Digestionstrakt MGL450
Ausbildung NHP
Ausbildung NHP
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Cartes-fiches
Aufgaben Verdauungstrakt
- Verdauung
- Resorption
- Ausscheidung
Abschnitte und Organe des Verdauungstrakts
- Oberer
- Mund
- Pharynx
- Ösophagus
- Mittlerer
- Magen
- Dünndarm (Duodenum, Jejunum- Leerdarm, Ileum- Krummdarm)
- Unterer
- Dickdarm
- Rektum
- Anus
- zugehörige Verdauungsdrüsen
- Speicheldrüsen
- Leber
- Gallenblase
- Pankreas
Definiton Bauchraum, Bauchhöhle, Bauchfell
- Bauchraum
- Raum vom Zwerchfell bis zum Beckeneingang
- besteht aus Bauchhöhle + Retroperitonealraum
- Bauchhöhle
- vom Bauchfell ausgekleideter Teil (in sich geschlossener Sack)
- Bauchfell (Peritoneum)
- Dünne Haut, überzieht die in der Bauchhöhle (intraperitonealen) Organe-Eingeweideblatt (Peritoneum viscerale)
- wandständiges Blatt (Peritoneum parietale)
- Retroperitonealraum
- hinter dem Bauchfell liegend
Nenne vier charakteristische Eigenschaften von Enzymen
- besitzen eine gewaltige katalytische Aktivität (schneller Ablauf)
- wirken hochspezifisch (können nur eine ganz bestimmte Reaktion beschleunigen)
- werden nur in kleinen Mengen im Körper benötigt (da sie sich nicht selbst verbrauchen)
- Reaktionen sind von Temperatur und ph-Wert abhängig
Organe der Mundhöhle (Cavum oris)
- Zunge
- Zähne
- Gaumen
- Mundschleimhaut
Schleimhaut der Mundhöhle
- mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel, ab Lippenrot mehrschichtig verhornt
Gaumen
- Harter Gaumen
- liegt vorne, Grundlage Oberkiefer und Gaumenbeine
- Weicher Gaumen
- liegt hinten, quer gestreifte Muskulatur und BG, auch als Gaumensegel bezeichnet, hängt über Zungengrund, mittig Zäpfchen
Aufgaben der Zunge (Lingua)
- Muskelorgan (Bewegung und Transport Nahrung)
- Sprachorgan (Mithilfe bei Lautbildung)
- Sinnesorgan (durch Geschmacksknospen, Tastorgan)
- Abwehrorgan (lymph. Gewebe)
Gebiss
- 20 Milchzähne (Milchgebiss), 6M-2Lj.
- 32 Erwachsenenzähne (Dauergebiss) 6.Lj.-12.Lj.
- 4 Kieferhälften, enthalten jeweils 8 Zähne
- 2 Schneidezähne
- 1 Eckzahn
- 2 Backenzähne
- 3 Mahlzähne (inkl. Weisheitszahn)
- 4 Kieferhälften, enthalten jeweils 8 Zähne
Zähle die 4 paarigen Kaumuskeln auf!
- Masseter, "Kaumuskel", (M. masseter)
- Schläfenmuskel (M. temporalis)
- Innerer Flügelmuskel
- Äusserer Flügelmuskel (Öffner)
Lage und Charakteristik der drei paarigen Speicheldrüsen
- Ohrspeicheldrüse
- Vor und unter dem Ohr, zw. Masseter & Haut, Grösste der 3 Drüsen, mündet gegenüber 2.oberer Mahlzahn in Wangenwand, rein seröses Sekret
- Unterkieferdrüse
- Innenseite Unterkiefer, Ausführungsgang mündet unter Zunge, neben Zungenbändchen. Sero-muköses Sekret
- Unterzungendrüse
- Auf Mundbodenmuskulatur, mehrere Ausführungsgänge münden beidseits unterhalb Zunge. Zähes muköses Sekret
5 Inhaltsstoffe des Speichels
- Wasser
- Amylase (Enzym das KH spaltet)
- Muzine (Schleim)
- Lysozym (antibakteriell)
- Versch. Salze (z.B. Fluorid-Ionen)
Aufgaben des Speichels
- Befeuchtung Nahrung
- Lösung von Geschmacksstoffen in Wasser
- Beginn Kohlenhydratverdauung
- Antibakt. Wirkung und Spülfunktion
Schluckvorgang beschreiben
- Willkürliche Zungenbewegung, Beförderung in Rachen
- Nasenraum wird verschlossen, durch Anhebung des Gaumensegels
- Luftröhre wird verschlossen, durch Kehldeckel
- Nahrung wird durch Kontraktion Schluckmuskulatur in Speiseröhre befördert
Nenne die Lage der drei physiologischen Engstellen der Speiseröhre.
3 Engstellen
- oberer Oesophagussphincter (Speiseröhrenmund)
- Aortenenge
- unterer Oesophagussphincter (Zwerchfellenge)
Allgemeiner Wandaufbau des Verdauungskanals
- Schleimhaut (Mucosa)
- Bindegewebige Verschiebeschicht (Submucosa)
- Muskelschicht (Muscularis)
- Bindegewebiger Überzug (Adeventitia oder Serosa mit Bachfellüberzug)
Der Vorgang des Erbrechens
- beim Erbrechen gelangt der Bissen in der Speiseröhre nicht in Richtung Magen, sodnern wird nach oben Richtung Mund transportiert:
- max. Einatmung⇒ Unterdruck im Brustraum⇒ Mithilfe der Bauchpresse⇒ Entleerung über Mund
- vom Zentrum im verlängerten Mark gessteuert
Aufgaben des Magens (Gaster, Ventriculus, Stomachus)
- 1,5 Liter Fassungsvermögen
- Vorübergehende Speicherung Speisen & Weitergabe an Dünndarm
- Vernichtung schädl. Stoffe
- Vorb. Verdauung durch Proteindenaturierung mittels Salzsäure
- Verflüssigung der Nahrung
- Beginn Proteinverdauung
- Prod. Intrinsic Factor für die Resorption von Vit. B12
Lage und Form des Magens
- 20cm langer Schlauch, Hohlmuskel
- Fassungsvermögen ca. 1.5l
- im Oberbauch zwischen Leber und Milz
- hinten liegt Pankreas auf
- oben Diaphragma
- unten Kolon
Aufbau der Magenwand (histologisch)
- 4 Schichten
- Bauchfell (Peritoneum)- liegt intraperitoneal
- Muskelschicht (Muscularis)- besthet aus 3 Schichten
- Bindegwebige Verschiebeschicht (Submucosa)
- Schleimhaut (Mucosa)
- bei leerem Magen Längsfalten
- einreihiges Zylinderepithel, produziert zähen Schleim
- grübschenförmige Einsenkungen= Magendrüsen (prod. Magensaft und gastrointestinale Hormone)
5 Inhaltsstoffe des Magensafts
- Wasser
- Verdünnung, Verteilung
- Muzine
- Schutz vor Selbstverdauung
- Intrinsic Factor
- Aufnahme Vit. B12
- Salze, Salzsäure
- Denaturierung Proteine, Vernichtung Bakterien, Aktivierung Enzyme: Pepsinogen ⇒ Pepsin
- Enzyme: Pepsinogen⇒ durch HCl in aktives Pepsin umgewandelt
- Spaltung der langen Aminosäureketten der Proteine in Bruchstücke
Hauptnerv des Magen-Darm-Trakts
- Nervus vagus
3 Phasen der Magensaftregulation
- Kephale Phase (vom Hirn gesteuert)
- Anblick, Geruch stimulieren reflektorisch via N. vagus die Magensaftproduktion
- Gastrische Phase (Magenphase)
- Ausschüttung Gastrin - regt Magendrüsen zur HCl und Pepsinogen Prod. an
- durch Gewürze & Genussmittel wird Gastrinprod. gesteigert
- Intestinale Phase (Dünndarmphase)
- der Übertritt von stärker angesäuerter Nahrung in Dünndarm setzt Sekretin & andere Hormone frei -> hemmen HCl Prod.
Abschnitte des Dünndarms
- 3-6m lang
- Duodenum
- Jejunum
- Ileum
2 Aufgaben des Dünndarms
- Abbau der Nährstoffe zu Einfachbausteinen
- Resorption dieser, der übrigen Nharungsbestandteile und des Wassers über die Schleimhaut in die Blut- und Lymphgefässe
Wo mündet der Gallen- und Pankreasgang ins Duodenum
- in den absteigenden Teil des Duodenums⇒ "Vater-Papille" (Papilla duodeni major)
6 Inhaltsstoffe des Dünndarmsafts
- Wasser
- Schleimstoffe (Muzine)
- Bicarbonat (pH 8-9, eher basisch)
- Verdauungsenzyme
- Dipeptidasen
- Disaccharidasen (Maltase, Lactase, Sccharase)
- Enterokinasen (Enteropeptidasen), ktiviert noch inaktive Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse
8 Abschnitte des Dickdarms (Intestinum crassum)
- Blinddarm (Caecum) mit Wurmfortsatz (Appendix vermiformis)
- Grimmdarm (Colon)
- aufsteigender (Colon ascendens)
- quer verlaufender (Colon transversum)
- absteigender (Colon descendens)
- S-förmige Schlinge (Colon sigmoideum)
- Mastdarm bzw. Enddarm (Rectum), der mit dem After (Anus) endet
Allgemeiner Aufbau des Dickdarms im Vergleich zum Dünndarm
- Länge 1,5m (Dünndarm 3-6m)
- Durchmesser 5-8cm (Dünndarm 2,5-4cm)
Mündungsstelle des Dünndarms in den Dickdarm
- an Einmündungsstelle entstehen 2 Schleimhautfalten
- Bauhin- Klappe bzw. Ileocoecalklappe
- lassen Darminhalt in regelmässigen Abständen in Richtung Dickdarm passieren
- Ventilwirkung verhindert Rückfluss ins Ileum
Aufgabe des Appendix vermiformis (Wurmfortsatz)
- "Darmmandel", voll mit Lymphfollikeln, erfüllt Abwehraufgaben
Welche drei anatomischen Strukturen dienen dem Verschluss des Afters?
5 Aufgaben des Dickdarms
- Rückresorption von Wasser und Elektrolyten (Eindickung des Darminhalts)
- Bakterieller Abbau von Nahrungsresten
- Schleimproduktion (Gleitfähigkeit)
- Weitertransport und Ausscheidung des Darminhaltes
- Abwehraufgaben (Appendix und Lymphfollikel)
Darmflora
- Gesamtheit der Mikroorganismen, die physiologischerweise im Darm leben