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Saskia Maumau
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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.06.2013 / 30.06.2013
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9 Wie regeln Physoclisten und Physostomen die Schwimmblasenfüllung/-leerung?

 

Zwei Mechanismen:

Physostomen mit Ductus Pneumatcus als Verbindung: Anschlucken von Luft, gelangt über Darm in Schwimmblase

Physoclisten =Knochenfische mit geschlossener Schwimmblase: Gasdrüsen befüllen Schwimmblase mit Sauerstoff, gasdrüsen an Schwimmblase bauen anaerob Glucose zu Lactat und Kohlendioxid ab, auch bei guter sauerstoffversorgungà Blut stark angesäuert und Sauerstoff bindet nicht mehr an Hämoglobin (Root-Effekt)

Erhöhte Lactat-Konzentrationà Herabsetzung der Löslichkeit aller Gase im Blut, Sauerstoff diffundiert in Schwimmblase, diese kann unter hohem Druck befüllt werden

Wundernetz (Rete mirabile) gewährleistet über Gegenstromkreislauf dass Lactat und Kohlendioxid in der Nähe der Schwimmblase bleiben, zu- und abführende Kapillaren liegen hier direkt aneinander, durch Konzentrationsgefälle werden Glucoseabbauprodukte in dem Gebiet gehalten

Physostomen können beide Mechanismen zur Befüllung nutzen

Entleerung:

Physoclisten: Oval = stark durchbluteter Bereich der Schwimmblase, um Gas wieder in Blutbahnen zu resorbieren, über Muskeln kontrolliert

Physostomen: Ductus pneumaticus Verbindung Schwimmblase zu Kiemendarm um sauerstoff abzugeben, er wird v.a. bei hoch entwickelten Fischen (Dorschfische..) nach larvenzeit reduziert, erste Luftfüllung meist über noch durchgängigen Luftgang

 

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Wozu dient der Webersche Apparat?

Teil des Hörorgans bei Ostariophysi (Knochenfische), Karpfenartige, Salmlerartige, Welsartige, Messerfische

Verbindet Schwimmblase mit Innenohr, besteht aus mehreren, kleinen Knöchelchen

Fortleiten der Schallwellen von Schwimmblase zu Innenohr, Schwimmblase dient, falls vorhanden, als Resonanzboden (ähnlich Trommelfell)

Besonders niederfrequente Schalleindrücke können durch Seitenlinienorgan wahrgenommen werden, besseres Hörvermögen: fische in ruhigeren Gewässern

 

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Farbzellen Definition

In der Hautà Farbgebung

Rosettenartige Form, Zentralkörper, von dem Fortsätze in die Umgebung gehen

Melanophoren: schwarz

Xanthophoren: gelb

Erythrophen: rot

Guanophoren: irisierende Kristalle (Guanin) zur Reflexion

Färbung: Zusammenspiel der Farbzellen, Farbwechsel: Farbstoffe können in Farbzellen wandern

Dunkel werden: Farbe wird weit in alle Äste der Zelle verteilt, heller werden: Farbe wird eng im Zentrum zusammengeballt

 

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Erläutern Sie die Funktion und den Aufbau der Kiemen

           

Organe zur Aufnahme von im Wasser gelöstem Sauerstoff

Mit akzessorischen Luftatmungsorganen können einige Arten auch atmosphärische Luft nutzen

Kiemen aus vordersten Teil des Vorderdarm entstanden, im hinteren Mundabschnitt, an den Kiemenspalten, beidseitig im Schlund, meist in Höhlungen, geschützt durch Kiemendeckel

Kiemenskelett: beidseitig aus einzelnen Bögen (4-7), welche Kiemen tragen

An Kiemenbögen kammförmige Kiemenblätter, seitlich durch knorpelige oder knöcherne Kiemengräten geschützt, spalten sich wieder auf, in Kiemenfalten, anderer Gasaustausch CO2, NH4+, Ionentransport, Wärmeabgabe über Kiemenepithel

Respiratorische Funktion durch besonders durchlässiges Epithel, vom Herz: Arterien in Arteriolen, in Kapillaren, Sauerstoffanreicherung über Gegenstromprinzip

Knochenfische: meist 4 Kiemenbögen (Ausnahme Hering, Aal 5; Lipp- Kugelfische 3)

Haie und Rochen 5-7 Kiemenbögen

Atmung: Vorbeipressen von Wasser, Wasseraufnahme bei geschlossenem Kiemenraum (Unterdruck), Wasserabgabe: geöffnete Kiemendeckel & geschlossenes Maul

Äußere Kiemen: Haifischembryonen, junge Lungenfische, Nilhechte

Pseudobranchie: kiemenartiges Epithel auf Innenseite des Kiemendeckels, bei Heringen, Brassen, Renken, Barschen, Schollen, Funktion? Sauerstoffreiches Blut für Auge?

 

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Welche akzessorischen Atmungsorgane der Fische kennen Sie?

 

Stark durchblutete Hautteile zur Wasseratmung, an Primodialflosse (Hautfalte an Bauch oder Rücken) vieler Embyonen, an unpaaren Flossensäumen, am Dottersack, umspannenenden Gefäßnetz oder der gesamten Haut (junge Forellen, Schlammpeitzger)

Aale: bis 63% der Sauerstoffaufnahme über Haut

Hohlorgane zur Aufnahme atmosphärischer Luft: Lungenfische, Flosselhechte, Knochenzüngler, Nilhechte (meist an Schwimmblase)

Papillenreiches Mundepithel, in tiefen Höhlen, kann Luftsauerstoff atmen: Welse

Labyrinthfische, in einem Hohlraum um das Labyrinth

Manche Schmerle: respiratorisches Epithel im Enddarm, Luft über Maul aufgenommen und über Enddarm ausgeschieden: Schlammpeitzger

 

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Welche sekundären Geschlechtsmerkmale von Fischen kennen Sie?

                  

Geschlechtszellen bilden sich aus Ursamen/-eizellen, aus denen sich Spermatiden/Spermazoen und Oozyten bilden

Die meisten Fische sind getrennt geschlechtlich, nur wenige Hermaphroditen

Geschlechtsorgane bilden Samen und Eier, in zwei Strängen an Seite der Schwimmblase zwischen Niere und Verdauungsorgan

Oft zur Laichzeit: äußerliche Verschiedenartigkeit der Geschlechter

-Laichhaken bei Salmoniden oder Laichausschlag (Verhornungen) der Cypriniden

Permanente sekundäre Geschlechtsmerkmale:

Farbausprägung, Flossenausprägung, Größe

 

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Wie ist ein reifes Fischei aufgebaut?

Entstehen im Ovar

Eier reich an Dotterkugeln, umhüllt von Lage flacher Follikelzellenà Nährstoffe

Eihülle von 1-(13) Mikropylen durchbohrt, durch dies dringen Samenzellen bei Befruchtung ein, nach eindringen wird Öffnung verschlossen

 

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Wie verläuft die Osmoregulation von Seewasserfischen

 

Hypoosmotische Fische: Körperflüssigkeiten mit geringerer Salzkonzentration als Umgebung

Salzkonzentration ca. 1/3 des Meerwassers

Harnstoff und Trimethylaminooxid werden zurückgehalten, um Salzkonzentration im Blut zu erhöhenà osmotischen Gradienten zu minimieren

Natrium und Chlorid werden über Rectaldrüsen eliminiert und ausgeschieden

Wasserverlust über Haut und Kiemen wird durch trinken ausgeglichen 3-10ml/kg/h

Ionen müssen ausgeschieden werden

Divalente Ionen von Nieren resorbiert mit Harn ausgeschieden (wenig, hochkonzentriert)

Monovalente werden über Chloridzellen in Kiemen aktiv abgegeben