Biotechnologie 3.5

Eigenschaften von Plasmiden (wichtig für Klonierung), pBR322, pUC19, Selektion

Eigenschaften von Plasmiden (wichtig für Klonierung), pBR322, pUC19, Selektion


A. A.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Klonierungstechniken in der Biotechnologie auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Verwendung von Plasmiden, Restriktionsenzymen und Selektionsmarkern wie Ampicillin-Resistenzgenen, um Fremd-DNA in Bakterien einzubringen und zu vermehren. Die Karteikarten erklären die Schritte der Klonierung, einschließlich der Bildung rekombinanter DNA und der Identifizierung erfolgreicher Klone durch Blau-Weiß-Screening. Praktiker in der Biotechnologie profitieren von diesen Lernkarten, um die Techniken der DNA-Klonierung zu verstehen und anzuwenden.
Cartes-fiches
8
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
14.01.2014 / 02.01.2019

Cartes-fiches

Eigenschaften von Plasmiden, die für eine Klonierung wichtig sind

- muss einen Replikationsstartpunkt (ori) besitzen (oft Bakterien spezifisch)

- RE-Schnittstellen besitzen, die jeweils nur 1x in Plasmid vorkommen dürfen

- muss DNA aufnehmen können (darf nicht zu groß sein)

- muss in die Bakterie eingebaut werden können

- geeignetes Selektionsmechanismus (z.B.: Antibiotikaresistenz-Gene)

Was wird in ein Plasmid eingebaut?

- weitere Resistenzgene oder andere Seliktionsmarker

- Polylinker = Multiple Klonierungsstellen

DNA-Sequenzen (künstlich hergestellt), die viele Re-Stellen von gängigen REs enthalten

pBR 322

- ca. 4,4 Kb groß (Klonierungskapazität ca. 6 Kb)

- 2 Antibiotika-Resistenzgene: AmpR, TetR (Ampicillin- & Tetracyclin-Resistenzgene

- mehrere RE-Schnittstellen, die nur 1x vorkommen (Pst I in AmpR, Bam HI in TetR)

- low copy-Plasmid, E.coli-ori

pUC 19

- ca. 2,7 Kb (Klonierungskapazität ca. 7,5 Kb)

- AmpR - Resistenzgen

- MKS in lacZ'-Gen

- high copy-Plasmid, E.coli-ori

3 Typen, die man nach einer DNA-Klonierung erhält

Welches Vektor und Klonierungsenzym hat man dafür verwendet?

- nicht transformierte Bakt. (ohne Plasmid): AmpS, TetS

- transformierte, nicht rekombinante Bakt. (mit Plsamid, ohne Insert): AmpR, TetR

- transformierte, rekombinante Bakt. (mit Plsamid, mit Insert): AmpR, TetS

Annahme: pBR 322 als Vektor, Klonierungsenzym Bam HI

 

Selektion bei Klonierung (pBR 322)

1. Transformationsansatz auf Medium mit Ampicilin ausplattieren

- nicht transformierte Bakt. sterben ab

- transfornierte Bakt. bilden Kolonien (einzelne K, Rest stirb ab)

2. Replikaplattierung auf Tetracyclin-haltiges (+Ampicillin) Medium

- rekombinante Bakt. können nicht überleben -> Ausfällen auf der Tet-Platte

3. Identifizierung d. rekombinanten Kolonien auf der Amp-Platte -> weitere Kolonien

Selektion bei Klonierung (pUC19)

1. Eigabe eines Inserts in die MKS führt zur Inaktivierung des lacZ'-Gens, das für eine Untereinheit des ß-Galactosidase codiert (Lactose -> Glucose + Galactose)

2. Selektionsmedium enthält neben Ampicillin auch noch x-Gal. : Farbstoff(x), gebunden an Galactose, x-Gal ist farblos, freies x ist blau

ITPS: dient als Induktor für das lacZ-Gen

- nicht rekombinante Kolonie: lacZ' wird abgelesen -> Bildung von ß-Galoctosidase -> spaltet x-Gal ab: blaue Kolonien

- rkombinante Kolonie: Insert ist in MKS in lacZ' eingefügt -> keine  Bildung von ß-Galactosidase -> keine Abspaltung von x-Gal: weiße  Kolonien

-> Blau-weiß-screening

 

Wichtig: REverdau + GE mit der rekom. Plasmiden -> muss mit dem Klonierungsenzym 2 Banden liefern: lineares Plasmid + Insert

Klonierungsschema

Einbringung von Fremd-DNA in ein Plasmid und Klonierung des rek. Vektorplasmids in E.coli

1. Vektorplasmid wird mit einem Restriktionsenzym, das nur in Polylinker schneidet, geöffnet (Restriktionsverdau). → klebrige Enden

2. Fremd-Gen wird mit dem gleichem RE (oder Isoschizomer) aus DNA-Verbund herausgeschnitten. → Insert hat gleiche klebrige Enden

3. Hybridisierung von Plasmid und Insert an den klebrigen Schnittstellen (Bildung von WBBs)

4. Verknüpfung der DNA-Fragmenten mit Ligase (Ligation) → rekombinante DNA

5. Transferierung des Vektorplasmids in eine Wirtszelle (E.coli)

6. Vermehrung der Bakterienzellen und des Plasmids → Klonierung der Fremd-DNA

7. evtl. Bildung eines rekombinanten Proteins.

Étudier