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Saskia Maumau
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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.06.2013 / 30.06.2013
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)
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Welche paarigen und unpaarigen Flossen kennen Sie? Erläutern Sie deren Form und Struktur

Paarige Flossen: Stehen in mehr oder weniger enger Verbindung zum Skelett (Landwirbeltiere: Entwicklung der Extremitäten), Brust- und Bauchflossen

Brustflossen: seitlich hinter den Kiemendeckeln sitzend

Bauchflossen: vor dem After=bauchständig, sehr weit vorn=brustständig, an der Kehle=kehlständig

Einige Arten ohne Bauchflossen: Aale, Seenadeln oder Vereinigung zum Saugnapf: Koppe Grundeln

 

Unpaarige Flossen: Rückenflosse, kann ein- (Karpfen), zwei-(Zander), dreiteilig(Schellfisch) sein, aus Hart-(ungegliedert, spitz, hart) und Weichstrahlen (gegliedert, weich) bestehen

Bei Aalen und Seezungen à geschlossener Flossensaum, Zitteraaleà gar keine Rückenflosse

Hinter Rückenflosse kann kleine weiche Flosse ohne Strahlen sein = Fettflosse (Salmoniden, Siluriformes)

Flossenstrahlen in Muskulatur des Fisches mit rutenähnlichen Knochen (Gräten, radii) eingebettet, wechseln sich ab, zwischen Fortsätzen der Wirbelsäule

Afterflosse: Bauchseite hinter After, ähnlich Rückenflosse aufgebaut

Schwanzflosse: enthält Ende der Wirbelsäule, besteht aus dorsalem und ventralem Teil, können unterschiedlich gestaltet sein à sichelförmig, gegabelt, schwach gegabelt, abgestumpft..

Diphyzerke Flossen: Beide Teile gleichartig gestaltet

Heterozerke Flossen(Störe, Haie): oberer(dorsaler) Abschnitt ist größer und enthält Wirbelsäulenende

Homozerke Flossen (Teleostier): oberer und unterer Teil äußerlich gleich gestaltet, Skelett: im oberen Teil ist Wirbelsäulenende als Urostyl hochgezogen

Isozerke Flossen: Äußere und Innere Symmetrie, aber letzte Wirbel umgestaltet

 

 

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Wie ist die Haut von Fischen Aufgebaut?

 

Zweischichtig: äußere Epidermis & innere Cutis(Lederhaut)

Epidermis: verschiedene Lagen kubischer Zellen, in die Sekretabscheidende zellen eingebettet sind: Schleimzellen (sondern Schleim ab), Kölben- und Körnerzellen (sondern Schreck- und Giftstoffe ab)

Cutis: Bindegewebe, Blutgefäße, Muskeln, Farbzellen und Schuppen, welche Epidermis dachziegelartig hochwölben

                

 

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Welche Schuppenarten kennen Sie und warum kann das Alter von Fischen anhand von Schuppenstrukturen eingeschätzt werden?

 

Placoidschuppen der Haie: Dentin- Überzug

Ganoidschuppen der Quastenflosser und Knochenhechte: Ganoin-Überzug

Cycloid(Rund-)schuppen der Knochenfische

Ctenoid(Kamm-)schuppen der Knochenfische

Cycloid- und Ctenoidschuppen: rundlich-oval, biegsam, ohne Schmelz- oder Ganoidschicht, aus der Epidermis hinausragender Teil der Schuppe, bei Cycloidschuppe: glett, bei Ctenoidschuppe mit Zähnchen versehen,

Altersbestimmung: Alle Schuppen zeigen konzentrische Kreise, verdichten sich stellenweie bei Ende einer wachstumsperiode, bei Fischen gemäßigter Zonen kann man anhand der Ringe das Alter ablesen, Anzahl ist fix, mit Wachstum steigt die Größe

 

Schuppen sind hinsichtlich Zahl und Lage kennzeichnend für artbestimmung

Abweichende Schuppen sind Schuppen, die Seitenlinie der Fische bedecken, kaminartig durchbohrt, so das Wasser Zutritt zu den Sinneszellen hat

Knochenfische: oft sehr kleine Schuppen (Forelle), Aal: in die Tiefe versenkt und nicht übereinander liegend

Knochenfische: manche gar keine Schuppen (Welse, Stichlinge, Stör, Makrele, Thunfisch..), oft statt der Schuppen partielle Knochenplatten (Stichling, Panzerwels, Seenadeln, Seepferdchen, Knurrhahn)

 

 

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Gliedern Sie das Skelett von Fischen

 

Achsenskelett, Kopfskelett, Extremitätenskelett

Achsenskelett: bildet Rückensaite (Chorda dorsalis), darum entwickelte sich die Wirbelsäule

Zusammenhängende Reste in den Wirbelkörpern der Haie, Rochen, Seekatzen, Lungenfische, Störe

Knochenfische: Nur noch isolierte Reste in den Zwischenwirbelkörpern

 

 

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Achsenskelett

Achsenskelett: Wirbelsäule ist Körperstützgewebe der Fische, aus hintereinander gelegenen Wirbelkörpern, die miteinander verbunden sind

Anzahl Wirbelkörper: Hai 100-365

                                    Aal: bis 200

                                    Hering: 50-59

Wirbelkörper = Knochenzylinder, vorn und hinten ausgehöhlt mit Fortsätzen, oberer Dornfortsatz umschließt Rückenmark (=Neurapophysen), seitlich befinden sich Querfortsätze an denen Rippen ansetzen, bei hinteren Wirbeln Querfortsätze=miteinander verbundenà Kanal, durch den Aorta verläuft (Hämatophysen)

Salmonide und Heringe: zwei Rippenreihen, dorsal und ventral

Haie&Rochen: nur eine obere Rippenreihe

Andere Fische: nur untere (ventrale) Rippen vorhanden

 

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Kopfskelett

Kopfskelett: sehr kompliziert

Hirnschädel (Neurocranium) kann in 4 Regionen unterteilt werden: Nasenregion, Augenregion, Ohrregion, Hinterhauptsregion

Gesichtsschädel (Viscerocranium) hat sich aus Kieferbögen entwickelt

Kieferbereich: eine Reihe von Deckknochen hat sich entwickelt:
1. Kieferbogen mit Maxillare und Prämaxillare(oben), Mandibulare, Dentale (unten)

2. Kieeferbogen mit Hyomandibulare (oben) und Hyale (unten)

Beide Bögen durch Articulare, Angulare, Palatinum, Quadratum verbunden, an das sich Kiemendeckelknochen anschließen, hinter Zungenbeinbogen: 4-5 KiemenbögenHaie: 5 und die meisten Teleoster 4 Kiemen

Äußere Basis der Kiemenbögen: oft Zähnchen- oder bürstenartige Fortsätze, an denen Nahrung hängen bleibt(Reusenapparat)

An Innenseite des 5. und letzten Kiemenbogen können spitze Zähnchen als sogenannte Schlundzähne (Cypriniden) vorkommen

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Extremitätenskelett

Extremitätenskelett: am Kopfskelett Knochen des Schultergürtels befestigt, tragen die Brustflosse

Beckenknochen, die Bauchflossen tragen, sind gering entwickelt und ohne feste Verbindung zum Achsenskelett

Weitere Flossen: in Muskulatur des Fisches mit rutenähnlichen Knochen (Flossenträgergräten) eingebettet, wechseln sich zwischen Fortsätzen der Wirbelsäule ab

Vom übrigen Skelett getrennt, in der Scheidewand der Muskelsegmente: Fleischgräten, wahrscheinlich aus verknöcherten Sehnen entstanden

           

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Wie ist die Muskulatur von Fischen strukturiert?

 

Skelettmuskeln quergestreift, Eingeweidemuskeln fast immer glatt gestreift

Skelettmuskulatur ist entsprechend der Zahl der Wirbelkörper in Muskelabschnitte (Myomere) eingeteilt

Myomere: leiten sich ab von Myotomen der embryonalen Entwicklung, in ihnen verlaufen Muskelfasern von vorn nach hinten à ergibt tütenförmige Anordnung der einzelnen Muskelsegmente

Einzelne Muskelsegmente werden durch Hüllen aus Bindegewebe getrennt = Myocommata,

Myocommata sind zickzackförmig gestaltet. An Oberfläche der Muskulatur ist liegendes W oder U erkennbar, Unterscheidung der Arten anhand des Filets

Schlängelnde Fortbewegung des Fisches durch alternierende rhythmische Kontraktion des linken oder rechten Seitenmuskels

Helle (weiße) und dunkle (rote) Muskulatur

Rote Muskulatur: höherer Hämo- und Myoglobingehalt, arbeiten bei langsamerer Dauerleistung (aerober SW), bei schnellen Dauerschwimmern (Thunfisch, Makrele, einige Haie) mehr rote als weiße Muskulatur

Weiße Muskulatur: kurzfristige, hohe Leistungen (anaerober SW mit Lactatbildung), schwach durchblutet, meistens der größte Teil des Fischfleisches, weiße Muskulatur wird nur wenn notwendig eingesetzt: Jagd oder Verteidigung, weiße Muskulatur braucht lange zu Regeneration

Elektrische Organe (Zitterwels, Zitteraal, Zitterrochen) sind durch Umwandlung von Muskulatur entstanden, liegen am Schwanz oder Kiemen

Zitteraal: setzt aus Electrocyten Spannungen bis 600V frei, stark elektrische Fische zeigen unregelmässiges Entladungsmuster, zum Beutefang oder Verteidigung

Schwach elektrische Fische 1-5V nutzen Ladung zur Elektroortung und Kommunikation

Myosepten verlaufen gradlinig, unterteilen ganze Muskelstränge horizontal oder vertikal