BMA Therapien Akute Leukämie

Hämatologie Akute Leukämien Phase 4

Hämatologie Akute Leukämien Phase 4


C. N.
Diese Karteikarten behandeln die Therapie akuter Leukämien und richtet sich an Mediziner und Studierende. Sie umfasst die Verwendung von Zytostatika, Chemotherapie, Stammzellentransplantationen und die Behandlung von Komplikationen wie GvHD. Die Karteikarten erklären die verschiedenen Behandlungsphasen, darunter Induktionstherapie und Postremissionstherapie, sowie die Ziele der Therapie, wie die vollständige Vernichtung leukämischer Zellen und die Wiederherstellung der normalen Hämatopoese.
Flashcards
30
Students
17
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
17.10.2016 / 06.11.2023

Flashcards

Ziel Therapie der akuten Leukämien?

möglichst vollständige Vernichtung der leukämischen Zellen und ein Wiederaufbau der normalen Hämostase

Behandlungsphasen akute Leukämien:

- Induktionstherapie
- Postremissionstherapie

Induktionstherapie =

rasche Reduktion der Leukämiezellen, aber gleichzeitig kann sich die normale Hämatopoese dazwischen erholen (verschiedene Zyklen)

Postremissionstherapie=

um eine Verlängerung der Remission zu erreichen, versucht man die restlichen NKZ zu vernichten

komplette Remission =

Rückbildung der leukämischen Zellen und eine Normalisierung der Knochenmarkfunktion;
Lc über 1,5G/l
Tc über 100G/l
NKZ im KM bei Zellularität von mind. 20% unter 5% liegen

Therapie der akuten Leukämien richtet sich nach folgenden Schwerpunkten:

- Chemotherapie
- Strahlentherpie
- Immuntherapie
- Knochenmarktransplantation
- Periphere Stammzelltransplantation
- Substitutionstherapie
- Antibiotikatherapie
- Anti virale Therapie
- Psychologische Betreuung

schwere Nebenwirkungen der Zytostatika:

- Cushing-Syndrom
- Neurotoxität
- Haarausfall
- Knochenmarkdepression
- Durchfall
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Allergische Reaktionen
- Schock
- Blutungsneigung
- Infektanfälligkeit

Wieso kommt es unter Zytostatika-Therapie zu megablastären Veränderungen?

Zytostatika sind Vitamin-B12- und Folsäure-Antagonisten

Was bewirken Zytostatika?

greifen in den Generationszyklus der Tumorzellen ein und unterbinden die weitere Proliferation

Wie versucht man grösstmöglichst die gesunden Zellen zu schonen unter Zytostatika?

Kombination von verschiedenen Zytostatika (+verhindert Resistenzen)

KM + Blutbild während Induktionstherapie:

- Entleerung KM = auch Reduktion der gesunden Zellen -> aplastische Anämie
- Anämie im peripheren Blut
- Leukopenie & Thrombopenie
Achtung Infekte !

Nach Remissionseintritt nach der Induktionstherapie -> Konsolidierungstherapie + Erhaltungstherapie:

Erhaltungstherapie wird 2-3 Jahre durchgeführt; Medikamente niedriger konzentriert

Knochenmakr unter Chemotherapie:

NKZ verschwinden mehr oder weniger rasch -> aplastisches Mark
Hämatopoese erholt sich mit der Zeit; zuerst Erythropoese, dann die Granulopoese und am Schluss die Thrombopoese

Häufige Komplikation Strahlentherapie - Meningosis leucaemica:

Zytostatika können Bluthirnschranke nicht in genügend hoher Konzentration überschreiten, um im Bereich des ZNS das Wachstum von leukämischen Zellen zu verhindern; NKZ bleiben im ZNS und wandern später wieder ins KM -> Rezidiv

Wie versucht man eine Meningosis leucaemica zu verhindern?

Zytostatikagabe intrathekal oder eine Kombi von Zytostatika + Strahlentherapie

Wann sind die Zellen am empfindlichsten auf die Strahlentherpie?

während G1- und G2-Phase und der Mitose

Wann kommt eine Knochenmarktransplantation in Frage:

nach Erreichen einer Remission, also nach abgeschlossener Erst- oder Zweitbehandlung mit konventioneller Therapie

Bei welchen Grunderkrankungen kommt eine KMT für Patienten in Frage?

- AML in erster Remission
- CML
- ALL in zweiter Remission
- NHL mit niedriger und hoher Malignität
- Hodgkin Erkrankung
- Multiples Myelom
- SAA
- MDS

Fähigkeit Stammzellen, die man bei der allogenen und autologen Stammzelltransplantation nützt:

= pluripotente, mononukleäre Zellen; können sich zu allen Formen von Blutzellen weiterentwickeln

Wieso ist man durch die Chemotherapie infektanfällig?

Immunabwehr wird sehr geschwächt + Chemotherapien sind toxisch -> können lang anhaltende Blutbildungsstörungen zur Folge haben

Unterscheidungen von KMT:

- allogene, verwandte Transplantation
- allogene, nicht verwandte Transplantation
- autologe Transplantation
- syngene Transplantation

Voraussetzungen KMT:

Zahl der NKZ durch Chemotherapie vermindert und eine Remission erreicht wird

Gewinnung von Stammzellen aus dem Blut:

nach Erholungsphase überschiessender Anstieg zirkulierender Stammzellen + Gabe von Wachstumsfaktoren vestärkt; extrakorporaler kreislauf umd Gewinnung dieser Zellen (Leukapherese) + Anreicherung durch Zentrifugation (niedrigere Dichte); oft zwei Leukapheresen notwendig

andere Möglichkeit hämatopoetische Stammzellen zu gewinnen:

durch Nabelschnurblut

Konditionierung vor Erhalt Stammzellen:

sehr intensive Strahlen- und Chemotherapie; Ziel Zerstörung aller im Körper vorhandenen Leukämiezellen; es werden auch die anderen Knochenmarkzellen des Patienten zerstört

Wie transfundiert man Stammzellen?

intravenöse Transfusion -> wandern ins KM

Komplikationen der KMT:

2-4 Wochen absolute Aplasie -> extremes Infektionsrisiko

- idiopathische toxische interstitionelle Pneumonie
- GvHD
- Entzündungsreaktionen an Haut, Leber und im Gastrointestinaltrakt
- Abstossungsreaktion

Was bedeutet ein GvHD nach einer KMT?

- schwere GvHD -> schlechte Prognose
- leichte GvHD -> vermindern Rezidiv-Risiko, da T-Lymph des Spenders die restlichen NKZ des Empfängers zerstören

T-Lymph können auch aus dem Transplantat entfernt werden

Begleitende Behandlungsmassnahmen bei einer AL:

- Antibiotika gegen Infektionen
- GM-CSF Wachstumsfaktoren
- Granulocytentranfusionen gegen Leukopenie
- Tc-Konzentrate gegen Thrombopenie
- EK gegen Anämie
- Antiemetika gegen Übelkeit

Therapie der t(15;17) positiven APL:

ATRA = all-trans Retinsäure; Substanz bewirkt, dass unreife Blutzellen sich zu reifen funktionsfähigen Zellen entwickeln + Auslösung der Apoptose -> Reduktion der maligenen Zellen; kommt zum Rückgang der Gerinnungsstörungen

Zellen differenzieren aus; Translokation verschwindet nicht

Study