EF Biologie Seeökologie

Zonierung horizontal und Vertikal, Abhängigkeiten, Nahrungsbeziehungen, Eutrophierung, kleiner Moossee

Zonierung horizontal und Vertikal, Abhängigkeiten, Nahrungsbeziehungen, Eutrophierung, kleiner Moossee


Anja Wenger
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Seeökologie und deren ökologische Zusammenhänge. Sie beleuchten Themen wie die Rolle von Produzenten, Konsumenten und Destruenten, den Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphatkreislauf, sowie die Auswirkungen von Temperatur, Sauerstoff und Nährstoffen auf Seen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Naturinteressierte, die sich mit den komplexen Wechselwirkungen in aquatischen Ökosystemen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
53
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
13.05.2016 / 15.05.2016

Flashcards

Zonierung Definition

  • räumliche Abfolge verschiedener Lebensräume
  • durch Ausprägung der Umweltfaktoren verursacht

Zonierung zum See

(nur Zonen)

  • Litoral (Uferzone)
    • Erlenbruchwald
    • Grossseggenried
    • Niedrigwasserlinie
    • Schilfzone
    • Schwimmpflanzenzone
    • Unterwasserpflanzenzone
    • Armleuchteralgenzone
  • Profundal (Tiefenbodenzone)
  • Über Profundal: Pelagial (Freiwasserzone)

    Literal und Profundal zusammen

    Benthal /Bodenzone

    Erlenbruchwald

    • Erlen und Weiden
    • Frösche und Molche

    Grossseggenried

    • Pflanzen: Seggen, Sumpfdotterblumen, Schwertlillie
    • Tiere:

    Schilfzone

    • Pflanzen: Schilf, Rohrkolben
    • Tiere: tw. Insekten in Jungstadien,
      • Brütende Vögel wie Drosselrohrsänger
      • Frösche, Molche
      • Greifvögel über dem Gebiet

    Schwimmpflanzenzone

    • Pflanzen: Teich- und Seerosen
      • haben Wurzeln unter Wasser aber Blüten darüber
    • Tiere: Insekten in Jungstadien
      • Haubentaucher (jagen Krebse, kleine Fische und Frösche)

    Unterwasserpflanzenzone

    • Pflanzen: Leichkraut-Arten, Wasserpest, Tausendblatt
    • Tiere: Fische, Schwäne, Blesshühner etc.

    Armleuchteralgenzone

    • Pflanzen: Armleuchteralgen
    • Tiere: Fische, Schwäne, Enten, Blesshühner etc.

    Profundal

    • Pflanzen: Nix, nix Licht, nix Fotosynthese, nix Planzen
    • Tiere: nur wenn sie mit extrem wenig Sauerstoff auskommen, Destruenten, Bakterien

    Pelagial

    • Pflanzen: :)
    • Tiere: Blesshühner, Schwäne

    Kleiner Moossee typische Vertreter der Zonen

    • Erlenbruchwald: Erlen, Weiden gloub ou
    • Grosseggenried: Sumpfdotterblumen, Brennesseln, Mädesüss
    • Schilfzone: Schilf
    • Schwimmpflanzenzone: Seerosen

    Kleiner Moossee

    Unterschiede zum Lehrbuch

    • überwiegende Schilfzone
    • kaum/keine Grossseggenried und Schwimmpflanzenzone
    • Bäume Nahe am Wasser (wie oben schon angetönt ;) )

    Erklärung für Unterschiede

    • Früher ein ganzer See
    • Gletschergebiet
    • Künstliche Eingriffe des Menschen (Steg)
    • Erlen nicht anspruchsvoll, kann auch nahe am Wasser bei sehr feuchtem Boden wachsen
    • Brennesseln als Indiz für Dünger der Landwirschaft (Stickstofflieferant)

    Vertikale Zonierung in Abhängigkeit mit dem Umweltfaktor Licht

    • Nährschicht /trophogene Schicht
    • Kompensationsebene
    • Zerrschicht/ tropholytische Schicht

    trophogene Schicht (Nährschicht)

    • oberste Schicht in der Fotosynthese betrieben werden kann (Sonneneinstrahlung genug)
    • Produktion von Sauerstoff und Biomasse
    • PS>ZA

    Kompensationsschicht

    • ,,nur Strich'', feine Linie zwischen oberer und unterer Schicht
    • Sauerstoffproduktion-, und verbrauch heben sich auf
    • PS=ZA

    tropholytische Schicht (Zehrschicht)

    • wenig/ kein Licht
    • keine Fotosynthese
    • Zersetzungsprozesse und Sauerstovverbrauch hoch
    • PS<ZA
    • Lebewesen:
      • nur wenn überleben bei sehr geringer Sauerstoffkonzentration möglich ist
      • Schlammröhrenwürmer, Bakterien, Destruenten (machen organisch zu anorganisch)

    Phytoplankton

    Pflanzen (Algen)

    machen Fotosynthese (verbrauchen CO2, stellen O2 her)

    in den Oberen Schichten des Wassers (trophogene Schichten)

    Zooplankton

    • Gesamtheit winzigkleiner, im Wasser lebender Tiere
    • ernähren sich von Phytoplankton
    • keine Fotosynthese
    • Nahrungsquelle für Fische

    Epilimion

    warmes Oberflächenwasser (OF)

    Hypolimion

    kaltes Tiefenwasser 

    Auswirkungen der Temperaturen auf  den See

    Sommer

    • Sommerstagnation
    • warmes OF Wasser auf kaltem Tiefenwasser (Emilinion auf Hypolimnion)
    • dazwischen sprunghafter Abfall der Temperatur (Sprungschicht)
    • Sauerstoff wird nach unten immer weniger

    Auswirkungen der Temperaturen auf  den See

    Herbst

    • Herbstzirkulation
      • durch Winde: OF Wasser und Tiefenwasserschichten werden bis zum Grund umgewälzt
    • Zusammenbruch der Temperaturschichtung
      • schwächere Sonneneinstrahlung
      • Wasser kühlt auf 4 Grad ab --> Dichte überall gleich
    • bei tiefen Seen: Umwälzungen über das ganze Winterhalbjahr
    • Sauerstoff zirkuliert mit: wird ,,überall verteilt''

    Auswirkungen der Temperaturen auf  den See

    Winter

    • Winterstagnation
    • Wassertemperatur unter 4 Grad --> Dichte sinkt, kaltes Wasser steigt an Oberfläche
      • durch windwarme Witterung entsteht eine Eisdecke
    • Oben viel Sauerstoff, unten drastisch weniger (aufgrund der Destruenten)

    Auswirkungen der Temperaturen auf  den See

    Frühling

    • Eisdecke schmiltzt
    • Wasser erwärmt sich wieder --> Dichteunterschiede führen wieder zu Zirkulationen

    Quellen des im Wasser gelösten O2

    • aus der Atmosphäre
    • von der Photosynthese der Wasserpflanzen & des Phytoplanktons

    oligotrophe Seen

    nährstoffarme Seen

    eutrophe Seen

    nährstoffreiche Seen

    Eutrophierung

    auch Überdüngung genannt

    Zunahme des Nährstoffsgehalts im Wasser

    --> spezielle Rolle Phosphor: meist der Stoff von dem es am wenigsten hat: es kann nur so lange Pflanzenmaterial produziert werden wie es Reserven vom am wenigsten enthaltenen Stoff im See hat

    Ursachen für die Eutrophierung der Seen

    v.a durch den Menschen verursacht; durch Bevölkerungszunahme und deren Tätigkeiten

    • Kunst-, und Hofdünger aus der Landwirschaft
    • häusliche, industrielle und gewerbliche Abwässer (Kanalisationen)
    • Waschmittelphosphate (Wasserenthärter)

    Nährstoffgehalt während des Jahres

    • Sommerstagnation: Wachstum und Vermehrung des Phytoplanktons
      • Verbrauch von Phosphor
      • abgestorbene Pflanzen-, Tierreste sinken auf Zerrschicht ab
      • werden durch Destruenten zersetzt (Mineralisierung)
      • Nährstoffe werden wieder frei, befinden sich v.a über dem Seegrund
    • Zirkulationsphasen:
      • Nährstoffe werden wieder herumzirkuliert
      • stehen dem Phytoplankton wieder zur Verfügung

    Je-desto Satz in Bezug auf die Nährstoffe im See

    Je höher die Mineralsalzkonzentration, desto höher ist die Produzentenmasse. Diese wiederum ist die Grundlage für eine Zunahme der Produzenten- und Destruentenbiomasse.

    Folgen von hoher Organismenzahl im See

    • Abnahme der Wasserdurchsichtigkeit
    • Veränderung der Wasserfarbe
    • Verarmung der Artenzahl
      • eine Art kann durch Algenblüten (Massenvermehrung einzelner Algenarten)
      • nur noch einzelne Spezialisten können sich vermehren
    • Phytoplanktonarten gehen zurück
      • halten extreme Bedingungen wie hohe Nährstoffkonzentrationen nicht aus

    --> Veränderung in der Produzentenstufe hat Auswirkungen auf die Zusammensetzung und Anzahl von Konsumenten und Destruenten

    See kippt um

    • zu starke Eutrophierung
    • sehr viel Biomasse
    • Destruenten brauchen bei der Mineralisierung sehr viel Sauerstoff (wird in grösseren Wassertiefen knapp)
    • Folge: nur noch anaerobe Bakterien können überleben, machen jedoch stark giftige Stoffwechselprodukte (v.a. schwefelhaltige Abfallprodukte)

    Biomasse

    organische Stubstanz

    Produzenten

    • autotrophe Organismen
    • können ihre Nahrung selber produzieren--> durch anorganische Stoffe
    • CO2 mit Licht zu Glucose
    • Glucose wird tw. mit mineralischen Bestandteilen umgebaut
    • alles für die im Organismus benötigten Substanzen oder für Zellatmung
    • Biomasse der Produzenten umfasst KH, Fette und Proteine --> ist energiereich
    • Basis der Nahrungskette

    Konsumenten

    • heterotrophe Organismen
    • nehmen organische Stoffe auf um wachsen zu können und Energie zu gewinnen--> kommen von den Produzenten
    • Bauen aufgenommene energiereiche organische Substanz tw. ab: für Körpersubstanz oder Zellatmung
    • Sauerstoff zu CO2 und Wasser (für ATP-Synthese)
    • Stufen von Konsumenten je nach Hauptnahrung

    Stufen von Konsumenten

    1. Ordnung: Vegetarier: fressen Produzenten

    2. Ordnung: fressen Pflanzenfresser

    Konsumenten 3./4./5. Ordnung: fressen Fleischfresser

    Destruenten

    • Bakterien und Pilze
    • heterotroph
    • Energiebedarf aus organischer Substanz: v.a tote Lebewesen und Abfällen anderer Organismen
    • Verbrauch: Sauerstoff in der Zellatmung
    • Produktion: bauen stickstoff-, phosphor-, mineralhaltige Bestandteile zu Nitrat, Phosphat und Mineralstoffen um --> Pflanzennährstoffe (Mineralisation)
    • Beseitigen organische Abfälle, rezyklieren sie (= stellen sie den Produzenten wieder zur Verfügung)

    Study