Diabetets Typ 2
M. Leitner
M. Leitner
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Flashcards
Beschreibe die Prävalenz von DM Typ 2 bis 2030?
- 360'000'000 Erkrankugnen auf der ganzen Welt im 2030 jetzt bei 171'000'000
- 4-6%
- In der Schweiz lebende: 350'000 - 630'000
- (Kosten pro Pat. -> 8000.-)
- (Gesamtkosten -> 2800 - 5040 Mio.)
Welche Länder sind im Vergleich besonders betroffen? (10)
- Indien
- China
- USA
- Indonesien
- Japan
- Pakistan
- Russland
- Brasilien
- Italien
- Bangladesch
Erkläre die Wortbedeutung von DM!
- diabaino: Hindurchfliessen -> Harnflut als Leitsymptom
- mellitus: mit Honig versüsst
Vor dem 20. Jahrhundert war Diabetes Typ 2 eine seltene Erkrankung
Welche Formen von DM gibt es? (4)
- Typ 1 -> früher juvenile Diabetes
- Typ 2 -> Altersdiabetes
- Andere spezifische Typen (endokrine Erkrankung, Pankreas-Affektion)
- Gestationsdiabetes
Nenne Ursachen für Diabetes Typ 1 (5)
insulinabhängiger Diabetes IDDM (insulin dependent diabetes mellitus) / 5-10%
Absoluter Insulinmangel
Ursachen:
- Erbkrankheit
- Autoimmunerkrankung
- idiopathisch
Beta-Zellen des Pankreas werden durch das immunsystem zerstört deshalb kommt es von einer mangelhaften Insulinsekretion zum absoluten Insulinmangel
Nenne Ursachen für DM Typ 2 (
nicht insulinabhängiger Diabetes NIDDM (non insulin dependent diabetes mellitus)
Relativer Insulinmangel
Ursache:
Zu Beginn produziert der Pankreas zuviel Insulin -> Rezeptoren reagieren nicht = Insulinresistenz (= verminderte Insulinsensitivität)
In welchem Normbereich sollte der Blutzucker sein?
Norm: 4.5 - 6.7 mmol/l
- Nüchtern: 3.3 - 5.6 mmol/l
- Postprandial: 5.7 - 7.8 mmol/l
Hyperglykämie: >8 - 10 mmol/l
Hypoglykämie: < 4 mmol/l
Welche Symptome treten bie einem DM Typ 2 auf? (10)
- Müdigkeit
- Schlechte Wundheilung
- Gewichtsverlust
- häufiges Wasserlassen
- immer hungrig
- Sexual Probleme
- Vaginalinfektionen
- immer durstig
- Unscharfsehen
- Taubheit oder Kribbeln von Händen und Füssen
Wie Entsteht der DM Typ 2 ? (6)
- Neigung wird vererbt , nicht jeder mit der Veranlagung erkrankt
- Entwicklung durch Wohlstandsfaktoren: Bewegungsmangel, Übergewicht, Metabolisches Syndrom
- Abnahme der Insulinempfindlichkeit, Pankreas produziert weiterhin vermehrt Insulin
- Teufelskreis: hoher Insulinspiegel -> Insulinempfindlichkeit sinkt -> relativer Insulinmangel -> Blutzuckersenkende Medis -> Insulinproduzierende Zellen des Pankreas erschöpft -> Insulin spritze
- Entwicklung schleichend, über Jahrzehnte
- oft bereits spezifische Folgeerkrankungen
- Erhöhtes Risiko für cardiovaskuläre Erkrankungen
Was passiert mit den Kohlenhydraten im Körper?
- Energielieferant -> intensive Belastung, kurze Aktivität
- Nach dem Essen:
- Kleiner Teil wird sofort verbraucht
- nicht benötigte Glukose in Form von Glykogen (in Leber und Muskelzellen) oder als Fett gespeichert.
- Blutzucker tief:
- Speicher in Lber angezapft, Leber zertrennt Glykogen zu Glykose gibt ins Blut ab (Glykogenolyse)
Wie werden die Kohlenhydrate gespeichert ? (3)
Glukose welche nicht von der Leber aufgenommen wird, gelangt über den Blutkreislauf zu Muskeln und Fettgewebe
- Muskelzellen nehmen Glukose mittels Insulin auf -> direkt als Glykogen oder in Fett umgewandelt und als Fett gespeichert
- Fettzellen: nehmen Glukose auf, wandeln diese um und speichern sie als Fette
Welche Wirkung hat das Insulin? (6)
- Senkt den Blutzuckerspiegel
- Wenn Blutzucker ansteigt produziert Bauchspeicheldrüse verstärkt Insulin
- "Speichersignal" sämtliche Speichervorgänge wrden gefördert (Glukose, Fett)
- Ohne Insulin können Muskel-, Fettzellen dem Blut keine Glukose entnehmen (Zelloberfläche durchlässig für Glukose, Blutzucker sinkt)
- Insulin hemmt die Freisetzung von Kohlenhydraten ins Blut und Freisetzung von Fetten aus Fettdepots
- Gehrinzellen sind "insulinunabhängig" ohne Insulin kann man Glukose aus dem Blut aufnehmen
Welche Wirkung hat das Glukagon? (3)
- "Gegenspieler" des Insulins -> im Pankreas produziert
- Erhöht den Blutzuckerspiegel
- "Hungersignal" des Körpers: bei Mangel an Glukose ins Blut abgegeben -> gespeicherte Energieträger werden mobilisiert : -> Leber gibt Glukose ins Blut ab, Fettdepots des Körpers werden angezapft
Welches sind Risikofaktoren für die Entstehung von Diabetes? 7
- Übergewicht
- Inaktivität, Bewegungsmangel
- Genetische Disposition
- Alter > 45 J.
- Metabolisches Syndrom
- Frauen nach SS - Diabetes
- Bluthochdurck, Dyslipidämie
Komplikationen bei unbehandeltem DM? 5
- Nephropathien
- Angiopathien
- Retinopahtien
- Neuropathien
- Schlechte Wundheilung
Was bewirkt die körperliche Aktiviät bei DM Typ 2? 11
- Verbesserte Insulinsensivität
- Tieferer BZ während und nach KA
- Tiefere Insulinkonzentration
- Tieferer Insulintagesbedarf
- Tieferer HbA1c
- besseres Lipidprofil
- Besserung einer milden bis mässigen arteriellen Hypertonie
- Erhöhter Energiebverbrauch
- Kraft und Beweglichkeit steigt
- Besseres Allgemeinbefinden und Lebensqualität
- Besserer Stoffwechsel
Erläutere kurz den Circulus vitiosus der Insulinresistenz
- Zellen verhungern weil keine Glucose aufgenommen werden kann
- Betazellen im Pankreas realisieren das und porduzieren Insulin
- Insulin wird vom Rezeptor nicht als Schlüssel erkannt -> Hyperglykämie, Hyperinsulinämie
- Irgendwann stell Pankreas seine Insulinproduktion ein
- Überschüssige Glucose wird in Körperfett umgewandelt -> Fettdepot -> Übergewicht
- Körperfett nimmt zu -> Hyperlipidämie -> begünstigt Hypertonie, Gefässveränderungen, HKL-Problem -> Metabolisches Syndrom
Nach 3 Tagen ist der Effekt wieder vorbei deswegen ist regelmässige Aktivität wichtig
Was bedeutet Insulinsensitivät? 3
- Insulinempfindlichkeit der Muskel-, Fettzellen ist erhöht
- Zelloberfläche ist durchlässig für Glucose
- Für gleiche Menge Glucose aufzunehmen braucht es weniger Insulin der bedarf sinkt
Welche Risiken hat körperlich Aktivität beim DM? 4
- Periphere Polyneuropathie -> Verletzungen an Beinen und Füssen (kontrollieren)
- Ungewohne KA -> Manifestation KHK (bis zum MI)
- BD schwankungen -> wenn schlecht eingestellt
- Retionpathie, Nephropathie -> durch hohe Trainingsintens. oder Sprungübung verschlechtert