BWL LAP

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Manuel Uebersax
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und konzentrieren sich auf die Struktur und Organisation von Unternehmen. Sie decken Themen wie das Unternehmungskonzept, verschiedene Bereiche wie den sozialen, finanzwirtschaftlichen und leistungswirtschaftlichen Bereich, sowie Organisationsformen und -prinzipien ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Berufseinsteiger, die ein Verständnis für die Funktionsweise von Unternehmen und deren strategische Ausrichtung entwickeln möchten.
Flashcards
20
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
30.04.2014 / 03.06.2016

Flashcards

Anspruchsgruppen (7) Stakeholders

Kunden

Lieferanten

Kapitalgeber (FK = Banken und EK = Aktionäre (Shareholder)

Mitarbeiter (AN)

Konkurrenz

Staat (Gemeinde, Kantone, Bund)

Institutionen (Verbände, Parteien, Vereine, Medien)

Erwartung von Anspruchsgruppen

1. Kunden

2. Lieferanten

3. Kapitalgeber

4. Mitarbeiter

5. Konkurrenz

6. Staat

7. Institutionen

  1. Gute Qualität, Umweltschonende Produkte, Faires Preis Leistungsverh., Guter Service
  2. Regelmässige Bestellung, Pünktliche Zahlung
  3. Entschädigung für Kapital, Mitspracherecht, Information über Geschäftsverlauf
  4. Sichere Arbeitsplätze, Faire Löhne, Gute Sozialleistungen, Wertschätzung und gutes Arbeitsklima
  5. Faires Verhalten im Wettbewerb (Preis, Werbung)
  6. Einhaltung Gesetze, Steuern
  7. Informationen, Finanzielle Unterstützung (Sponsoring), Je nach Institution verschiedene Einzelinteressen (Umweltschutz, Tierschutz)

Erwartung von Unternehmen

  1. Kunden
  2. Lieferanten
  3. Kapitalgeber
  4. Mitarbeiter
  5. Konkurrenz
  6. Staat
  7. Institutionen

  1. Rasche Bezahlung RG, ehrliche Interessenäusserung, Kundentreue
  2. Pünktlich und Korrekte Lieferung, Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  3. Erhöhung Kredite/Eigenkapitaleinlage, faire Zinsen, Treue
  4. Treue zur Unternehmung, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gute Arbeitsleistungen
  5. Wettbewerb mit fairen Mitteln
  6. Gute Infrastruktur, Günstige Unternehmungssteuer
  7. Gute Beziehungen, Unterstützung bei Problemen

Umweltsphären + Bezug

  • Ökologische - Bezug Natur
  • Ökonomische - Bezug gesamtwirschaftliche Rahmenbedinungen und Entwicklung
  • Technologische - Bezug Technologische Entwicklung und technologische Fortschritte
  • Soziale - Bezug gesellschaftliches Umfeld
  • Rechtliche - Bezug Gesetze und Verordnungen des Staates

Unternehmungsstrategie

  • Langfristige Entwicklung Unternehmung
  • Oberste Führungskräfte
  • Entscheidend für Wachstum
  • Z.B. Soll neues Produkt entwickelt werden und wie soll es aussehen.

Unternehmungsleitbild

  • Abgeleitet von Strategie
  • Vereinfachte Darstellung der Strategie
  • Für Mitarbeiter und Öffentlichkeit
  • Allgemein gehalten
  • Z.B. Wie umweltbewusst soll sich die Unternehmung ausrichten-

Organisation

Aufbauorganisation: Struktur und Hierarchie festlegen. Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortung wird auf einzelne stellen übereinstimmend verteilt (Kongruent)

 

Ablauforganisation: Regelt Reihenfolge Arbeitsprozesse. Flussdiagramm.

Begriffe

  • Organigramm
  • Stelle
  • Dienstweg
  • Abteilung
  • Linienstellen
  • Stabstellen
  • Stellenbeschreibung

  • Organigramm
    • Abteilungen und Stellen grafisch dargestellt
  • Stelle
    • Umfasst Teilaufgaben einzelner Mitarbeiter (Buchhaltung)
  • Dienstweg
    • Formaler Weg, über den Weisungen fliessen müssen
    • Leiter Stelle Asien will Kontakt mit GL. Dienstweg über Stelle Verkauf.
  • Abteilung
    • Mehrere Stellen Gleicher oder ähnlicher Art zusammengefasst
    • Abt. Marketing: Marktforschung, Werbung
  • Linienstellen
    • Kann unterstellten Mitarbeiter Anweisungen geben muss vorgesetzte Stelle befolgen
  • Stabstellen
    • Beratende oder unterstützende Funktion. Keine Weisungsbefugnisse gegenüber Linienstelle
  • Stellenbeschreibung
    • Pflichtenheft, umfasst alle Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung einer Stelle
  •  

Linienorganisation

  • Merkmale (3)
  • Vorteil (3)
  • Nachteil (2)
     

  • Nur Linienstellen
  • Linienstellen können untergestellten Mitarbeitern keine Weisungen geben
  • Linienstellen müssen Anordnungen vorgesetzten Befolgen

 

  • Klare Unterstellungsverhältnisse
  • Klare Verantwortlichkeiten
  • Keine Doppelspurigkeiten

 

  • Starke Belastung Vorgesetzte
  • Vorgesetzte verfügen nicht immer über genügend Fachkompetenzen

Stablinienorganisation

  • Merkmale (3)
  • Vorteil (3)
  • Nachteil (2)

  • Besteht auch aus Stablinienstellen und Linienstellen
  • Stabst. normalerweise keine Weisungsbefugnisse
  • Übt beratende oder unterstützende Funktionen aus.

 

  • Instanzen durch Städte entlastet
  • Linienst. werden durch Stabstellen nicht gestört
  • Weniger starkes Ressortdenken

 

  • Kostenintensiv
  • Keine Weisungsbefugnisse gegenüber Linienstellen

Organisation Kontrollspanne Tiefengliederung

Erklärung

Faustregel

  • Merkmale (1)
  • Vorteil (3)
  • Nachteil (2)

Anzahl einer übergeordneten Stelle direkt unterstellten Ausführungsstellen bezeichnet man als Kontroll oder Leistungsspanne

Wenn die untergebenen unterschiedliche und einfallsreiche Aufgaben zu erfüllen haben (> nicht mehr als 4 untergeordnete Stellen)

Wenn die Untergebenen gleichartige Aufgaben machen (>nicht mehr als 7 untergeordnete stellen)

 

  • Kleine Kontrollspannen führen zu Tiefengliederung der Organisation. Es ergenem sich viele Hierarchiestufen
  • Vorteil:
    • Vorgesetzter hat mehr Zeit für Mitarbeiter
    • Übersichtliche Organisation
    • Aufstiegsmöglichkeiten für Mitarbeiter
  • Nachteil:
    • Längere Entscheidungs- und Dienstwege
    • längere Informationswege > mehr Infoverluste

Kontrollspanne Breitengliederung

  • Merkmale (1)
  • Vorteil (3)
  • Nachteil (2)

  • Grosse Kontrollspanne führt zu Breitengliederung. Wenige dafür breite Hierarchiestufen.
  • Vorteil:
    • Einheitliche Führung
    • Direkte Weisungen
    • Informationswege kurz > wenig Infoverluste
  • Nachteil:
    • Überlastung Vorgesetzter
    • Grosser Führungsaufwand

Organigrammgliederungsmöglichkeiten

  • Nach Funktionen, funktionsorientiert
    • Gegliedert nach funtkionen oder Tätigkeit
    • GL
      • Einkauf
      • Herstellung
      • Verkauf
      • etc.
  • Nach Produkten, produkt- oder objektorientiert
    • Gegliedert nach Produkten, Sparten oder Divisionen
    • GL
      • City Bike
      • Rennvelo
      • Mountain Bike
  • Nach Märkten, marktorientiert
    • Gegliedert nach Kundengruppen oder geografischen Absatzgebieten
    • GL
      • Verkauf EU
      • Verkauf Asien
      • Verkauf Afrika
    • GL
      • Private Banking
      • Firmenkunden
      • Retail Banking

Gliederungsarten häufig kombiniert

1 Stufe Nach Funktion

2. Stufe nach Märkten

Profit Center

 

  • Häufig selbständig gearbeitet und Erfolg Gewinn separat ausgewiesen
  • Grössere Motivation und gezieltes Engagement für den Profit der eigenen Abteilung
  • Können nur bei Gliederung nach Produkten oder Märkten gebildet werden und nicht nach Funktion
     

Ablauforganisation 4 Fragen

Inhalt + Anderer Begriff

  • Was ist zu tun? Inhalt
  • Wann ist es zu tun? Zeitpunkt
  • Wo ist es zu tun? Ort
  • Wer tut es? Stelle

Beinhaltet Reihenfolge Arbeitsprozesse + Prozessorganisation

Darstellung in Flussdiagramm

Unternehmungskonzept wirtschaftliche Ziele?

Umsetzung langfristige Unternhemungsstrategien in die mittel- und kurzfristigen Unternehmensplanung erfolgt mittels Unternehmungskonzepts. Darin werden Ziele der drei wichtigsten Unternehmensbereichen festgelegt und es wird aufgeführt mit welchen mitteln und verfahren diese erreicht werden sollen

Unternehmungskonzept Leistungswirtschaftlicher Bereich

  1. Ziele
  2. Mittel
  3. Verfahren
     

  1. Ziele
    1. Marktziele
      1. Welche Bedürfnisse will man befriedigen?
      2. Welche Marktsegmente bearbeiten?
      3. Welche Marktstellung anstreben?
    2. Produktziele
      1. Welche Art und Qualität soll Produkt aufweisen?
      2. Welche Mengen sollen hergestellt werden?
      3. Welches Sortiment (flach, tief, breit oder schmal) soll angeboten werden?
  2. Mittel
    1. Personal
      1. Personalbestand
      2. Qualifikation
    2. Produktionsmittel
      1. Auswahl Rohstoffe
      2. Maschinen
      3. Fahrzeuge
  3. Verfahren
    1. Strategie in Forschung und Entwicklung
    2. Strategie in Beschaffung
    3. Strategie in Produktion
    4. Strategie für den Absatz

Unternehmungskonzept Finanzwirtschaftlicher Bereich

  1. Ziele
  2. Mittel
  3. Verfahren

  1. Ziele
    1. Liquiditätsziele
    2. Gewinnziele
      1. Höhe Reingewinn
      2. Angestrebte Rendite des Eigenkapitals
    3. Ausgestaltung Produktivität
  2. Mittel
    1. Kapitalbedarf
    2. Kapitalstruktur
      1. Anteil von EK und FK
  3. Verfahren
    1. Sicherung Liquidität
    2. Möglichkeiten Kapitalbeschaffung
    3. Wie erfolgt Gewinnverwendung
    4. Abschluss Versicherungen
    5. Regelung Zahlungsverkehr

Unternehmungskonzept Sozialer Bereich

  1. Ziele
  2. Mittel
  3. Verfahren

  1. Ziele
    1. Gesellschaftsbezogene Ziele (umweltrechtes und nachhaltiges, faires Verhalten, Sponsoring, Engagement im kulturellen Bereich)
    2. Mitarbeiterbezogene Ziele (Lohn, Arbeitsplatz, Betriebsklima, Firmensport, Mitwirkungsrechte Arbeitnehmer)
  2. Mittel
    1. Geldmittel
    2. Personalbedarf
    3. Einrichtungen
  3. Verfahren
    1. Verhaltensnormen gegenüber Mitarbeitern (Einhaltung Ethiknormen)
    2. Verhaltensnormen für Gesellschaft
    3. Umweltschutz, Sponsoring, Politische Aktivitäten, Public Relations, Verhaltensnormen Bereich Ethik

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