EMP
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Lernkarten
menschliche Einflussfaktoren (auf die Umsetzung des Prozessplan)
- implizites Vorwissen
- individuelle Lösungsstrategien
- Persönlichkeitsmerkmale
- Aktuelles Befinden
- Erfahrungen
- Motivation
- Persönliche Entwicklungsziele
- Interkulturelle Einflüsse
Kreativität ist ...
... die Fähigkeit, Artefakte oder nichtdingliche Objekte zu schaffen, die sowohl neu als auch nützlich und brauchbar sind
4PU-Modell
- Prozess
- Person
- Problem
- Umwelt
- Produkt
4PU (kreativer Prozess)
Vorbereitung:
- Informationen sammeln
Inkubation:
- nicht bewusste Verarbeitung von Informationen, unwillkürlichen Aktivierungen lösungsrelevanter Verbindungen
Eingebung (Heureka!):
- zunächst noch vage und wenig ausgearbeitete Lösungsideen werden dem Bewusstsein unvorhergesehen zugänglich
Überprüfung:
- die Lösung wird in eine überprüfbare Form gebracht, getestet und umgesetzt
4PU (Person)
Kreativität und Intelligenz werden häufig miteinander in Beziehung gesetz:
- Hohe Kreativität erfordert Intelligenz
- Hohe Intelligenz bedingt nicht zwangsweise hohe Kreativität
- wesentlicherer Faktor für das Zustandekommen kreativer Prozesse ist die persönliche Motivation
- Intrinsische Motivation, d. h. innere Motivation ohne äußeren Druck oder äußere Anreize, ist besonders förderlich für den kreativen Prozess (bspw. spielerisches Arbeiten)
- Setzen externer Stimuli (finanzielle Anreize) oder Sanktionen bzw. Fristen vermindert die kreative Leistung im Vergleich zu intrinsischer Motivation
4PU (die Aufgabe bzw. das zu lösende Problem)
- Auseinandersetzung mit Problem während Inkubation im Unterbewusstsein
- Voraussetzung ist die Erkenntnis wo das Problem liegt
- Problemsensibilität und -analyse
- Redefinition des Problem zur Lösung
- Flexibilität und Umstrukturierung, Verlassen gewohnter Denkschemata, Wechsel der Bezugssysteme und variable Verwendung von Informationen
4PU (Umwelt/Medium)
- Umwelt kann „Bausteine“ für kreative Denkprozesse zur Verfügung stellen
- Stimuli können helfen, Gedächtnisinhalte zu aktivieren
- Stimulierendes Milieu und spielerische Handlungsräume wirken förderlich auf kreativen Prozess
- Kontextwechsel / aktive Veränderung der Umwelt können kreative Prozesse stimulieren
- menschliche Arbeitsgedächtnis ist begrenzt, es kann nur ca. 7 (+/- 2) Informationseinheiten speichern --> (off-loading) --> mehr Informationen für kreativen Prozess
4PU (Das kreative Produkt)
Kreative Produkte:
- Artefakte oder nichtdingliche Objekte, Lösungen, neue Prozesse
- sowohl neu als auch nützlich und brauchbar,
- d. h. der Aufgabe angemessen
- werden häufig als originell, überraschend und unüblich bezeichnet
Einschätzung des kreativen Wertes eines Produkts ist schwierig, kein objektives Maß
Verschiedene Bewertungsmethoden versuchen, Kreativität zu operationalisieren
- Fragebogen Creative Product Semantic Scale
- Test Schöpferisches Denken - Zeichnerisch
Kennzeichen von Erfahrung (Einfluss der Erfahrung auf den PEP)
- an eine Person gebunden
- Routinisierung: Übersetzen abstrakter Anforderungen in konkrete Anwendungskontexte
- Entwicklung kontextuell angepasster Wahrnehmungs- und Handlungsmuster
- Individuelles Erfassen von Anforderungen durch Umdeutung bzw. Redefinition
- Erkennen der wichtigen Merkmale einer Aufgabe
- Hohe Aufmerksamkeit gegenüber kritischen Ereignissen
- Fähigkeit zur Bewältigung nicht intendierter Ereignisse
Unterschiede zwischen Anfängern und Fortgeschritten
Anänger:
- Anfänger mit methodischer Ausbildung neigen dazu, methodisch stufenweise ablauforientiert vorzugehen
- mehr Lösungen (divergent), benötigen mehr Zeit, können den Lösungsraum dadurch ggf. sehr gründlich abschreiten
Erfahrene:
- teilproblemorientiert zu arbeiten --> Erfahrungsschatz, kennen eine Reihe von möglichen Teillösungen und sehen sich auch in der Lage, diese rasch einzusetzen
- verhältnismäßig schnell zu einem konkreten Ergebnis --> Gefahr, erst zu relativ spätem Zeitpunkt Probleme (bspw. mangelnde Funktionsfähigkeit im Zusammenwirken) zu erkennen
- ähnliche Teillösungen (was häufig nicht wirtschaftlich ist)
Tätigkeiten im PEP (Planen)
Tätigkeiten der Produktplanung:
- Analyse der Situation und Aufstellen der Suchstrategien
- Finden und Auswahl von Produktideen
Ideenfindung: Workshops sind wirkungsvolle Methode zur Generierung neuer Produktideen:
- Teilnehmer: Mitarbeitern verschiedener Abteilungen, Kunden, Zulieferer
Einsatz intuitiver Methoden (kreativ)
- Brainstorming
- Kreativitätstechniken
Einsatz diskursiver Methoden (analytisch)
- Ordnungsschemata
- morphologischen Kasten
Wichtig:
- Abgrenzung vom Tagesgeschäft
- Keine Bewertung und Auswahl
Tätigkeiten im PEP (Konzipieren)
Tätigkeiten der Produktkonzeption:
- Festlegen der Anforderungen
- Abstrahieren zum Erkennen der wesentlichen Probleme
- Aufstellen der Funktionsstrukturen
- Suchen von Wirkprinzipien, Kombinieren zur Wirkstruktur
- Auswahl und Konkretisierung von Lösungsvarianten --> Bewertung
- Festlegen des Lösungsprinzips
Wirkprinzipien in der Produkt-Neuentwicklung:
- Einsatz intuitiv betonter Methoden / Kreativitätstechniken (kreativ)
- Literatur- und Patentrecherchen
- Erfahrungen aus früheren Entwicklungen
- Systematische Kombination von Lösungsvariaten (analytisch)
Vorgehen abhängig von:
- Aufgabe bzw. Anteil zu lösender Problemen
- Mentalität, Fähigkeiten, Erfahrungen des Ingenieurs
- Vorfixierungen durch Produktplanung oder Kunden
Tätigkeiten im PEP (Entwerfen)
Tätigkeiten des Produktentwerfens:
- Strukturierung und Grobgestaltung von Haupt- und Nebenfunktionsträgern
- Auswahl von Entwürfen
- Feingestaltung von Haupt- und Nebenfunktionsträgern
- Bewerten, Optimieren, Kontrollieren
- Auswahl eines Gesamtentwurfs
- „Die Tätigkeit des Entwerfens enthält im Gegensatz zum Konzipieren neben kreativen viel mehr korrektive Arbeitsschritte“
- Vorgänge der Analyse und Synthese wechseln sich dauernd ab und ergänzen sich
- Einsatz von Gestaltungsrichtlinien und –prinzipien (bspw. Fertigungsgerecht, Montagegerecht)
- Kreativität des Ingenieurs ist weiterhin wesentlich gefordert, richtet sich jetzt aber auf Teilprobleme und -lösungen
Tätigkeiten im PEP (Ausarbeiten)
Tätigkeiten der Produktausarbeitung
- Detaillierung des endgültigen Entwurfs
- Erarbeiten der Fertigungsunterlagen (Einzelteil-, Gruppen-, Gesamt-Zeichnungen, Stücklisten)
- Prüfen der Fertigungsunterlagen
- Freigabe zum Fertigen
- Geringerer Gestaltungsspielraum als in vorherigen Phasen
- Geprägt durch den Einsatz von CAx-Werkzeugen
- Erfordert sorgfältigen Durchführung, da die Ausarbeitung wesentlich über die Produktqualität entscheidet
Kreativitätstechniken (frühe/späte Entwicklungsphasen)
Frühe Entwicklungsphasen:
- Brainstorming
- Methode 635
- Galerie Methode
- Delphi Methode
Späte Entwicklungsphasen (bei auftretenden
Problemen im Entwicklungsprozess):
- SWAT-Teams
- 8D-Methode
Kreativitätstechniken (Brainstorming)
Einsatzmöglichkeiten
- keine realisierbare Lösung
- mit bekannten vorschlägen kein vorankommen
- völlige Trennung vom konventionellem
Durchführung:
- ein Leiter, 5 bis 15 Personen mit möglichst unterschiedliche Erfahrung, ein oder zwei Protokollanten
- Dauer max. 30 bis 45 Minuten
Auswertung:
- Sichtung der Ergebnisse von Fachleuten auf lösungsträchtige Merkmale
- Systematisieren und Ordnen
- wenn nötig, erneut in der Gruppe diskutieren
Kreativitätstechniken (Methode 635)
Weiterentwicklung des Brainstormings
- 6 Teilnehmer, 3 Lösungsideen, je 5 Minuten
- Dauer 30 Minuten
Durchführung:
- Bekanntgabe und sorgfältige Analyse der Aufgabe
- Teilnehmer bringen jeweils drei Lösungsansätze zu Papier und erläutern sie stichwortartig
- nach einiger Zeit werden die Unterlage an den Nachbarn weiter gegeben
- Nachbar fügt drei weitere Lösungen hinzu oder entwickelt bestehende Lösungen weiter
- so lange, bis alle 3 Lösungsansätze von den jeweils 5 anderen Teilnehmern ergänzt oder assoziativ weiterentwickelt wurden
Vorteile gegenüber Brainstorming:
- tragende Idee wird systematischer ergänzt und weiterentwickelt
- Entwicklungsvorgang kann verfolgt werden
Kreativitätstechniken (8D-Methode)
Einsatzmöglichkeiten:
- Wenn die Ursache eines Problems unbekannt ist
- Definiert Problemlösungsprozess und Berichtsform
Achtstufiger Prozess:
- Gehe das Problem im Team an
- Beschreibe das Problem
- Veranlasse temporäre Maßnahmen zur Schadensbegrenzung
- Ermittle die Grundursache(n), verifiziere sie
- Lege Abstellmaßnahme(n) fest, beweise ihre Wirksamkeit
- Führe Abstellmaßnahme(n) ein, kontrolliere ihre Wirkung
- Bestimme Maßnahmen, die Wiederauftreten des Problems verhindern
- Würdige Leistung und Erfolg des Teams
Vorteile:
- Hervorheben von Teamsynergien
- Effektiver Ansatz zum Auffinden von Grundursachen
- Verschafft Erkenntnisse über eigenes Unternehmen/eigene Entwicklungsprozesse
Interkulturelle Einflüsse auf den Entwicklungsprozess
- es gibt interkulturelle Unterschiede in der Herangehens- und Denkweise
- durch international verteile Entwicklerteams können diese Unterschiede nutzbringend integriert werde
- es entsteht aber hoher Integrations- und Abstimmungsaufwand
People Capability Maturity Model
People Capability Maturity Model (PCMM) stellt eine Methode zur
Verbesserung der Effizienz eines Unternehmens sowie dem Ausbau von
Mitarbeiterfähigkeiten dar.
Es umfasst zehn Prinzipien:
- In mature organizations, workforce capability is directly related to business performance
- Workforce capability is a competitive issue and a source of strategic advantage
- Workforce capability must be defined in relation to the organization’s strategic business objectives
- Knowledge-intense work shifts the focus from job elements to workforce competencies
- Capability can be measured and improved at multiple levels, including individuals, workgroups, workforce competencies, and the organization
- An organization should invest in improving the capability of those workforce competencies that are critical to its core competency as a business
- Operational management is responsible for the capability of the workforce
- The improvement of workforce capability can be pursued as a process composed from proven practices and procedures
- The organization is responsible for providing improvement opportunities, while individuals are responsible for taking advantage of them
- Since technologies and organizational forms evolve rapidly, organizations must continually evolve their workforce practices and develop new workforce competencies