Biochemie 6 - Proteine isolieren und charaktisieren

Aminosäuren, Proteinstruktur u. -eigenschaften, HPCL, SDS-PAGE

Aminosäuren, Proteinstruktur u. -eigenschaften, HPCL, SDS-PAGE


N. W.
Diese Lernkarten behandeln die Isolierung und Charakterisierung von Proteinen auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Chromatografie, insbesondere die Dünnschichtchromatografie, und die Eigenschaften von Proteinen wie ihre Struktur und Säure/Base-Eigenschaften. Die Karteikarten erklären die Affinität von Proteinen zu verschiedenen Phasen, die Bedeutung des Rf-Werts und die Rolle von Aminosäuren wie Leucin. Ideal für Studierende, die sich auf biochemische Analysen und Proteincharakterisierung vorbereiten.
Karten
12
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
13.04.2015 / 21.11.2025

Lernkarten

A1 Aminosäuren:

a) Welche zwei Aussagen über Leucin treffen nicht zu?

A1 Aminosäuren:

b) Erläutern Sie mit Hilfe einer Strukturzeichnung den Begriff alpha-Amino-Carbonsäure.

H2N-CHR-COOH

H2N  => Amino-
CHR => alpha-C-Alom  [Seitenkette hängt am ersten C-Atom hinter der Carbonsäure]
COOH => Carbonsäure

A2 Dünnschichtchromatographie:

a) Was versteht man unter dem Rf-Wert und welche Bedeutungs hat er für die Dünnschichtchromatographie von Aminosäuren?

Rf= Laufstecke AS/ Laufstrecke Laufmittel

Der Rf-Wert ist ein relativer Vergleichswert der Laufstrecke in Abhängigkeit von der mobilen und stationären Phase. Mit ihm lassen sich Polaritäten vergleichen.

A2 Dünnschichtchromatographie:

b) In einer Dünnschichtchromatographie mit Kieselgel als stationäre Phase und einer apolaren mobilen Phase (pH 10) vergleichen Sie das Laufverhalten von Asparat, Alanin und Isoleucin.

Ordnen Sie folgene Rf-Werte je einer AS zu, begründen Sie Ihre Zuordnung: 0,45 - 0,12 - 0,59.

Asparat -> 0,12 -> Asp ist sehr polar (sauer) =>beide Carboxylgruppen + die Hälfte der Aminogruüppe dissoziieren; Asp hat somit eine hohe Affinität zum polaren Kieselgel => Konsequenz: läuft nicht sehr weit

Alanin -> 0,45 -> Ala ist eine unpolare aliphatische AS und hat keine hohe Affinität zur mobilen Phase => Konsequenz: läuft weiter, da von mobiler Phase getragen

Isoleucin -> 0,59 -> Iso. ist eine noch unpolareer aliphatische AS, da größere unpolare Seitenketten bestehen; es hat quasi keine Affinität zum Kieselgel => Konsequenz: läuft am weitesten

A2 Dünnschichtchromatographie:

c) Erläutern Sie die zwei Prinzipien, die zur Auftrennung von Substanzen (Analyten) durch chromatografische Verfähren führen.

Verteilung -> bestimmt durch die Löslichkeit des Stoffes in flüssiger, stationären Phase

Adsorbtion -> bestimmt durch die Affinität zur stationären Phase (Gegenprinzip -> Desorption)

A3 Proteinstruktur:

a) Beschreiben Sie drei Bindungstypen und die zugehörigen strukturbildenen Elemente der Tertiärstruktur.

- Disulfidbrücken: bei Cystein und Methionin (Schwefel im Rest)

- Ionenbindung: bei sauren und basischen Resten

- Van-der-Waals-Kräfte: hydrophobe WW bei unpolaren Resten (z.B. Leucin und Isoleucin oder aromatischen Systemen)

A3 Proteinstruktur:

b) Wie können diese Bindungen reversibel zerstört werden? Kurze Begründung!

- Disulfidbrücken durch Reduktionsmittel (z.B. beta-MercaptoEtOH) => reduziert Schwefelbindung

- Ionenbindung: extreme pH-Werte => Veränderung der Ladung der ionischen Reste

- Van-der-Waals-Kräfte: z.B. organische Lsg.-mittel => keine WW unter den unpolaren Resten sondern mit unpolaren Lsg.-mittel

A3 Proteinstruktur:

c) Nennen Sie ein Bsp. für eine kovalente Bindung als strukturbildenes Merkmal der Quatärstruktur und beschreiben Sie, wie diese chemisch zerstört werden kann.

Disulfidbrücken -> Zerstörung durch Reduktionsmittel (z.B. Dithiothreitol) => reduziert Schwefelbindung

A4 Proteine:

Welche zwei Aussagen zu den Säure/Base-Eigenschaften eines Proteins treffen zu:

A5 Chromatografie:
 

a) Beschreiben Sie die Eigenschaften der stationären und der mobilen Phase bei der Anionenaustauscher-Chromatografie und diskutieren Sie das Trennprinzip. (FACHBEGRIFFE!!)

stationäre Phase: positiv geladen, hohe Affinität bei Anionen => binden durch Adsorbtion an die Oberfläche (flüssig o. fest)

mobile Phase: Anionen enthaltende Lsg. (flüssig o. gasförmig), die mit aufsteigender Anionenkonz. dazugegeben wird:

- niedrige A.-konz. = nur Anionen mit geringer Affinität zur stat. Phase werden ausgetauscht und "durchgespült"

- hohe A.-konz. = auch Anionen mit hoher Affinität zur stat. Phase werden ausgetauscht

 

=> Größe und Stärke der Ionenladung sind ausschlaggebend für die Affinität eines Anions

A5 Chromatografie:

b) Was ist eine Retentionszeit? Bestimmen Sie aus der Grafik die RZ von Hb A und Hb S.

RZ = Zeit der Verzögerung im Durchlauf durch stationäre Phase

Hb A -> Peak bei 4,5 Min.

Hb S -> Peak bei 2,5 Min.

A5 Chromatografie:

c) Begründen Sie mit Hilfe des Chromatogramms die möglichen Unterschiede zwischen Hb S und Hb A. Nennen Sie ein Beispiel für einen passenden AS-Austauscher!

Hb S muss durch den AS-Austauscher eine Konformationsveränderung aufweisen, die mehr AS mit aromatischem Rest im inneren aufweist und somit eine nicht so starke Affinität zur stationären Phase hat wie Hb A.

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