Biosignale Teil 4

Messmethoden, Pointcaré, Lungenfunktion, Weaning

Messmethoden, Pointcaré, Lungenfunktion, Weaning


J. A.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Beatmung und Weaning bei schweren Erkrankungen auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Methoden zur Frequenzanalyse, die Bedeutung der Lunge und des Pleuraspalts, sowie Risiken und Komplikationen bei verschiedenen Beatmungsarten. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich mit der Entwöhnung von Beatmungsgeräten und der Analyse von Biosignalen befassen.
Cartes-fiches
16
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
29.01.2016 / 26.04.2022

Cartes-fiches

Was für Messmethoden gibt es?

Zeitanalytische Methode

Frequenzanalytische Methode

Was für Messmethoden gibt es?

Zeitanalytische Methode

Frequenzanalytische Methode

Zeitanalytische Methode

Histogramm zählt die anzahl der RR-Intervalle einer bestimmten Klasse.
Je  gleichmäßiger sich die RR-Intervalle über viele Klassen verteilt, umso größer ist die HRV und umso geringer ist die Belastung des Menschen. (Je höher die Variabilität des Herzschlags HRV desto besser)

  • Reale RR-Zeiten der Herzschläge werden im definierten Messzeitraum erhoben
  • zugehörige Differenzen zwischen den RR-Zacken werden ermittelt
  • RR-Intervalle werden im Diagramm übertragen

Wozu dienen Pointcaré Maps bzw was sind diese Maps?

  • Dienen zur Visualisierung der Eigenschaften der Zeitreihen

Geometrisches Verfahren zur visuellen Darstellung der Veränderung der Frequenz von Herzschlägen

  • Graphische Darstellung der Korrelation der RR-Reihe mit sich selbst nach Vorschub um ein RR-Intervall
  • arrythmische Ereignisse bilden inselförmige Punkthaufen ausserhalb der durch normale Sinusschläge produzierten Punktwolke die nach erfolgreicher Artefaktbildung beseitigt sein sollte
  • visuelle qualitative Auswertung, so kann der Arzt schnell erkennen ob der Patient gesund ist.

Frequenzanalyse

unterschiedliche periodische Oszillationen der Herzrate, können einer bestimmten Frequenz zugeordnet werden

RR-Intervalle als gewichtete Summe von Sinusschwingungen unterschdl. Frequenzen dargestellt

Methoden der Frequenzanalyse

HF-Power:

  • Bewertung der parasympathischen Aktivität des Herzens
  • Bereich von 0,15-0,40 Hz
  • Repräsentiert hochfrequente, atmungsabhängige Variation der Geschwindigkeit der Herzkontraktion

LF-Power:

  • Bewertung der sympathischen Aktivität des HerzensAktivitäten sind auch zentrale, hauptsächlich sympathische Baroreflexe zurückzuführen
  • langsame Oszillationen der Herzschlagfrequenz
  • Bereich von 0,04-0,15 Hz

Was ist die Pleura

Verbindung zwischen Thorax und Lunge --> Brustfell
Besteht aus zwei Pleurablätter einmal das Lungenfell (Pleura Pulmonalis), Rippenfell (Pleura Parietalis) und einem dazwischen liegenden Spalt, mit Unterdruck, den so genannten Pleuraspalt.

beide Pleurablätter besitzen eine Schicht aus flacher Deckzellen, die als Gleitmittel eine wässrige Flüssigkeit absondern. Diese Flüssigkeit verhindert das kollabieren der Lunge da sie durch Eigenelastizität und Oberflächenspannung ihr Volumen verringern will.
--> Ein Sog entsteht, der die Brustkobbewegung auf die Lunge überträgt.

Was ist ein Pneumothorax?

Luft gerät in Pleuraspalt und Lunge fällt in sich zusammen, da somit kein Unterdruck vorhanden ist und die Lunge sich wegen ihrer Eigenelastizität zsm zieht.
Unterdruck sorgt dafür dass die lunge in ihrem normalen Zustand am Brustfell haftet und sich entfaltet.

Was für Pneumothoraxarten gibt es?

  • offener Pneumothorax: Brustkorbverletzung öffnet Pleuraspalt nach Außen. Andere Lunge ist ebenfalls betroffen, da ein Teil der Luft zw. kollbierter und gesunder Lunge pendelt.
  • geschlossener Pneumothorax: Riss in Lunge und in viszeraler Pleura. z.B durch geplatztes Lungenemphysem, rasches Auftauchen, Überdruckbeamung
  • Ventilpneumothorax: Bei jeder Atembewegung wird neue Luft in Pleuraspalt gepumpt, Hautlappen bei Wunde wirkt wie Ventil --> Überdruck entsteht, der die Organe woe z.B das Herz zur Seite drückt und seine Füllung behindert.

Vitalkapazität

VC--> Lungenvolumen, das bei einer max. Einatmung wieder max. ausgeatmet werden kann.

Tidalvolumen

VT --> Volumen eines normalen Atemzuges, ca. 500 ml bei Erwachsenen

Badewannenkurve

Stellt die Ausfallrate als Funktion der Zeit dar.

Zyklisches Austauschen von Risikokomponenten vor Ablauf der techn. Lebensdauer bzw. vor Verschleiß

Risiken und Komplikationen von Volumenkontrollierte/ Druckkontrollierte Beatmung

  • Bei Volumenkontrollierte Beatmung: Risiko--> Druckspitzen durch Veränderung der Elastizität und Dehnbarkeit der Lunge
  • Bei Druckkontrollierte Beatmung: Tidalvolumenschwankungen durch Complianceveränderung

Was ist Weaning?

Weaning ist die Entwöhnung des Patienten vom Beatmungsgerät und maschineller Atemunterstützung

Kurzes Weaning (0,5-mehrere Stunden) wenn,

  • Beatmungsdauer kurz war, nach OP oder bei Beatmung bis zu 3 Tage
  • sich die Lungenfunktion nicht wesentlich änderte
  • keine Lungenerkrankung die Beatmung erforderte
  • keine Komplikation bei Extubation des Endotrachealtubus

Weaning über Tage bis Wochen (Monate und Jahre)

  • Nach Langzeitbeatmung (länger als einer Woche)
  • bei schweren Erkrankungen
  • muskuläre Schwäche der Atemmuskulatur

--> kontinuirliches Weaning: Stetige Abnahme der unterstützung
--> diskontinuirliches Weaning: Phasen ohne Unterstützung wechseln mit Phasen der Vollunterstützung ab.

Étudier