Beschaffung & Logistik

Prüfungsaufgaben IHK

Prüfungsaufgaben IHK


Thomas Miler
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Beschaffung und Logistik, mit Fokus auf Definitionen, Lieferantenbewertung und strategische Aspekte. Sie decken Themen wie ABC-Analysen, Lagerhaltung, Gefahrengutmanagement und Supply Chain Management ab. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die die Grundlagen der logistischen Prozesse und deren Optimierung verstehen möchten.
Karten
35
Lernende
17
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
11.03.2014 / 21.03.2025

Lernkarten

Def: VMI

Vendor Management Inventory = von VK organisierte Bestandsaufnahme

lieferantengesteuerter Bestand -> Verbesserung der Leistungsfähigkeit in der Lieferkette

Innerhalb von SCM -> schnelle und bequeme Art des elektronisch geführten Handels

Lieferant übernimmt automatische Lagerdisposition für Abnehmer -> direkter Zugriff auf Bestand

Vorteile VMI

  • schnelle Reaktion des Lieferanten auf Bedarfsschankungen 
  • kostengünstigere Losgrößen
  • geringerer Lagerbestand
  • höhere Verantwortung und Freiheit des Lieferanten beim Disponieren der Lieferung

fünf Gründe für optimale Tourenplanung

  • optimale Ausnutzung der Transportmittel
  • Kostenreduzierung durch Sinnvolle Ladungsnutzung der Fahrzeuge
  • Schonung der Umwelt durch optimale Wege-/Routenplanung
  • Termingerechte Anlieferung beim KD durch klare Fahrtenplanung
  • Minimierung von Leerflächen

Def: höhere Gewalt

unvorhersehbare Ereignisse auf die sich Vertragspartner nicht einstellen kann, z.B:

  • Krieg
  • Terror
  • Umweltkatastrophen

Ziele des SCM (Supply Chain Management)

Optimale Gestalltung der:

  • Logistikkettte
  • Lieferservices
  • Auftragsdurchlauf
  • Minimierung der Distributionskosten
  •  

 

Vorteile der Portfolioanalyse

  • Strategische Geschäftsfelder werden definiert, welche in Summe Bedeutung des Geschäfts darstellt
  • Mit jeden Geschäftsfelde sind Normstrategien verbunden
  • Analyseinstr. für die Planung des Sortiments d.h. Portfolioanalyse beeinflusst Entscheidung zur Strukturierung des Sortiments
  • Analyseinstrument für Steuerung der Marketingmix-Elemente

Def ECR

 

  • Optimierung der Zusammenarbeit zwischen H & H
  • zur Kostenreduktion
  • gesammte Wertschöpfungskette von Produktion bis Verkauf
  • für optimale Produktvielfalt, Qualität, Serivce
  • unter Einsatz von EDV

Def Supply Chain Management

= Lieferketten Management

  • strategische Zusammenarbeit zwischen Hersteller, Logistik, Händler
  • Optimierung der Abläufe der Lieferkette

4 fixe

4 variable Transportkostenbestandteile

Fixe Kosten:

  • Verladekosten
  • Lagerkosten bei Zwischenlagerung
  • Versicherungskosten für Ware (Gesamtpolice)
  • Kosten der Tourenplanung

Variable Kosten:

  • Fahrzeugkosten (Amortisation)
  • Personalkosten für Fahrer/ Beifahrer
  • LKW-Maut
  • Benzinkosten

zwei Konsequenzen für Betriebe die sich durch das Produkthaftungsgesetz ergeben

  • Improteuer der Produkte einführt in EU, haftet wie Hersteller (§4 ProdHaftG)
  • Lieferant eines P kann wie Hersteller haften, wenn er eigenen Lieferanten nicht benennen kann

 

Prozessablauf eines WWS im Lager in 4 Schritten

  1. Erfassung verkaufter Ware am POS mit EAN Daten
  2. Aktuallisierung des Bestands nach Entnahme
  3. Bestellvorgang wird ausgelöst wenn Meldebestand erreicht ist
  4. Verbuchung des neuen Wareneingangs und Aktuallisierung neuer Bestand

Def Efficient Replenishment

  • optimale Waren-/ Nachversorgung von Gütern am POS
  • exakte Vorhersage notwendig soweit möglich
  • setzt enge Verbundenheit zwischen H & H voraus
  • Warenwirtschaftssystem unabdingbar
  • EDI für Informationsfluss optimal
  • gesammelte Daten wichtig 
  • Just-In-Time für Hersteller optimal

zwei Aufgaben des Bestandscontrollings

  • Kontroll-, Steuerungs-, Planungsinstrument, um Daten aus der Bestandsführung zu sammeln, verdichten und auszuwerten
  • Werkzeug der Bestandsoptimierung

Verfahren zu Bestandsvorhersage

  • Mittelwertberechnung (Durchschnittsberechnung)
  • Verfahren der exponentiellen Glättung
  • Regressionsanalyse

Lagerung Gefahrengut

  • Gefahrengut richtig eingestapelt, verpackt, gelagert
  • davon darf keien Gefahr für MA ausgehen
  • Sicherheitsblätter geben Hinweise & Umgang mit Gefahrengut an
  • gesondert zu lagern

Def Cross-Docking

= Distributionsverfahren, wo die am Lager eingehenden Waren nicht gelagert, sonder direkt für die weitere Belieferung an die Filialen vorbereitet und weitergeleitet wird

Ziel ist die Reduzierung des Lagerbestands bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung des Transports

Beschreiben Sie, wie die ABC-Analyse mit der XYZ-Analyse in der Beschaffung kombiniert werden kann.

Erläutern SIe drei Entscheidungshilfen, die sich daraus für den Bereich Beschaffung ergeben

Aus der Kombination können in Abhängigkeit der Vorhersagegenauigkeit und der Warenkosten (->Bestandskosten) die Lagerhaltungskosten (-> speziel der Kapitalbindung) optimiert werden

  • AX- Material: geringe Sicherheitsbestände = Just-in-time-Versorgung
  • BY-Material: Rolling Forecast = Vorratsbeschaffung
  • CZ-Material: VMI = Lieferant füllt eigenverantwortlich auf

Unter welchen Vorausetzungen kann Multible Sourcing durch Single Sourcing ersetzt werden

Wenn Bedarfsdeckung durch Multiple Sourcing möglich ist und dabei die beschaffungspolitischen Bedingungen, wie z.b. Qualität und Verfügbarkeit, nicht verletzt werden, ist Multiple S. vor allem unter Sicherheitsüberlegungen die richtige Beschaffungsstrategie.

immer dann, wenn die genannten Kriterien zugunsten dieser Sicherheitsüberlegungen beeinträchtigt werden, sollte das MS überdacht werden

Def: elektr. Marktplätze

 

zwei Risiken?

  • = Ein- und Verkauf zwischen Anbieter und Abnehmer im Internet
  • wird virtuell abgewickelt und ist heute ein fester Bestandteil der Marketingaktivitäten im Handel

 

  • Gefahr der Kriminalität
  • mangelnder Sicherheit beim Datenschutz

Vorteile Eigenlager

Vorteile Fremdlager

Risiken der Fremdlagerung

Vorteile Eigenlager:

  • schneller Zugriff
  • höhere Flexibilität
  • permanenter Zugriff

Vorteil Fremdlager

  • transparente Kosten
  • keine Kapitalbindung
  • höhere Effizienz durch optimierten Technikeinsatz innerhalb des Fremdlagers

Risiken der Fremdlagerung:

  • Abhängigkeit von der Preisgesaltung des Lagerhalters
  • Der unmittelbare Einfluss auf die Gesaltung des Lagergutes geht verloren
  • Abhängigkeit von der Auslastung des Fremdlagerhalters

Auto gekauft bei Händler, am Tag darauf Unfall weil Bremsanlage kaputt. Fahrzeug = totalschaden. Geladene Gefahrengut muss durch gewerblichen Entsorgungsbetrieb geborgen und entsorg werden. Kosten belaufen sich auch 10.000 €

erläutern der rechtlichen Ausgangslage bzgl. Schadensregulierung des Transporters sowie der Folgeschäden

  • Schadenreguliertung des Transporters:
    • Gewährleistung aufgrund Sachmangel
    • Nachbesserung nicht möglich, daher Ersatzlieferung zuzüglich Entschädigung für Nutzungsausfall
  • Schadenregulierung der Folgeschäden:
    • Gebrauchtwagenhändler muss sämtliche Entsorgungskosten übernehmen

Def: Kanten & Knoten

  • aus verkehsgraphischer Sicht besteht das Verkehrsnetz (Transportnetz) aus Knoten und Kanten
  • Logistiksystem ist durch Zusammenwirken von Bewegungs und Specherprozessen gekennzeichnet
  • Knotenpunkte (Lager, Speicher) oder Zentren werden durch
  • Kanten (Bewegungen) verbunden, die Verkehrsfluss aufnehmen (von Güter, Informationen, Energie, Menschen)

Voteil von VMI für 

  • Lieferanten &
  • Händler

Lieferanten:

  • kontinuierlicher Austausch von Daten
  • Planungssicherheit
  • direkter Zugriff auf Lagerbestände
  • Zugriff auf Nachfragedaten

Händler:

  • Bestandsminderung
  • Personalersparnis bei der Disposition
  • höhere Versorgungssicherheit
  • erhöhter Servicegrad

Warum ist ständige Lieferantenbewertung wichtig?

  • Systematisierung
  • vereinfachter Überblick
  • Transparenz
  • Entscheidungshilfe

Def: Stammdaten, Bewegungsdaten

Stammdaten:

  • zustandsorientierte Daten zur
  • Identifikation, Klassifikation, Charakterisierung von Sachverhalten dienen und
  • unverändert über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen

Bewegungsdaten:

  • abwicklungsorientierte Daten, die
  • immer neu durch den betrieblichen Leistungsprozess entstehen

Def: ABC Analyse

  • Analyseverfahren, das sich an den Schwerpunkten der wichtigen und weniger wichtigen Objekte orientiert.
  • Klassifizierung nach ihrer Rangfolge und Wertigkeit und teilt diese in ABC Rangfolge
  • Ziel ist es, sich auf wichtige Objekte zu konzentrieren und hohe wirtschaftlichkeit zu erzielen

Pro & Contra für Lagerraumgestalltung nach ABC Analyse

Pro:

  • Lagerraumoptimierung
  • Wegeminimierung
  • Erhöhung Umschlagsleistung
  • häufig nachgefrage Artikel im schnelleren Zugriff

Contra:

  • Verwendungszusammenhänge von Artikeln nicht erkennbar (Komplementärgüter)
  • Artikelanordnung nicht per Augenschein bzw. Systematik erkennbar
  • Umorganisationsaufwand
  • Besondere Lagerungsbedingungen werden nicht berücksichtigt (groß, schwer, leicht)

Wie können AGBs zur Vereinfachung von Vertragsverhandlungen beitragen

3 Beispiele für einzelvertragliche Regelungen und Vielzahl von Verträglichen geltenden Regelungen

wenn die für eine Vielzahl von Verträgen geltenden Punkte wie z.B. Mängelhaftung usw foruliert und dokumentiert sind. Vor Vertragsabschluss müssen dann nur noch die einzelnvertraglichen Punkte wie z.B. der Preis verhandelt und abgestimmt werden

Einzelverträglich:

  • Artikel
  • Preis
  • individuelle Sonderbedingungen
  • Menge
  • Lieferzeit
  • Transportart

Vielzahl von geltende Regelungen:

  • Sachmangelhaftung
  • Verzugsschadenregelung
  • Zahlungsbedingungen
  • Erfüllungsort und Gerichtsstand

Ziele des innerbetrieblichen Materialflusses

  • Verkürung der Durchlaufzeit
  • Einsparung von Kosten
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen
  • Ausschuss soll vermindert werden bzw verhindert werden

Kriterien für Einteilung der Transportmittel im innerbetr. Warentransport

  • nach Flurbindung
  • Nach dem Antrieb
  • nach dem Automatisierungsgrad
  • nach der Beweglichkeit und Flexibilität
  • nach der Häufigkeit der Beförderung der Waren

Bestandteile des ECR-Konzept

  • Kooperation zwischen H&H
  • effiziente Distributionswege
  • Standardisierung von Transportmittel
  • Rationalisierung
  • Einheitliche Transportverpackungen
  •  

Drei Formen des Recyclings

  • Wiederverwendung: Mehrwegverpackung, Paletten, Behälrter 
  • Weiterverwendung: Abfälle werden für andere Zwecke weiterverwendet z.B. Wärme
  • Wiederverwertung: Aufarbeitugn im Recyclingprozess, z.B. Altpapiert

Ökologische Aspekte bei der Beschaffung

  • Umweltbelastung bei Herstellung so gering wie möglich, was im Angobot erkennbar sein soll
  • Recyclingmögl. der Verpackungen / Rücknahmebedingungen im Angebot
  • Entsorgungshinweise / -möglichkeiten für Restmaterial/ Abfall/ Verpackung im Angebot
  • Hinweise auf Gefahrenstoffe dürfen nicht fehlen
  • Mehrwegtransportverpackung sollte angeboten werden
  • Es sollte umweltverträgliche Transportmöglichkeiten gewählt werden

Strategische / Operative Aufgaben des Einkaufs

Strategisch:

  • Beurteilung der Lieferanten
  • Besuchen der Lieferanten auf Messen
  • Preisverhandlungen
  • Beschaffungsmarkterkundung

Operative:

  • Bestellungen ausführen
  • Angebote Prüfen
  • Lieferterminverfolgun

Beschreibung ABC-Analyse

  • Analyseverfahren, Schwerpunkt auf wichtige ode weniger wichtige Objekte
  • Klassifizierte Objekte nach Rangfolge und Wertigkeit -> ABC Reihenfolge
  • Ziel: Sich auf wichtige Objekte Konzentrieren um dort hohe Wirtschaftigkeit zu erzielen

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