Steuern

Maximilian Starke
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Maximilian Starke
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Unternehmensbesteuerung auf Universitätsniveau. Sie beleuchten die verschiedenen Steuerarten, ihre Funktionen und Auswirkungen auf Unternehmen, wie etwa die Umsatzsteuer und ihre Rolle bei Kaufentscheidungen. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen direkter und indirekter Besteuerung sowie die Bedeutung von Bemessungsgrundlagen und Steuersätzen. Besonders nützlich sind sie für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit den steuerlichen Aspekten von Unternehmen vertraut machen möchten.
Karten
11
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
18.12.2013 / 09.09.2018

Lernkarten

Welche Steuern zahlen ein Unternehmen wie die Peter Pollmann Pumpen AG und seine Eigentümer?

 

- Körperschaftsteuer
- Einkommensteuer
- Umsatzsteuer
- Gewerbesteuer
- ...

Beachten: 
Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer sind Erhebungsformen der Einkommensteuer

Definition der Steuer

Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.

--> "Lenkungssteuern" sind (angeblich) nicht auf die Erzielung von Einnahmen ausgerichtet.

Begriffsdefinitionen
 

Steuerobjekt (Steuergegenstand):
Tatbestand, an den die Steuerpflicht anknüpft
("was wird besteuert")

Bemessungsgrundlage: B
Mengen- oder Wertgröße, die den Umfang des Steuerobjekts quantifiziert
("wieviel ist zu versteuern")

Steuertarif: S = T(B)
Funktion (oder andere Darstellung), die jeder Ausprägung der Bemessungsgrundlage die zugehörige Steuerschuld zuordnet.

Durchschnittssteuersatz: T(B) / B
Der Durchschnitssteuersatz ist derjenige Steuersatz, mit dem die Bemessungsgrundlage im Durchschnitt belastet wird.

Grenzsteuersatz: T´(B)
Der Grenzsteuersatz ist derjenige Steuersatz, mit dem die jeweils letzte marginale Einheit der Bemessungsgrundlage belastet wird.

Beispiel:
Lediger, zu versteuerndes Einkommen von B = 40.000€

T(B) / B = 22,46%            T´(B) = 36,10 %
 

Steuerarten bzw. Einteilungskriterien

- Empfänger:
Wem fließt die Steuer zu?

- Anknüpfung im betrieblichen Leistungsprozess:
An welcher Stelle im betrieblichen Leistungsprozess fällt die Steuer an?

- Art der Bemessungsgrundlage:
Welche Größen werden besteuert?

- direkte vs. indirekte Steuern:
Wie wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erfasst?

direkte und indirekte Steuern

siehe Bild

Steueraufkommen in Deutschland nach Steuerarten (2012)

Quelle: Statistisches Bundesam

Funktionen von Steuern

- Finanzierungsfunktionen
- Lenkungsfunktion (z.B. Umweltschutz)
- sozialpolitische Zwecke (z.B. Umverteilung)
- wirtschaftspolitische Zwecke (z.B. Stärkung von Konsum)

Steuerbelastung von Unternehmen

Steuerqouten ausgewählter deutscher Unternehmen
(= Steuern / Ergebnis vor Steuern)

Eigen- oder Fremdfianzierung?

- Leinensack Fashion PG benötigt 3.000.000 € zur Finanzierung weitere investition (s. Kapitel 8)
- Zusätzliches Eigenkapital oder Fremdkapital (z.B. langfristiger Kredit der Bank) aufnehmen?
- Welche Unterschiede bestehen aus steuerlicher Sicht für Unternehmen und Kapitalgeber?

Einfluss von Steuern auf Kaufentscheidungen

Situation:
- K ist bereit, für das Produkt X 110€ zu bezahlen
- bei dem Unternehmen V fallen für die Herstellung von X Kosten in Höhe von 100€ an.

ohne Umsatzsteuer:
V verkauft X an K zu einem Preis zwischen 100 und 110€.

mit Umsatzsteuer (19%):
V verlangt einen Preis von mindestens 100*1,19=119€.
--> K verzichtet auf den Kauf von X
--> beidseitiger Wohlfahrtszuwachs entfällt
--> Steuern werden auch nicht eingenommen

Erläutere das Problem der Verdrängung von Konsum.

Monika kann malen, möchte gut essen.
Kristina kann kochen, möchte ihren Garten neu anlegen.
Gisela kann gärtnern, möchte ihr Arbeitszimmer neu streichen lassen.

--> Tauschringe (z.B. Nachbarschaftshilfe, Seniorenhilfe, Barter-Clubs (gewerblich)

Idee: 
Koordinationsmechanismus des Geldes wird ersetzt durch Informations- und Verrechnungssystem.

Probleme: 
- Vertrauen
- Informationskosten, Transaktionskosten
- Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage

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