BWL - Organisation und Personalmanagement

4. Semester, HWR Berlin, Modul ST-103

4. Semester, HWR Berlin, Modul ST-103


M. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Organisations- und Personalmanagements auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Aufgaben, Bedürfnisse, Ziele, Verantwortung und verschiedene Managementkonzepte ab, einschließlich der Delegation und der Struktur von Organisationen. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachkräfte, die ihr Verständnis von Personalmanagement vertiefen und praktische Anwendungen in der Arbeitswelt kennenlernen möchten.
Karten
35
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.05.2013 / 18.03.2019

Lernkarten

Was ist die Charakteristik einer Organisation?

= Institutioneller Organisationsbegriff (Unternehmen ist...)

formelle Aspekte von Struktur und Handel:

  • besteht aus Individuen und Gruppen
  • Strebt nach Ziel
  • Grenzen zwischen Org. und Umwelt vorhanden
  • auf Dauer angelegt

informelle Aspekte von Struktur und Handeln:

  • ungeplanter, unvorhersehbare Ereignisse

Was beschreibt der instrumentelle Organisationsbegriff?
(Unternehmen hat...)

UN hat Regelsystem, dass verbindlich festlegt:

  • Spezialisierung
    (Aufgabenteilung)
  • Koordination
    (Abstimmung zwischen Teilaufgaben)
  • Delegation
    (Übertragung von Entscheidungsbefugnissen)
  • Konfiguration
    (Über- und Unterordnungen

Unter Voraussetzung, dass folgendes bekannt ist:
Ziel, Organisation, Identifizierung der OM mit Ziel, Folgen der Regeln

Was beschreibt der Tätigkeitsorientierte Organisationsbegriff?

(Tätigkeit an sich)

  • Prozess, durch den Ordnung entsteht
    = traditionelle Fremdorganisation
        + autonome Selbstorganisation
        + autogene Selbstorganisation

Wie sieht das Menschenbild nach McGregor aus?

Theorie X (traditionell):

  • angeborene Abneigung gegen Arbeit
  • Mitarbeiter müssen gezwungen, kontrolliert, geführt und diszipliniert werden
  • MA vermeidet Verantwortung und strebt nach Sicherheit

Theorie Y (ideal):

  • Arbeit = wichtige Quelle der Zufriedenheit
  • externe Kontrollen unnötig
  • Befriedigung von Ich-Bedürfnissen und Streben nach Selbstverwirklichung sind Anreize
  • MA sucht Verantwortung 

Was sind die Menschenbilder nach Edgar Schein?

Der rationalökonomische Mensch

  • durch monetäre Bedürfnisse motiviert
  • manipulierbar und passiv
  • wird von UN motiviert und kontrolliert
  • Theorie X
  • Vorgesetzte muss kontrollieren

Der soziale Mensch:

  • durch soziale Bedürfnisse motiviert
  • Vorgesetzte muss auf soziale Bedürfnisse, Anerkennungs- und Zugehörigkeitsstreben Rücksicht nehmen
  • Förderung von Gruppen

Der sich selbst verwirklichende Mensch:

  • Selbstverwirklichung
  • Selbstmotivation- und kontrolle
  • Förderung der individuellen Entwicklung
  • Delegation von Entscheidungen

Der komplexe Mensch:

  • wandlungsfähig
  • Motive ändern sich
  • lernfähig
  • keine allgemeine Fürhungsstrategie

 

Wie unterscheiden sich die Aufbau- und die Ablauforganisation?

Aufbauorganisation:

  • schafft stabile Struktur ► Stellengefüge  in Form eines Organisgramms
  • Verteilung von Aufgaben/Kompetenzen
  • Koordination von Aufgaben und Aufgabenträgern
  • Aufgabenanalyse, -synthese und -verteilung 
    ► Aufgabengliederungsplan

Ablauforganisation:

  • nicht die Aufgabe sondern die Arbeit steht im Vordergrund
  • Arbeitsanalyse und -synthese

 

Was sind die Merkmale einer Aufgabe nach Kosiol?

  1. Verrichtung (wie?)
  2. Objekt (was?)
  3. Hilfsmittel (womit?)
  4. Zeit (Wann?)
  5. Raum (Wo?)

Was ist unter Delegation zu verstehen und welche Vor- und Nachteile gibt es?

Delegation = Übertragung von Kompetenzen auf andere

Nachteile:

  • MA ist mit Arbeit überfordert
  • Chef hat das Gefühl er gibt zu viel Macht ab
  • zu schnelle Entscheidungen nicht unbedingt gut

Vorteile:

  • Doppelarbeit wird vermieden
  • Entscheidungen können schneller getroffen werden
  • Motivation wird erhöht

Was ist eine Stelle?

= kleinste selbständige Organisationseinheit

Was ist eine Instanz?

= eine Stelle mit fachlichen Leitungsbefugnissen
(besondere Verantwortung)

Was braucht der Inhaber von Instanzen?

  • Führungseigenschaften
  • Fachkompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Soziale Kompetenz
  • konzeptionelle Kompetenz

Welche Funktion erfüllt die Stabstelle?

  • unterstützt Instanzen
  • Aufgaben z.B.:
    • Analyse von Entscheidungsproblemen
    • Beschaffung von Information
    • Erarbeitung von Lösungsvorschlägen

Was ist eine Stellenmehrheit?

=Organisationseinheit, die aus mehreren Stellen besteht

(Abteilung, Gruppe, Bereich)

Was ist eine Leitungsspanne?

= die Anzahl der einem Abteilungsleiter direkt unterstellten Mitarbeiter

(direkte Kommunikation)

Was ist der Unterschied zwischen Einlinien- und Mehrliniensystemen?

Bei Einliniensystemen sind die einzelnen Abteilungen nicht untereinander Verbunden.

Mehrliniensysteme wirken vernetzter

Was sind die Aufgabenbereiche des Personalmanagements?

  • Personalforschung
  • Personalbedarfsdeckungsplanung
  • Personalfreisetzung
  • Anreizsysteme
  • Verhaltenssteuerung

Was ist der Bruttopersonalbedarf?

=Gesamtheit der Planstellen

=Nettopersonalbedarf + der zum gleichen Zeitpunkt erwartete Personalbestand

Was ist das Ziel der Personalbedarfsdeckung?

  • möglichst qualifizierte Personen zu einer Bewerbung zu bewegen

Woraus besteht die Personalbedarfsdeckung?

  • Beschaffung
  • Auswahl
  • Einführung
  • Einsatz
  • Entwicklung von MA

Was ist unter Beschaffung in der Personalbedarfsdeckung zu verstehen?

interne:

  • Versetzungen
  • innerbetriebliche Stellenausschreibung

extern:

  • Neueinstellungen
  • Stellenausschreibung, Arbeitsagenturanfrage, Auftrag an Personalberater, College Recruitment, Personalleasing

Was ist die Voraussetzung zur Personalauswahl?

Tätigkeitsbeschreibung

  • Aufgaben in Rangfolge ihrer Wichtigkeit und Häufigkeit
  • Arbeitsbedingungen
  • Organisatorische und funktionale Stellung
  • Befugnisse, Verantwortung, Kompetenzen
  • Einarbeitung bzw. Ausbildung
  • Anforderungen, Kenntnisse, Fähigkeiten

Was ist unter Führen mit Zielen (=Management by Objectives) zu verstehen?

=Methode zur Zielorientierten UN-Führung

  • zukunfts- und ergebnisorientiert
    (Entscheidend ist das Ergebnis - nicht, wie der MA arbeitet)

Was ist ein Ziel?

=gewünschter Zustand in der Zukunft

Was bedeutet die Abkürzung SMART in dem Satz:

"Ziele müssen smart sein"?

S - Specific (Spezifisch)
M - Measurable (Messbar)
A - Achieveable (Erreichbar)
R - Realistic (Realistisch)
T - Time-framed (Zeitrahmen)

Wann sind Teams sinnvoll?

...ist dort sinnvoll, wo

  • Aufgaben übergreifend in direkter Zusammenarbeit besser gelöst werden können
  • verschiedene Erfahrungen, Kompetenzen und Disziplinen
  • meist für neuartige oder komplexe Aufgabenstellungen
  •  

Was sind eventuelle Beobachtungsfehler bei der Mitarbeiterbeurteilung?

  • Sympathie/Antipathie
  • Stimmungslage
  • der Erste Eindruck
  • Projektion von sich auf MA

Was sind eventuelle Bewertungsfehler bei der Mitarbeiterbeurteilung?

  • Persönlichkeitsbedingter Maßstab
  • Schön-/Schwarzmalerei
  • Vorurteile
  • Überstrahlungseffekt
  • Fehlende Differenzierung
  • Messen an eigener Leistung

Was erwarten MA grundsätzlich von ihrer Führungskraft?

  • Informationen
  • Anerkennung/Wertschätzung
  • klar defininierte Ziele
  • Feedback
  • Fähigkeit zur Selbstkritik
  • klare Aufgaben

Was sind Defizitmotive?

Bedürfnisse, die man stillen kann.

z.B. Hunger, Durst

Was sind Wachstumsmotive?

Bedürfnisse, die immer weiter wachsen.

z.B. man will immer mehr und mehr verdienen

Was ist intrinsische/extrinsische Motivation?

intrinsisch:

  • der Inhalt der Tätigkeit ist aus sich selbst heraus motivierend

extrinsisch:

  • Belohnung/Bestrafung als Folge Tätigkeit ist motivierend

Was sind Hygienefaktoren?

Nenne Beispiele.

Faktoren, die vielleicht Unzufriedenheit abbauen, aber keine Zufriedenheit erzeugen

extrinsisch

  • UN-Politilk
  • Arbeitsbedingungen
  • Beziehung zu Vorgesetzten
  • persönliche Lebensumstände
  • Status
  • Sicherheit
  • fachliche Führung

Was sind Motivatoren?

Nenne Beispiele.

Faktoren, die Zufriedenheit verursachen

intrinsisch

  • Leistungserlebnis
  • Anerkennung
  • die Arbeit selbst
  • Verantwortung
  • Beförderung

Was ist ein Anreizsystem?

= monetäre und nicht-monetäre Leistungen eines Arbeitgebers an MA im Gegenzug zu deren Arbeitsleistung

Welche Gerechtigkeitsprinzipien (bzgl. der Entlohnung) gibt es?

Anforderungsgerechtigkeit
körperliche, geistige, seelische Anforderungen

Sozialgerechtigkeit
sozialpolitische Ziele des UN

Leistungsgerechtigkeit
Höhe der messbaren Leistung

Marktgerechtigkeit
Wert der MA (Qualifikation/Motivation)

Lernen