Bio-PHZH | Themenkreis 4.2: Bau, Leben und Bedeutung von Tieren

Anforderungen im Fachbereich Biologie für die Aufnahmeprüfung an die PHZH

Anforderungen im Fachbereich Biologie für die Aufnahmeprüfung an die PHZH


S. B.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biologie des Tierkörpers, insbesondere den Aufbau und die Funktionen von Organen wie dem Nervensystem, der Lunge und dem Herzen. Sie beleuchten die hormonelle Regulation, den weiblichen Zyklus und die Bedeutung von Hormonen wie Östrogen und Progesteron. Ideal für Mittelschüler, die sich auf Biologieprüfungen vorbereiten, vermitteln sie ein tiefes Verständnis der tierischen Physiologie und der komplexen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Körpersystemen.
Cartes-fiches
72
Utilisateurs
20
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
25.05.2012 / 29.12.2020

Cartes-fiches

Verdauungssystem

Das Verdauungssystem umfasst Mund, Speiseröhre, Magen, Darm, After sowie die Leber und Bauchspeicheldrüse.

Die Nahrung wird vom Mund zum After durch das Verdauungssystem geschoben und dabei mechanisch und chemisch so bearbeitet,dass die Nährstoffe vom Darm ins Blut aufgenommen werden können.

Die Nährstoffe werden vom Blutsystem im Körper verteilt und1. das Unverdauliche wird über den After ausgeschieden.

Die Nahrung liefert:

• das Material für den Aufbau und die Erneuerung des Körpers und

• die Energie für alle Aktivitäten.

Atmungssystem

Zum Atmungssystem gehören Nase, Luftröhre, Lunge und Zwerchfell sowie indirekt der Brustkorb.

Das Atmungssystem versorgt den Körper mit Sauerstoff und entsorgt das im Stoffwechsel anfallende Kohlenstoffdioxid.

Beim Einatmen wird die Luft durch Bewegen von Brustkorb und Zwerchfell via Nase und Luftröhre in die Lunge gezogen. In der Lunge diffundiert Sauerstoff aus der Luft ins Blut. Das Blut transportiert den Sauerstoff zu den Zellen. Die Zellen verbrachen Sauerstoff in der Zellatmung. Das dabei entstehende Kohlenstoffdioxid wird vom Blut zur Lunge transportiert und an die Luft abgegeben. Diese "verbrauchte" Luft der Lunge wird ausgeatmet.

Harnsystem

Zum Harnsystem gehören die zwei Nieren und deren Harnleiter sowie die Harnblase und Harnröhre.

Die Nieren entnehmen dem Blut die Abfallstoffe (Exkrete) des Stoffwechsels und scheiden sie imW asser gelöst als Harn aus.

Die Harnbildung beginnt mit der Filtration des Bluts. Dann werden 'Wasser und Nährstoffe aktiv (unter Energieaufwand) aus dem Primärharn ins Blut zurückresorbiert.

Der kontinuierlich gebildete Harn wird in der Harnblase gespeichert und durch die Harnröhre abgegeben. Die Harnröhre fUhrt bei der Frau in den Scheidenvorhofund beim Mann durch den Penis nach aus sen.

Ein kleiner Teil der Exkrete wird über die Haut und die Galle ausgeschieden.

Blutsystem

Das Blutsystem besteht aus einem geschlossenen Gefässsystem (Blutkreislauf) mit Blut, das vom Herzen bewegt wird.

Bei den Gefässen unterscheidet man Arterien (fUhren Blut vom Herzen weg), Venen (führen Blut zum Herzen) und Kapillaren (ermöglichenden Stoffaustausch).

Das Blut besteht aus Blutplasma und Blutkörperchen. Rote Blutkörperchen dienen dem Gastransport, weisse sind für die Abwehr zuständig und die Blutplättchen für die Gerinnung.

Der Blutkreislauf hat verschiedene Aufgaben. Er verteilt Nährstoffe und Sauerstoff, sammelt Exkrete und Kohlenstoffdioxid, verteilt Hormone, dient der Wärmeregulation und der Abwehr.

Haut

Die Körperoberfläche ist von einem Epithel bedeckt, das je nach Region und Aufgabe verschieden gebaut ist.

Die äussere Haut ist mehrschichtig und mehr oder weniger verhornt. Sie

• schützt gegen mechanische, chemische und thermische Einflüsse

• schützt vor Strahlung

• verhindert das Eindringen von Krankheitserregern

• trägt Sinnesorgane und Sinneszellen (Druck- und Tastsinn, Wärme- und Kältesinn, chemischer Sinne)

• vermindert Wärmeverluste und ist beteiligt an der Wärmeregulation

• scheidet Stoffe aus

Innere Oberflächen (Darm, Lunge), die dem Stoffaustausch dienen, sind durch Ein- oder Ausstülpung vergrössert, Sie sind meist dünne, durch eine Schleimschicht geschützte Schleimhäute.

Sinnesorgane

Die Sinnesorgane am Kopf sind Sehsinn (Augen), Gehörsinn (Ohren), Geschmackssinn (Zunge) sowie Geruchssinn (Nase).

Sinneszellen im Inneren und in der Haut sind Tast- und Drucksinn, Wärme- und Kältesinn sowie Schmerzsinn.

Sinnesorgane und Sinneszellen liefern dem Nervensystem Informationen über die Umwelt und die Innenwelt. Sie reagieren auf äussere und innere Reize mit der Bildung von nervösen Erregungen in Form von elektrischen Impulsen.

Die Sinnesorgane und das Nervensystem ermöglichen uns Reaktionen und Aktionen. Sie regeln auch die Zusammensetzung und die Bedingungen im Körper.

Nervensystem

Das Nervensystem umfasst. die Zentren Hirn: und Rückenmark sowie die Nerven zur Peripherie. Es bildet, leitet und verarbeitet nervöse Erregungen und speichert Informationen.

Nerven leiten nervöse Erregungen von den Sinnesorganen zum Hirn, wo sie Wahrnehmungen und Assoziationen auslösen. Das Hirn: plant Reaktionen. und· schickt die entsprechenden Befehle in Form von nervösen Erregungen über Nerven zu den Organen.

Das animale oder willkürliche Nervensystem steuert willkürliche Aktivitäten, insbesondere die Bewegungen der Skelettmuskeln. Das vegetative oder unwillkürliche Nervensystem arbeitet unabhängig vom Willen und ist von diesem nicht beeinflussbar. Es regelt die Arbeit innerer Organe (z.B. Darm).

Hormonsystem

Das Hormonsystem besteht aus verschiedenen Hormondrüsen (Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Nebennieren, Eierstöcke bzw. Hoden) und der Hypophyse als Zentrale.

Es ist beteiligt an der Regulation und Koordination der inneren Organe. Es steuert auch das Wachstum und die Entwicklung. Das Hormonsystem arbeitet mit dem vegetativen Nervensystem zusammen.

Hormone sind Botenstoffe, die in Hörmondrüsen produziert und vom Blut im Körper verteilt werden. Jedes Hormon wirkt nur in Organen bzw. Zellen mit den passenden Rezeptoren.

Produktion und Ausschüttung von Hormonen werden von der Hypophyse gesteuert. Die Hypophyse hängt am Hirn und wird von diesem beeinflusst.

Fortpflanzungsorgane

Zu den Fortpflanzungsorganen zählen:

• bei der Frau: 2 Eierstöcke, 2 Eileiter, Gebärmutter und Scheide

• beim Mann: 2 Hoden, 2 Nebenhoden, 2 Samenleiter, Prostata und Penis

Der Mensch pflanzt sich ausschliesslich geschlechtlich fort. Die Gameten werden in den Keimdrüsen gebildet: In den Eierstöcken der Frau reift ca. alle vier Wochen ein Ei, in den Hoden werden laufend Millionen von Spermien gebildet.

Spermien, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, schwimmen in den Eileiter, wo ein Spermium mit der Eizelle zur Zygote verschmelzen kann. Diese entwickelt sich m der Gebärmutter zum Embryo. Aus Geweben der Mutter und des Embryos entsteht die Plazenta, die den Embryo mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Lymphsystem

Das Lymphsystem umfasst Lymphe, Lymphgefässe, Lymphknoten und die lymphatischen Organe (Thymus, rotes Knochenmark, Milz, Mandeln).

Es enthält einen grossen Teil der weissen Blutkörperchen. Das Lymphsystem sammelt die Lymphe in den Geweben, filtriert sie (Lymphknoten) und bringt sie durch die Lymphgefässe in den Blutkreislauf.

Das Lymphsystem dient der Abwehr, entfernt alte Blutkörperchen, fremde Zellen und Stoffe aus dem Blut und bringt Wasser aus den Geweben in den Blutkreislauf zurück.

Neben dem Lymphsystem und dem Blutsystem stehen auch andere Organe im Dienst der Abwehr. So verhindert die Haut das Eindringen von Erregern.

Skelettsystem

Das Skelett besteht aus Knochen, die durch Gelenke verbunden sind. Seine Hauptteile sind Schädel, Wirbelsäule, Schultergürtel, Arm- und Handknochen, Brustkorb, Beckengürtel und Bein- und Fussknochen.

Knochen sind so gebaut, dass die nötige Stabilität bei minimalem Gewicht erreicht wird. Ein Knochen besteht aus Knochen-, Knorpel- und Bindegewebe und enthält Knochenmark, Blutgefässe und Nerven. Im roten Knochenmark werden die meisten Blutzellen gebildet. Knochensubstanz enthält Mineralstoffe und organische Verbindungen (Eiweisse).

Funktionen des Menschlichen Skeletts:

• Schutz lebenswichtiger Organe: Zentrales Nervensystem, Herz, Lunge, Auge, Innenohr

• Stütze

• Form

• allgemeine Bewegungen (Muskeln/Sehnen setzen an Knochen an!)

• spezielle Bewegungen: Atmung (Brustkorb), Kauen, Sprechen, Schlucken

• Federung (Gelenke, Menisken, Doppel-S-Form der Wirbelsäule beim Menschen)

• Bildung aller Blutkörperchen (im Knochenmark)

• evtl. Speicher (Kalzium, Phosphat, Fett)

Muskelsystem

Das Muskelsystem besteht aus Skelettmuskulatur und Eingeweidemuskulatur.

Muskeln verursachen Bewegungen, indem sie sich verkürzen (kontrahieren). Die dazu erforderliche Energie liefert das ATP.

Die Skelettmuskelfasern sind Organe aus quergestreiften Muskelfasern. Sie setzen über Sehnen an Knochen an und bewegen diese gegeneinander. Skelettmuskeln werden vom animalen Nervensystem gesteuert, unterstehen also dem Willen.

Die Eingeweidemuskulatur sorgt für die Bewegungen innerer Organe. Sie besteht aus glatten Muskelzellen, die in die Organwände (z.B. Darmwand) eingebaut sind. Die Eingeweidemuskulatur wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert, arbeitet also unwillkürlich.

Drüse

Organ, das Stoffe produziert und abgibt, z.B. Enzyme, Hormone, Speichel, Galle etc.

endokrine Drüse

Die produzierten Stoffe (z.B. Hormone) werden in den Körper (Blut, Lymphe) abgegeben.

exokrine Drüse

Die produzierten Stoffe (z.B. Enzyme, Schleim) werden über Ausfuhrgänge nach aussen abgegeben (z.B. in den Mund, in den Darm, auf die Augenoberfläche).

Hormon

Chemischer Botenstoff. Übermittelt eine Information, ohne diese selber auszuftihren. Stoftkategorien: Proteine oder Steroide.

Enzym

Biokatalysator, der eine bestimmte Stoffwechselreaktion in angemessener Menge und Schnelligkeit überhaupt ermöglicht, dabei aber nicht verbraucht wird. Enzyme braucht es sowohl für das Aufspalten (=Analysen), wie für das Aufbauen (=Synthesen) von Substanzen. Alle Enzyme gehören zur Stoffkategorie der Proteine.

Arterie

Blutgefass das vom Herzen wegführt. Das Blut steht unter höherem Druck.

Vene

Blutgefass das Blut zum Herzenhintlihrt. Das Blut steht nur unter geringem Druck.

arteriell

Sauerstoffreiches, kohlenstoffdioxidarmes Blut; hellrote Farbe.

venös

Kohlenstoffdioxidreiches, sauerstoff armes Blut; dunkelrote Farbe.

Speicheldrüsen

Speichel enthält stärkespaltendes Enzym, macht den Nahrungsbrei schlüpfrig und verklumpt ihn.

Speiseröhre

Schlaffer, muskulöser Schlauch mit Schleimhautüberzug. Aktives Befördern des Nahrungsbreis in den Magen durch Kontraktionswellen.

Magen

Desinfektion (Säurebad), Zwischenlager(weitester Teil desVerdauungstraktes), Zersetzung der Proteine durch Enzyme.

Zwölffingerdarm (= Duodenum)

Aufspalten verschiedener Nahrungsbestandteile.

Bauchspeicheldruse (=Pankreas)

Produziert Verdauungsenzyme die Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Nukleinsäuren zersetzen. Auch werden die Hormone Insulin (Senkung des Blutzuckergehalts) und Glukagon (Anheben des Blutzuckergehalts) produziert.

Leber

«Chemielabor des Körpers» Z.B. Umwandlung von Glucose zu Glykogen und umgekehrt, Entgiftung durch Um- oder Abbau von Stoffen wie Alkohol, Nikotin, Medikamenten, giftigem Ammoniak zu ungiftigem Harnstoff. Produktion von Galle, die u.a. Fette emulgiert (= in feinste Tröpfchen verteilt). Speicherung von Stoffen wie z.B. Glykogen (= tierische Stärke) oder fettlöslichen Vitaminen (A,D,K).

Gallenblase

Speicherung und Eindicken von Galle.

Dünndarm

Vorerst überwiegt die chemische Zersetzung, anschliessend werden die Nahrungsbestandteile wie Aminosäuren, Zucker, Fettsäuren, Glycerin, DNA-Nucleotide, RNA-Nucleotide resorbiert.

Blinddarm

Gärkammer (besonders gross bei Unpaarhufern Z.B. Pferd).

Wurmfortsatz (= Appendix)

Abwehrfunktion

Dickdarm

Resorption u.a. von Wasser und Mineralsalzen. Lebensort der Kolibakterien

Mastdarm mit Sigmaschleife

Kotaufbewahrung

Schilddrüse

Produzieren Hormone für den Stoffwechsel

Niere

Exkretion von Harn aus dem Blut, Regulation der Konzentrationen im Körper

Nebenniere

Produziert Hormone wie das «Stress»-Hormon Adrenalin und das Kortisol

Milz

Blutspeicher, Organ des Abwehrsystems

Harnblase

speichert Harn

Harnleiter

transportiert Harn aus der Niere in die Blase

Vorsteherdrüse (Prostata)

bildet ein Sekret mit Enzymen und Hormonen

Study