Chemie - Zwischenmolekulare Kräfte

Dipol-Dipol Kräfte und Wasserstoffbrücken-Bindungen

Dipol-Dipol Kräfte und Wasserstoffbrücken-Bindungen

Michael Lustenberger
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Michael Lustenberger
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der zwischenmolekularen Kräfte auf Mittelschulniveau. Sie konzentrieren sich auf Konzepte wie Atome, Bindungen, Dipolmomente und Wasserstoffbrückenbindungen, die für das Verständnis chemischer Wechselwirkungen entscheidend sind. Besonders hervorgehoben werden die Eigenschaften von Atomen wie Elektronennegativität, Rumpfladung und Atomdurchmesser, sowie die Rolle von Valenzelektronen und Bindungselektronenpaaren. Diese Karteikarten sind ideal für Schüler, die ein tieferes Verständnis der chemischen Bindungen und Kräfte entwickeln möchten, um komplexere chemische Phänomene besser zu begreifen.
Karten
12
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
28.11.2014 / 18.01.2019

Lernkarten

Welche drei Arten von zwischenmolekularen Kräften gibt es (geordnet von schwach nach stark)

  1. Van-der-Waals-Kräfte
  2. Dipol-Dipol-Kräfte
  3. Wasserstoffbrücken-Bindungen

Definiere die Elektronennegativität (EN)

Die EN ist ein relatives Mass für das Bestreben von Atomen, das Bindungselektronenpaar stärker zu sich heranzuziehen. Sie ist abhängig von dem Atomradius bzw. -durchmesser und der Rumpfladung des jeweiligen Atoms (je grösser das Atom, desto kleiner die EN

Warum gilt "Je grösser der Atomdurchmesser, desto kleiner die Elektronennegativität"?

Mit grösserem Atomdurchmesser nimmt die Coulon karft aufgrund zunehmender Entfernung des Bindungselektronenpaars zum Atomkern ab. In einer Gruppe (im Periodensystem) nimmt also die EN von oben nach unten ab. 

Definiere die Rumpfladung (RL)

die RL eines Atoms ist die nach dem Abzug der Valenzelektronen auf einem Atomrumpf (Atom ohne Valenzelektronen) verbleibende Ladung. Mit der Rumpfladung nimmt die EN innerhalb einer Periode von links nach rechts zu. 

Wie steht's mit der EN von Edelgasen?

Edelgase haben keine EN, da sie keine kovalenten Bindungen eingehen. 

Was ist eine unpolare Bindung?

Bei einer unpolaren Bindung ist ∆EN zwischen den beiden Bindungspartnern ≤ 0.05. Bindungen zwischen gleichen Atomen sind immer unpolar

was sind polare Bindungen?

Bei Polaren Bindungen gilt ∆EN > 0.05. dabei wird das Atom mit der höheren EN (da es negativer ist) mit δ- bezeichnet. Das Atom mit der kleineren EN wird mit δ+ bezeichnet. δ steht dabei für die Partialladungen. 

Was ist das Bindungsmoment?

Das Bindungsmoment wird durch einen Vektor parallel zur betrachteten Bindung mit proportionaler Länge zu ∆EN gekennzeichnet. Der Pfeil zeigt dabei von  δ+ zu  δ- 

Was ist das Dipolmoment?

Das Dipolmoment ist der resultierende Vektor aus der Addition aller Bindungsmomente. Ist das Dipolmoment = 0, so ist es kein Dipolmolekül und ein unpolarer Stoff. Ist das Dipolmoment ≠ 0, so ist das Molekül ein Dipolmolekül und ein polarer Stoff. 

Was ist ein Wasserstoffbrücken-donar-Atom?

Das H-Brücken-Donar-Atom ist immer ein H-Atom, welches ZWINGEND an ein N-, O- oder F-Atom gebunden sein muss. (NOF-Elemente). Ein H-Brücken-Donar kann nur eine H-Brückenbindung zu einem freien Elektronenpaar eines NOF-Elementes eingehen. 

Was ist ein Wasserstoffbrücken-Akzeptor-Atom?

H-Brücken-Akzeptore (NOF-elemente) können so viele H-Brückenbindungen eingehen, wie sie freie Elektronenpaare besitzen. 

Warum können  nur N-, O- und F-Atome H-Brücken-Bindungen eingehen?

Die haben eine hohe Rumpfladung, einen ähnlichen Atomradius und eine hohe Elektronennegativität. Cl geht keine H-Brückenbindungen ein, weil es zu gross und somit die EN zu schwach ist. 

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