Steuern
Set of flashcards Details
| Summary | Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die direkten Steuern in der Schweiz, insbesondere bis Seite 49. Sie behandeln zentrale Themen wie die Bemessungsperiode, Steuererklärungen, Abzüge und die verschiedenen Tarife für Alleinstehende, Verheiratete und Eltern. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Steuerberater, Finanzexperten und Privatpersonen, die ihre Steuererklärungen selbstständig erstellen möchten, da sie detaillierte Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen und praktischen Anwendungen liefern. |
|---|---|
| Flashcards | 188 |
| Students | 68 |
| Language | Deutsch |
| Category | Finance |
| Level | Other |
| Created / Updated | 02.05.2015 / 14.11.2025 |
| Weblink |
https://card2brain.ch/box/direkte_steuern_teil_1_bis_seite_49
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| Embed |
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Kombi-Abzug für Versicherungsprämien und Zinsen von Sparkapitalien: Achtung - Die massgebenden Beträge findet man in DBG Art. 33 Abs. 1 lit. g und Abs. 1bis. Es handelt sich um Maximalbeträge. Selbst wenn man nachweisen kann, ...
...dass mehr gezahlt wurde, darf man nur diese Maximalbeträge abziehen.
Krankheits-, Unfall- und behinderungsbedingte Kosten:
DBG Art. 33 Abs. 1 lit. h und h bis - Solche Kosten können Sie nur in Abzug bringen, wenn Sie sie selber tragen, d.h. wenn keine Versicherung Ihnen diese zurückerstattet (z.B. Krankenkasse). Für Krankheits- und Unfallkosten (nicht für behinderungsbedingte Kosten) gilt zudem, dass Sie nur denjenigen Teil abziehen dürfen, der höher ist als 5% von Ihren Nettoeinkünften (Nettoeinkünfte = Einkünfte abzüglich Gewinnungskosten und allgemeine Abzüge).
Nicht abzugsfähige Kosten:
DBG Art. 34
- Lebenshaltungskosten: Essen und Trinken, Kleider, Miete, Ferien, Kosten für ein Hobby und für besuchte Freizeitveranstaltungen, aber auch die Steuern und Bussen.
- Ausbildungskosten (in Abgrenzung zu den berufsbedingten Bildungskosten)
- Wertvermehrende Kosten: Auslagen, die einen Mehrwert von Gegenständen schaffen, z.B. Investitionen für wertvermehrende Ausbauten von Liegenschaften.
Was sind Sozialabzüge?
Sozialabzüge sind Abzüge von Ausgaben, die eigentlich zu den nicht abzugsfähigen Lebenshaltungskosten gehören, aus sozialen Gründen aber trotzdem gewährt werden. Es handelt sich um Pauschalbeträge (d.h. höhere Abzüge sind nicht zulässig). Die Höhe der gegenwärtig geltenden Pauschalbeträge findet man in DBG Art. 35.
Es gibt drei Sozialabzüge:
- Kinderabzug
- Unterstützungsabzug
- Abzug für Verheiratete
Kinderabzug: Die steuerpflichtige Person kann den Pauschalbetrag...
...für jedes Kind, das im gleichen Haushalt lebt, vornehmen, solange es am Ende des Steuerjahrs noch nicht volljährig ist. Danach kann der Kinderabzug nur noch geltend gemacht werden, wenn das Kind noch in beruflicher oder schulischer Ausbildung steht und es auf die Leistungen der zahlenden Person angewiesen ist. Bei alternierender elterlicher Sorge (geschiedene oder getrennte Ehe, das Kind befindet sich teilweise beim Vater, teilweise bei der Mutter) wird der Kinderabzug bei der direkten Bundessteuer hälftig auf beide Eltern aufgeteilt, sofern keine Alimente gezahlt werden.
Unterstützungsabzug: Dieser Abzug ist zulässig für steuerpflichtige Personen, die...
...erwerbsunfähige oder beschränkt erwerbsfähige, ausserhalb des Haushaltes lebende Personen unterstützen, sofern Unterstützungsbeiträge gezahlt werden, die mindestens die Höhe des Pauschalbetrags erreichen. Sind die Beiträge tiefer, darf kein Unterstützungsabzug vorgenommen werden.
Abzug für Verheiratete: Alle in ungetrennter Ehe lebenden und daher gemeinsam veranlagten Ehegatten...
... können einen zusätzlichen Abzug vornehmen. Dies gilt auch für nicht erwerbstätige Ehegatten (Rentnerehepaare) - DBG Art. 35 Abs. 1 lit. c.
Steuermass: Berechnung des tatsächlichen geschuldeten Steuerbetrags: Dazu dient:
- DBG Art. 36 Abs. 1 - Höchster Tarif. Er gilt für Alleinstehende ohne Kinder (Grundtarif oder Alleinstehendentarif)
- DBG Art. 36 Abs. 2 - Günstigere Verheiratetentarif, der für (in ungetrennter Ehe lebende) Verheiratete ohne Kinder (bzw. für eingetragene Partnerschaften ohne Kinder) angewendet wird.
- DBG Art. 36 Abs. 2bis - Günstigste Elterntarif. Dieser gilt für alle Steuerpflichtigen, die mit Kindern oder unterstützungsbedürftigen Personen zusammenleben.
Der Elterntarif besteht darin, dass zuerst...
...die Steuerbelastung (Betrag auf der Steuerrechnung) gemäss dem Verheiratetentarif ausgerechnet und danach vom an sich geschuldeten Steuerbetrag den im Gesetzestext genannten Betrag pro Kind in Abzug gebracht wird. Der Tarif bei der direkten Bundessteuer ist stark progressiv ausgestaltet. Das bedeutet: wer mehr verdient, zahlt nicht nur frankenmässig, sondern auch prozentual (vom Einkommen) mehr Steuern.
Wo ist die zeitliche Bemessung geregelt?
DBG Art. 40ff und in der Verordnung über zeitliche Bemessung bei der direkten Bundessteuer.
In der ganzen Schweiz gilt als einzig zulässiges System die einjährige Gegenwartbemessung:
- Gegenwartbemessung heisst, dass die Steuerperiode (die Zeit, für die die Steuer geschuldet ist) identisch mit der Bemessungsperiode ist - DBG Art. 41 Abs. 1
- Einjährige Steuerperiode bedeutet, dass (für die natürliche Person) die Steuerperiode dem Kalenderjahr entspricht - DBG Art. 40 Abs. 1. Das sehen Sie daran, dass Sie jedes Jahr eine Steuererklärung einreichen müssen.
Was ist die Bemessungsperiode?
Die Bemessungsperiode ist der Zeitraum, in dem das der Steuerberechnung zu Grunde liegende Einkommen erzielt wird.
Weshalb kann die Steuererklärung nicht für das aktuelle Jahr ausgefüllt werden?
Da man erst nach Ablauf der Steuerperiode weiss, welches Einkommen man erzielt hat. Im Frühling reicht man jeweils die Steuererklärung für das vergangene Jahr ein.
Wie erfolgt die Rechnungsstellung für die geschuldete Steuer?
Man zahlt bereits im Steuerjahr selber die erste Steuerrechnung für das laufende Jahr. Es handelt sich hierbei allerdings erst um eine Akonto-Zahlung (provisorische Rechnung), die später, nachdem man im Folgejahr die Steuererklärung eingereicht hat und die Steuerverwaltung diese geprüft hat, durch eine definitive Rechnung ersetzt wird.
Wann kann man sich mit einer Einsprache zur Wehr setzen?
Auf die definitive Rechnung, wenn man mit der Rechnung oder der Veranlagung der Steuer nicht einverstanden ist. Gegen provisorische Rechnungen gibt es kein Rechtsmittel (d.h. keine Möglichkeit, z.B. an ein Gericht zu gelangen). Trotzdem lassen viele Steuergemeinden mit sich reden, wenn einem eine provisorische Rechnung zu hoch ausgefallen ist.
Achten Sie darauf, dass in einigen Kantonen die provisorische Rechnung bereits als definitiver Rechtsöffnungstitel gilt. Die (provisorische) Forderung kann...
...an diesen Orten also von der Steuerverwaltung über den Betreibungsweg eingezogen werden.
Wie werden Veränderungen der Steuerpflicht innerhalb der Steuerperiode behandelt (Teil 1)?
- Wer im Laufe dieses Jahres volljährig wird (d.h. den 18. Geburtstag feiert), muss bereits für dieses (ganze) Jahr eine Steuererklärung einreichen (Art. 5 Abs. 1 der Verordnung).
- Bei Heirat wird das Ehepaar (für die direkte Bundessteuer) bereits im Heiratsjahr gemeinsam veranlagt - DBG Art. 42 Abs. 1. Bei Scheidung, gerichtlicher oder tatsächlicher Trennung werden beide Partner bereits im Scheidungs- bzw. Trennungsjahr separat veranlagt - DBG Art. 42 Abs. 2.
Wie werden Veränderungen der Steuerpflicht innerhalb der Steuerperiode behandelt (Teil 2 - Kantonswechsel)?
Beim Kantonswechsel darf der Zuzugskanton, d.h. derjenige Kanton, in dem Sie am Ende des Jahres wohnen, das ganze Jahr besteuern. Haben Sie im alten Kanton bereits Akonto-Zahlungen geleistet, so müssen diese zurückerstattet oder verrechnet werden (DBG Art. 105 Abs. 1 für die direkte Bundessteuer und StHG Art. 4b Abs. 1 für die kantonale Steuer). Hinweis: Diese Regelung gilt nicht unbedingt beim Umzug von einer Gemeinde in die andere innerhalb des gleichen Kantons! Wie in diesem Fall besteuert wird, entscheidet jeder Kanton selber (innerkantonales Recht)!
Wie werden Veränderungen der Steuerpflicht innerhalb der Steuerperiode behandelt (Teil 3 - Beim Tod)?
Beim Tod einer steuerpflichtigen Person sowie beim Auslandwegzug endet die Steuerpflicht am Tag des Todes bzw. am Wegzugstag. Dementsprechend beginnt die Steuerpflicht von Neuzuziehenden aus dem Ausland an dem Tag, an welchem sie in die Schweiz ziehen - DBG Art. 8 Abs. 2 bzw. Art. 42 Abs. 3.
Von wem und aufgrund von was werden die direkten Steuern erhoben?
Direkte Steuern werden direkt vom Steuerpflichtigen aufgrund seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhoben. So werden bspw. besser Verdienende aufgrund der sogenannten Steuerprogression nicht nur frankenmässig, sondern auch prozentual stärker mit der Einkommenssteuer belastet als Steuerpflichtige mit geringem Einkommen.
Wie werden indirekte Steuern ausgelöst?
Durch bestimmte Vorgänge oder Handlungen des Steuerpflichtigen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird nicht berücksichtigt. So zahlt jeder, der raucht, pro Paket Zigaretten dieselbe Tabaksteuer.
Vereinfacht ausgedrückt, verstehen wir unter direkten Steuern solche, die direkt aus...
...einer Grösse und nicht über eine Hilfsgrösse berechnet werden.
Arten von direkten Steuern:
- Einkommenssteuer
- Vermögenssteuer
- Gewinnsteuer
- Kapitalsteuer
- Grundstückgewinnsteuer
Arten von indirekten Steuern:
- Mehrwertsteuer
- Verrechnungssteuer
- Erbschafts- und Schenkungssteuer
- Weitere Steuerarten z.B. Stempelabgaben (Emmissionsabgabe, Umsatzabgabe, Versicherungsstempel) oder die besonderen Verbrauchssteuern (Biersteuer, Tabaksteuer, Schnapssteuer...)
Dieser Steuer unterliegt der Zufluss von Geld oder von Gütern, d.h. nicht das, was Sie bereits besitzen, sondern das, was Sie neu erhalten (Lohn, Gewinn) oder Erträge aus Ihrem Vermögen (Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen).
Einkommenssteuer
Dieser Steuer unterliegt alles, was Sie bereits besitzen (Geld, Sachen, usw.), so z.B. der Wert einer Ihnen gehörenden Eigentumswohnung oder der Kontostand Ihrer Bankkonten am Ende des Jahres.
Vermögenssteuer
Diese Steuer fällt nur bei juristischen Personen an. Mit dieser Steuer werden die neu zufliessenden Mittel (der Gewinn des Geschäftsjahres) erfasst.
Gewinnsteuer - Die Gewinnsteuer entspricht der Einkommenssteuer bei natürlichen Personen
Dieser Steuer unterstehen juristische Personen. Diese entspricht der Vermögenssteuer bei den natürlichn Personen, indem die juristische Person ihr bereits vorhandenes Eigenkapital (Vermögen) versteuert: Güter also, die ihr nicht neu zufliessen, sondern die bereits vorhanden sind.
Kapitalsteuer
Wenn Sie eine private Liegenschaft mit Gewinn verkaufen, so unterliegt dieser Gewinn einer Steuer. Diese Steuer ist eine kantonale Steuer.
Grundstückgewinnsteuer
Hierbei handelt es sich um eine kantonale indirekte Steuer, die auf unentgeltlichen Vermögensübergängen erhoben werden kann.
Erbschafts- und Schenkungssteuer
Sicherungssteuer, die sicherstellen soll, dass die Steuerpflichtigen gewisse Einkünfte ordnungsgemäss versteuern. Diese Steuer wird bei gewissen Vermögenserträgen (Dividenden, Bankzinsen) abgezogen und bei der Steuerverwaltung deponiert. Es ist die einzige Steuer, die zurückerstattet wird.
Verrechnungssteuer
Dieser Steuer unterliegt der steuerpflichtige Umsatz. Von dieser Umsatzsteuer kann die Vorsteuer abgezogen werden. Da der geschuldete Steuerbetrag nicht direkt aus dem Gewinn der Unternehmung berechnet wird, liegt eine indirekte Steuer vor.
Mehrwertsteuer
Rechtsquellen - Die wichtigsten Bundesgesetze sind folgende:
- Das DBG (Bundesgesetz über die direkten Steuern)
- Das StHG (Steuerharmonisierungsgesetz)
- Das VStG (Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer)
Rechtsquellen - zwei wichtige Internet-Homepages:
- www.estv.admin.ch : Eidgenössische Steuerverwaltung (EStV) - aktuellsten Ausgaben der wichtigen Bundesgesetze für alle Steuerarten
- www.steuerkonferenz.ch : Schweizerische Steuerkonferenz - Links zu sämtlichen kantonalen Steuerverwaltungen und weitere Nebengesetzgebung und auch Dokumentationen zum neuen Lohnausweis
Das DBG (Bundesgesetz über die direkten Steuern):
Sowohl auf Bundesebene als auch auf der Ebene der Kantone und Gemeinden wird eine Einkommenssteuer erhoben. Im DBG finden Sie die Regeln über die Einkommenssteuer, die - grösstenteils - dem Bund zusteht (daher der Name direkte Bundessteuer). Auch die Gewinnsteuer für die juristischen Personen ist im DBG geregelt.
Das StHG (Steuerharmonisierungsgesetz):
Auch dieses Gesetz ist ein Bundesgesetz, in dem es jedoch um kantonale Steuern geht (Einkommenssteuer, Vermögenssteuer, Grundstückgewinnsteuer sowie Gewinn- und Kapitalsteuer bei juristischen Personen). Wesentlich ist, dass das Steuerharmonisierungsgesetz eine Art vereinfachtes kantonales Steuergesetz ist, das den kleinsten gemeinsamen Nenner für alle kantonalen Steuergesetze bildet. Das bedeutet, dass alles, was im Steuerharmonisierungsgesetz steht, von allen Kantonen in die kantonalen Steuergesetze übernommen werden muss.
Das VStG (Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer):
Hier finden Sie die Regeln über die Erhebung der Verrechnungssteuer (wer muss unter welchen Voraussetzungen wofür die Verrechnungssteuer abliefern?) sowie die Regeln für deren Rückforderung (wer kann unter welchen Voraussetzungen, wann und wie die Verrechnungssteuer zurückfordern?).
Welche Elemente sind notwendig für ein Steuerrechtsverhältnis oder anders gefragt: Was alles braucht es, damit das Steuerwesen vollständig und korrekt funktioniert?
- Steuerhoheitsgebiet: ein Gemeinwesen, das berechtigt ist, Steuern zu erheben
- Steuersubjekt: Ist diejenige Person, die mit der Steuerverwaltung abrechnet
- Steuerobjekt: Ist der Tatbestand, der die Besteuerung auslöst
- Steuerberechnungsgrundlage: Es muss festgelegt werden, was wie hoch besteuert wird = sogenannte sachliche Bemessung und wann es besteuert wird = sogennante zeitliche Bemessung
- Steuermass: Die Berechnung des geschuldeten Steuerbetrags
Steuerhoheitsgebiet - In der Schweiz sind - je nach Steuerart - der Bund, die Kantone oder die Gemeinden Steuerhoheitsgebiete
Die Einkommenssteuer (für natürliche Personen) und die Gewinnsteuer (für juristische Personen) müssen für...
...alle drei Hoheitsgebiete gezahlt werden, wobei die Steuerrechnung für Kantons- und Gemeindesteuern gemeinsam gestellt wird (in vielen Kantonen "Staats- und Gemeindesteuerrechnung" genannt). Die Rechnung für die direkte Bundessteuer wird hingegen separat gestellt.
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