EF Biologie Seeökologie
Zonierung horizontal und Vertikal, Abhängigkeiten, Nahrungsbeziehungen, Eutrophierung, kleiner Moossee
Zonierung horizontal und Vertikal, Abhängigkeiten, Nahrungsbeziehungen, Eutrophierung, kleiner Moossee
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Cartes-fiches
Zonierung Definition
- räumliche Abfolge verschiedener Lebensräume
- durch Ausprägung der Umweltfaktoren verursacht
Zonierung zum See
(nur Zonen)
- Litoral (Uferzone)
- Erlenbruchwald
- Grossseggenried
- Niedrigwasserlinie
- Schilfzone
- Schwimmpflanzenzone
- Unterwasserpflanzenzone
- Armleuchteralgenzone
- Profundal (Tiefenbodenzone)
- Über Profundal: Pelagial (Freiwasserzone)
Literal und Profundal zusammen
Benthal /Bodenzone
Erlenbruchwald
- Erlen und Weiden
- Frösche und Molche
Grossseggenried
- Pflanzen: Seggen, Sumpfdotterblumen, Schwertlillie
- Tiere:
Schilfzone
- Pflanzen: Schilf, Rohrkolben
- Tiere: tw. Insekten in Jungstadien,
- Brütende Vögel wie Drosselrohrsänger
- Frösche, Molche
- Greifvögel über dem Gebiet
Schwimmpflanzenzone
- Pflanzen: Teich- und Seerosen
- haben Wurzeln unter Wasser aber Blüten darüber
- Tiere: Insekten in Jungstadien
- Haubentaucher (jagen Krebse, kleine Fische und Frösche)
Unterwasserpflanzenzone
- Pflanzen: Leichkraut-Arten, Wasserpest, Tausendblatt
- Tiere: Fische, Schwäne, Blesshühner etc.
Armleuchteralgenzone
- Pflanzen: Armleuchteralgen
- Tiere: Fische, Schwäne, Enten, Blesshühner etc.
Profundal
- Pflanzen: Nix, nix Licht, nix Fotosynthese, nix Planzen
- Tiere: nur wenn sie mit extrem wenig Sauerstoff auskommen, Destruenten, Bakterien
Pelagial
- Pflanzen: :)
- Tiere: Blesshühner, Schwäne
Kleiner Moossee typische Vertreter der Zonen
- Erlenbruchwald: Erlen, Weiden gloub ou
- Grosseggenried: Sumpfdotterblumen, Brennesseln, Mädesüss
- Schilfzone: Schilf
- Schwimmpflanzenzone: Seerosen
Kleiner Moossee
Unterschiede zum Lehrbuch
- überwiegende Schilfzone
- kaum/keine Grossseggenried und Schwimmpflanzenzone
- Bäume Nahe am Wasser (wie oben schon angetönt ;) )
Erklärung für Unterschiede
- Früher ein ganzer See
- Gletschergebiet
- Künstliche Eingriffe des Menschen (Steg)
- Erlen nicht anspruchsvoll, kann auch nahe am Wasser bei sehr feuchtem Boden wachsen
- Brennesseln als Indiz für Dünger der Landwirschaft (Stickstofflieferant)
Vertikale Zonierung in Abhängigkeit mit dem Umweltfaktor Licht
- Nährschicht /trophogene Schicht
- Kompensationsebene
- Zerrschicht/ tropholytische Schicht
trophogene Schicht (Nährschicht)
- oberste Schicht in der Fotosynthese betrieben werden kann (Sonneneinstrahlung genug)
- Produktion von Sauerstoff und Biomasse
- PS>ZA
Kompensationsschicht
- ,,nur Strich'', feine Linie zwischen oberer und unterer Schicht
- Sauerstoffproduktion-, und verbrauch heben sich auf
- PS=ZA
tropholytische Schicht (Zehrschicht)
- wenig/ kein Licht
- keine Fotosynthese
- Zersetzungsprozesse und Sauerstovverbrauch hoch
- PS<ZA
- Lebewesen:
- nur wenn überleben bei sehr geringer Sauerstoffkonzentration möglich ist
- Schlammröhrenwürmer, Bakterien, Destruenten (machen organisch zu anorganisch)
Phytoplankton
Pflanzen (Algen)
machen Fotosynthese (verbrauchen CO2, stellen O2 her)
in den Oberen Schichten des Wassers (trophogene Schichten)
Zooplankton
- Gesamtheit winzigkleiner, im Wasser lebender Tiere
- ernähren sich von Phytoplankton
- keine Fotosynthese
- Nahrungsquelle für Fische
Epilimion
warmes Oberflächenwasser (OF)
Hypolimion
kaltes Tiefenwasser
Auswirkungen der Temperaturen auf den See
Sommer
- Sommerstagnation
- warmes OF Wasser auf kaltem Tiefenwasser (Emilinion auf Hypolimnion)
- dazwischen sprunghafter Abfall der Temperatur (Sprungschicht)
- Sauerstoff wird nach unten immer weniger
Auswirkungen der Temperaturen auf den See
Herbst
- Herbstzirkulation
- durch Winde: OF Wasser und Tiefenwasserschichten werden bis zum Grund umgewälzt
- Zusammenbruch der Temperaturschichtung
- schwächere Sonneneinstrahlung
- Wasser kühlt auf 4 Grad ab --> Dichte überall gleich
- bei tiefen Seen: Umwälzungen über das ganze Winterhalbjahr
- Sauerstoff zirkuliert mit: wird ,,überall verteilt''
Auswirkungen der Temperaturen auf den See
Winter
- Winterstagnation
- Wassertemperatur unter 4 Grad --> Dichte sinkt, kaltes Wasser steigt an Oberfläche
- durch windwarme Witterung entsteht eine Eisdecke
- Oben viel Sauerstoff, unten drastisch weniger (aufgrund der Destruenten)
Auswirkungen der Temperaturen auf den See
Frühling
- Eisdecke schmiltzt
- Wasser erwärmt sich wieder --> Dichteunterschiede führen wieder zu Zirkulationen
Quellen des im Wasser gelösten O2
- aus der Atmosphäre
- von der Photosynthese der Wasserpflanzen & des Phytoplanktons
oligotrophe Seen
nährstoffarme Seen
eutrophe Seen
nährstoffreiche Seen
Eutrophierung
auch Überdüngung genannt
Zunahme des Nährstoffsgehalts im Wasser
--> spezielle Rolle Phosphor: meist der Stoff von dem es am wenigsten hat: es kann nur so lange Pflanzenmaterial produziert werden wie es Reserven vom am wenigsten enthaltenen Stoff im See hat
Ursachen für die Eutrophierung der Seen
v.a durch den Menschen verursacht; durch Bevölkerungszunahme und deren Tätigkeiten
- Kunst-, und Hofdünger aus der Landwirschaft
- häusliche, industrielle und gewerbliche Abwässer (Kanalisationen)
- Waschmittelphosphate (Wasserenthärter)
Nährstoffgehalt während des Jahres
- Sommerstagnation: Wachstum und Vermehrung des Phytoplanktons
- Verbrauch von Phosphor
- abgestorbene Pflanzen-, Tierreste sinken auf Zerrschicht ab
- werden durch Destruenten zersetzt (Mineralisierung)
- Nährstoffe werden wieder frei, befinden sich v.a über dem Seegrund
- Zirkulationsphasen:
- Nährstoffe werden wieder herumzirkuliert
- stehen dem Phytoplankton wieder zur Verfügung
Je-desto Satz in Bezug auf die Nährstoffe im See
Je höher die Mineralsalzkonzentration, desto höher ist die Produzentenmasse. Diese wiederum ist die Grundlage für eine Zunahme der Produzenten- und Destruentenbiomasse.
Folgen von hoher Organismenzahl im See
- Abnahme der Wasserdurchsichtigkeit
- Veränderung der Wasserfarbe
- Verarmung der Artenzahl
- eine Art kann durch Algenblüten (Massenvermehrung einzelner Algenarten)
- nur noch einzelne Spezialisten können sich vermehren
- Phytoplanktonarten gehen zurück
- halten extreme Bedingungen wie hohe Nährstoffkonzentrationen nicht aus
--> Veränderung in der Produzentenstufe hat Auswirkungen auf die Zusammensetzung und Anzahl von Konsumenten und Destruenten
See kippt um
- zu starke Eutrophierung
- sehr viel Biomasse
- Destruenten brauchen bei der Mineralisierung sehr viel Sauerstoff (wird in grösseren Wassertiefen knapp)
- Folge: nur noch anaerobe Bakterien können überleben, machen jedoch stark giftige Stoffwechselprodukte (v.a. schwefelhaltige Abfallprodukte)
Biomasse
organische Stubstanz
Produzenten
- autotrophe Organismen
- können ihre Nahrung selber produzieren--> durch anorganische Stoffe
- CO2 mit Licht zu Glucose
- Glucose wird tw. mit mineralischen Bestandteilen umgebaut
- alles für die im Organismus benötigten Substanzen oder für Zellatmung
- Biomasse der Produzenten umfasst KH, Fette und Proteine --> ist energiereich
- Basis der Nahrungskette
Konsumenten
- heterotrophe Organismen
- nehmen organische Stoffe auf um wachsen zu können und Energie zu gewinnen--> kommen von den Produzenten
- Bauen aufgenommene energiereiche organische Substanz tw. ab: für Körpersubstanz oder Zellatmung
- Sauerstoff zu CO2 und Wasser (für ATP-Synthese)
- Stufen von Konsumenten je nach Hauptnahrung
Stufen von Konsumenten
1. Ordnung: Vegetarier: fressen Produzenten
2. Ordnung: fressen Pflanzenfresser
Konsumenten 3./4./5. Ordnung: fressen Fleischfresser
Destruenten
- Bakterien und Pilze
- heterotroph
- Energiebedarf aus organischer Substanz: v.a tote Lebewesen und Abfällen anderer Organismen
- Verbrauch: Sauerstoff in der Zellatmung
- Produktion: bauen stickstoff-, phosphor-, mineralhaltige Bestandteile zu Nitrat, Phosphat und Mineralstoffen um --> Pflanzennährstoffe (Mineralisation)
- Beseitigen organische Abfälle, rezyklieren sie (= stellen sie den Produzenten wieder zur Verfügung)