bhv M 4.5 Ausdrucksverhalten des Hundes
Mit welchen Mitteln und in welcher Form drückt der Hund was aus?
Mit welchen Mitteln und in welcher Form drückt der Hund was aus?
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Flashcards
Kommunikation bei Hunden
Olfaktorisch
Akustisch
Taktil (Berührungen)
Optisch (Gestik Mimik)
Olfaktorisch
Wahrnehmung über Riechepitelien in der Nasenschleimhaut
Jacobson'sches Organ (Vomeronasales Organ) Loch an der Rachendecke mit Verbindung zu Nasenschleimhaut (bes. zur Wahrnehmung von Pheromonen)
Großes Riechhirn 10%
Ausdrucksmölichkeiten:
- Urinmarken (Auskunft über wer war wann hier Alter Geschlecht)
- Kot (wird mit Duftstoffen aus den Analdrüsen versehen Stimmungslage)
- Violdrüse (an der Oberseite der Rute - oft rudimentär)
Gerüche können stark ablenkend wirken ! Ausbildung
Gerüche können Emotionen auslösen
Akustisch
Verstärkung von optischen Signalen (z.B. Knurren beim Fletschen)
Bellen: (Domestikationserscheinung)
- Spielbellen
- Drohbellen
- Begrüßungsbellen
- Erregungsbellen
Wuffen
- Warnlaut
Winseln, Fiepen
- Streß Unbehagen Demut
Heulen
- bei Trennung von Gruppe
- Chorheulen
- Stimmungsübertragung (Kirchglocken Sirenen)
Schreien
- bei Angst
Taktil
Positiv:
- Kontaktliegen
- Versch. Schnauzenkontakte
- Lefzenlecken
- Anpföteln
- Parallel Laufen
Negativ:
- Rempeln
- Umwerfen
- Festhalten
- Beißen
Spiel:
- Stupsen
- Anhopsen
- Drängeln
- Beißen
- Maulringen
Exk. Ethogramm
Das Ethogramm stellt das gesamte Verhaltensinventar einer Art dar
! Wertfreies Beobachten ohne Interpretation !
1ter Ordnung: Stellungen Haltungen oder Bewegungen
Grundlage für Mimik
Lautäußerungen
2ter Ordnung: Zusammenfassung einzelner Komponenten zu Signaleinheit
Diese Signaleinheiten werden in Gruppen eongeteilt
Optische Mittel
Ohren (Ansatz)
Stirn
Augen
Schnauze (Nasenrücken)
Rute
Rückenhaare
Körperhaltung
Gliedmaßen (Aufrecht / Geknickt / Angehoben)
Anspannung
Kopfhaltung
Ohren
Urspr. Stehohren
Drehung nach vorn (Neugier Interesse Drohen)
Drehung nach hinten (Vorsicht Angst)
Anlegen (Angst)
Schlappohren
hier ist bes. die Ohrbasis bedeutsam
Ohrbasis tief (Vorsicht Angst)
Ohrbasis angehoben (Interesse Neugier)
Stirn
Spannung verändert sich abhängig von der Ohrstellung
Ohren nach hinten: glatt faltenlos
Ohren nach vorne (aufgestellt): gerunzelt
Exk. Rassen Züchtung Verlust Signalfunktion
bei manchen Rassen sind bestimmte optische Signale schlecht oder gar nicht mehr wahrnehmbar
Ponyfrisur
Dauerfaltenstirn
kurze Schnauze
Kugelaugen
Augen
Stehen in Zusammenhang mit Ohrstellung
Ohren nach hinten: Schlitzform
Ohren nach vorn: Augen eher rund
Augenbrauen
Schnauze
Lefzenspalt Mundwinkel:
kurz (verkürzt)(rund) Sicheres offensives Drohen (in Verbindung mit Ohren nach vorne und Blickfixierung)
lang (spitz) Unsicheres defensives Drohen (in Verbindung mit Ohren nach hinten und Blick wegdrehen)
Lefzen:
hochgezogen (Zähne blecken)
dabei
Nasenrücken:
gerunzelt
Rute
Haltung & Bewegung
Haltung:
nach oben (Erregungslage)
gerade (Entspannungslage)
nach unten (Unsicherheit Ängstlichkeit)
Bewegung:
Wedeln ist lediglich ein Zeichen erhöhter Erregungslage - nicht Freude
Rasseunterschiede:
Fahne (z.B. DSH)
Ringel (z.B. Spitz)
Verkürzt (z.B. Airdail)
immer nach unten (z.B. Windhund)
Rückenhaare
Der Rückenfellstreifen wird je nach Erregungslage aufgestellt (vor allem Nacken und Schwanzansatz)
! unterschiedliche Fellstrukturen (z.B. Richback)
Körperhaltung
Haltung
Körperspannung
Gliedmaßen (durchgestreckt eingeknickt)
Kopfhaltung (tief aufrecht nach vorne weggedreht)
Bewegung
Stellung zu anderen
! Rassebedingte Unterschiede
Gesamtausdruck
Gesamtheit von Gestik und Mimik, Körperhaltung, Blickrichtung sowie Lautgebung
Der Gesamtausdruck gibt Info über den emotionalen Zustand (Motivation Handlungsbereitschaft...)
Verhaltensweisen (Gesamtausdruck) & Funktionskreise
Orientierungsverhalten
Komfortverhalten
Sozialverhalten
Fortpflanzungsverhalten
Stoffwechselbedingtes Verhalten (z.B. Lustlosigkeit Depression Durchfall Aggression)
Grundstimmungen
Neutral
Aufmerksam
Sicher
Unsicher
Ängstlich
! Ambivalent - nicht sicher/unsicher - schnell wechselnde Stimmungen
Hundeverhalten (Ethogramm)
Verhalten der sozialen Annäherung (Soziopositives Verhalten)
Imponierverhalten
Passive Demut
Agonistisches Verhalten (Drohverhalten Offensives Verhalten Flucht Deeskalationsverhalten Beschwichtigungsverhalten)
Stress- und Erregungsverhalten
Spielverhalten
Soziale Annäherung
Umeinander Laufen
Fellschnuppern
Anogenital Schnuppern
Schnauzenschnuppern
Schnauzenkontakt
Mundwinkel lecken
Aktive Demut / Beschwichtigung
Bewegung auf den anderen Hund zu (oft aufdringlich)
Sich klein machen (Hinlegen oder in Bewegung)
Pfote anheben einknicken
Ohrwurzeln tief, Ohren angelegt oder in Bewegung
Mundwinkel nach hinten gezogen
Züngeln (Über die eigene Schnauze lecken)
Stirn und Nasenrücken glatt
eingeknickte Gliedmaßen
Rute tief (wedelt schnell)
Schnauzenkontakt Lefzenlecken
Blick abwenden
! Kann als Belästigung empfunden werden (Rasseunterschiede)
Passive Demut / Beschwichtigung
Reaktion auf empfundene Bedrohung oder Gefahr oder aus Stress
Ziel: Abstand vergrößern
Soll deeskalieren
Hinlegen auf die Seite oder den Rücken (! Achtung Mythos "Alpha")
Urinieren Fiepsen Winseln
Deeskalationsverhalten / Beschwichtigung
Kopf abwenden
Langsame Bewegungen
Erstarren
Züngeln
Blinzeln
Pföteln
Sich klein machen
Gähnen
Im Bogen gehen
Am Boden schnüffeln
Vorderkörpertiefstellung
Stressverhalten
Sich abwenden
Unsteter Blick
Fiepsen Winseln Bellen
Hecheln
Vermehrter Speichelfluß
Wedeln
Erektion
Züngeln
Einfrieren
Langsame Bewegungen
Schreckhaftigkeit
Übersprungsverhalten
Übersprungsverhalten
ist ein Anzeichen für einen inneren Konflikt (gleichzeitige Motivationen)
Klassiker: Gähnen
Sich Kratzen
Am Boden schnüffeln
Markieren
Imponierverhalten
Beeindrucken eines anderen
Größe und Stärke zur Schau stellen
Ggü beiden Geschlechtern
Ziel: Konflikt soll vermieden werden
Kann in Droherhalten übergehen
Oft mit Unsicherheit verknüpft
Kann zur T-Stellung kommen (Beschneiden des Weges des anderen)
Agonistisches Verhalten
Verhaltensweisen die auf eine Bedrohung oder einen Angriff erfolgen
Aggressive Verhaltensweisen vs Verhaltensweisen der Deeskalation / Flucht
Drohverhalten
Ziel: ! Halte Abstand
(auch beim Besitzer - oft Mißverständis - keine Auflehnung)
Wenn andere Verhaltensweisen (Beschwichtigen) keinen Erfolg/Abstand bringen
Die dezenten Drohsignale übersieht der Mensch meist
Die häufigsten Reaktionen des Besitzers (sich nähern, schimpfen) führen zu weiterer Eskalation
Sinnvoller: Ursache des Verhaltens analysieren - Abstand halten/vergrößern)
Soll Konflikte ohne Kampf lösen
Kann aber in offene Aggression/Kampf übergehen
Blick fixieren
Anspannung
Anheben der Lefzen
Nasenrückerunzeln
Zähne zeigen
Knurren
Bellen
Vorspringen
Schnappen
! Auch der defensiv drohende Hund kann in Angriff übergehen
! oft Ambivalenz (Sicherheit/Unsicherheit)
! Komponente Lernverhalten:
Hund kann gelernt haben in Situationen in denen er sich unsicher ist mit offensivem Verhalten zu reagieren
Hund kann gelernt haben das Drohverhalten zu überspringen
Rassespezifische Dispositionen (wenig oder keine Drohgestik Drohmimik)
Drohverhalten
Ziel: ! halte Abstand
Wenn Beschwichtigen keinen Erfolg/Abstand brachte
dezente Drohsignale übersehen wir oft
Schimpfen oder sich nähern führt zu weiterer Eskalation
Abstand halten/vergrößern - Ursache finden
Soll Konflikt ohne Kampf beenden
- Blick fixieren
- Anspannung
- Anheben der Lefzen
- Nasenrückenrunzeln
- Zähne zeigen
- Knurren
- Bellen
- Vorspringen
- Schnappen
! Auch ein defensiv drohender Hund kann in offene Aggression übergehen
! Oftmals Ambivalenz (Sicherheit/Unsicherheit)
! Hund kann gelernt haben bei Unsicherheit (auf die vermeintliche Bedrohung) offensiv zu reagieren
! Hund kann gelernt haben kein Drohverhalten zu zeigen und direkt in Aggression zu gehen
(Rassespezifische Probleme keine oder wenig Drohgestik Drohmimik)
Aggressives Verhalten / Angriffsverhalten
Gehemmt: Nicht die Absicht den anderen zu verletzen
- Sich aneinander hochstellen
- Rempeln
- Runterdrücken
- "Fechten" mit offener Schnauze zustoßen ohne zu beißen
Ungehemmt: Ernstkampf
- Beißen mit Verletzungsabsicht
- Beißen mit Festhalten
- Beißschütteln
Spielverhalten
Abbau überschüßiger Energie
Welpen u Jungtiere erlernen Bewegungsabläufe
Testen eines möglichen Sexualpartners
Vermischende Funktionskreise: Beutefang Pflege Sexualverhalten
! Achtung bei Mobbing
! Kann kippen
! Unterschiedliche Rassen (Kommunikationsmißverständnisse)
Gähnen
Müde
Gelangweilt
Gestreßt
Ängstlich