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Saskia Maumau
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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.06.2013 / 30.06.2013
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)
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Was versteht man unter respiratorischer Alkalose?

 

Bei verstärkter Atmungsfrequenz kann es zu verstärkter Abatmung von Kohlendioxid kommenà Gefahr der respiratorischen Allkalose

Entsteht, wenn sich niedrige Sauerstoffgehalte mit hohen pH-Werten und niedrigen Kohlendioxidkonzentrationen im Wasser überlagern

Führt zu physiologischen Störungen, die durch hohe Sauerstoffkonzentrationen kompensiert wird

Niedrige Sauerstoff und Kohlendioxidgehalte à zu wenig Sauerstoff wird gebunden, großer Teil des Kohlendioxid abgeatmet, kein Nachschub

à KEINE Freisetzung des H+ aus Hbà es reichert sich HCO3- im Blutplasma an

à pH-Wert des Fischblutes steigt (nach Erschöpfung der Pufferkapazität)à Schädigungen im Organismus (Verschiebung des Ammonium/Ammoniak-Gleichgewichtes im Blut)

à Einschränkung der Funktion verschiedener Enzyme bis zur Einschränkung der Reizleitung in der Muskulatur

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Wie äußert sich ein hoher pH-Wert auf die Stickstoffexkretion?

 

Ammoniak liegt mit Ammonium im Dissoziationsgleichgewicht vor, verhält sich im wasser wie ein gelöstes Gas und kann über die Kiemen in den Fischorganismus eindringen, und von Fischen, die Ammoniak als Stoffwechselendprodukt des Eiweißstoffwechsels über die Kiemen, in das Wasser abgegeben

Bei pH-Werten von 8,5-11 kann die Ammoniakausscheidung der Fische so stark eingeschränkt sein, dass es zu einer Ammoniakselbstvergiftung kommen kann, die Gefahr hängt von Energiereserven und Ernährung der Fische ab und nimmt bei hohem Eiweißangebot zu

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Wann sind erhöhte Nitritgehalte im Wasser zu erwarten?

 

Liegt im Dissoziationsgleichgewicht mit salpetriger Säure vor, Anteil der salpetrigen Säure nimmt bei sinkenden pH-Werten zu, kann über Kiemen in Fisch gelangen und dissoziiert im Organismus zu Nitrit

Abhängig von pH-Wert, Salzgehalt und hydrostatischen Druck

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Wie ist die Toxizität von Nitrit einzuschätzen?

 

Toxizität hängt im wesentlichen vom physiologischen Zustand der Fische ab,

führen zu einer Methämoglobinanämie, die den Sauerstofftransport im Blut beeinträchtigt

5%des Hämoglobins liegen als Methämoglobin vor, ein Anstieg auf >10% spricht für eine Vergiftung  

Toxizität kann bei ausreichender Sauerstoffversorgung, hohem Ascorbinsäuregehalt im Futter und einer hohen Chloridkonzentration weitestgehend gehemmt werden

 

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Welche Reproduktionsstrategien von Fischen kennen Sie?

 

Semelparitie:

Fische entwickeln sich bis zur sexuellen Reifung und pflanzen sich nur einmal fort

Investieren hierfür den überwiegenden Teil ihrer Körperreserven und sterben danach (Aal, Lachs)

Iteroparitie:

Pflanzen sich im Laufe ihres Lebens mehrmals fortà häufigere Strategie

r-Strategen: Quantität (Forellen, Lachse, Karpfen), kurze Lebensspanne, hohe Vermehrungsrate, schnelle Individualentwicklung, wenig elterliche Fürsorge

k-Strategen: Qualität (Tilapia, Guppys), lange Lebensspanne und geringe Vermehrungsrate, elterliche Brutpflege, spätere Fortpflanzung

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Erläutern Sie die wesentlichen Einflussfaktoren der Fischreproduktion!

 

Reproduktion unterteilt in:

1. Gonadenreifung

2. Laichvorgang

3. Embryonalentwicklung

4. Larvalentwicklung

Beeinflusst durch:

Ultimate Faktoren(wirken funktionell)

Futterangebot, Konditionierung/Gesundheit der Fische, Anwesenheit von Konkurrenten/Räubern, Wasserqualität

Proximate Faktoren (aktuell wirkend)

Umweltbedingungen, die Stimuli auf Reproduktionsphysiologie besitzen: Temperatur, Tageslänge/Photoperiode, Regenfall, Leitfähigkeit/Salinität, pH

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Wie ist die Gametogenese bei Teleoster charakterisiert?

 

In weiblichen Gonaden vollzieht sich die Gonadenrefung (Oogenese) in drei Phasen

1. Vermehrungsphase: die Urgeschlechtszellen teilen sich mitotisch, Teilung endet, sobald jede Oogenie von einer Zellschicht (Follikelepithel) vollständig umgeben istund sich zu einer Oocyte 1. Ordnung differenziert hat, in diesem Stadium verharrt Oocyte bis zum Einsetzen der Geschlechtsreife nach Pubertät

2. Wachstumsphase: beginnt nach der Pubertät (längste der drei Phasen) nach Primärwachstumà Rindenvakuolendifferenzierung&Vitellogenese, während Vitellogenese werden Oocyten 1. Ordnung arretiert und es kommt zur Einlagerung von Dotter- und Lipidvesikeln

3. Reifungsphase: LIpidversikel werden eingelagert, Oocyten durchlaufen Meiose und reifen zu Ovum heran, Oocyte 1.=rdnung teilt sich meiotisch in dotterreiche Oocyte 2. Ordnung und einen Polkörperà Polkörper verlässt Schwesterzelle nach Ovulation

Weiter meiotische Teilung findet erst nach der Befruchtung statt (mit Abschnürung der weiteren Polkörper und entstehung des Ovum)

Abgegebener Laich = Oocyten 2. Ordnung

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Wie wird die Gonadenreifung endokrinologisch gesteuert?

 

Hormongesteuert

Komplexes Zusammenspiel zwischen: externen Stimuli

Hypothalamus- und Hypophysenhormenen

Hormonen der Gonaden

Deaktivierung dieser Hormone durch die Leber

Stimulià Sekretion von Gonadoliberin in Hypothalamusà Ausschüttung von Gonadotropen Hormon (GtH) in Adenophyseà GtH induziert Gonadogenes = Wachstum und Reifung der Reproduktionsorgane