Bedürfnisbefriedigung am ehsten erfüllen

---> Preise drücken die relative Knappheit aus = Informationsfunktion der Preise

Wettbewerb als Entdeckungsverfahren (NICHT KLAUSUR GEEIGNET – evtl. MC)
Charakterisieren Sie kurz diese Vorstellung v. Hayeks.
Welche Rolle spielt der Staat in dieser Konzeption?
Was ist ein zentraler Grund für die Probleme von Zentralverwaltungswirtschaften

In komplexen großen Gesellschaften ist das Wissen über (sich wandelnde) Bedürfnisse und (sich wandelnde) Produktionsmöglichkeiten über Millionen von Individuen verteilt.

Es besteht somit ein zentrales Informationsproblem darüber, was die ökonomisch bestmögliche Verwendung knapper Mittel sein könnte. Es gibt keine Institution mit überlegenem Wissen.

--->  Die massiven Probleme bzw. das Scheitern von Zentralverwaltungswirtschaften wird auf dieses Informationsproblem zurückgeführt.