Mibi


J. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über antimikrobielle Wirkstoffe und ihre Mechanismen. Sie decken Themen wie die Hemmung der Proteinbiosynthese, die Wirkung auf Bakterien und Viren sowie die verschiedenen Angriffspunkte dieser Substanzen ab. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Biologie, die sich mit Mikrobiologie und Pharmakologie befassen, da sie detaillierte Einblicke in die Funktionsweise und Klassifizierung antimikrobieller Mittel bieten.
Karten
31
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
19.07.2016 / 30.03.2020

Lernkarten

Taxonomische Hirarchie

>Domäne, Phylum, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung, Art, Stamm

Serotyp/Serovar

>Variationen innerhalb von Subspezies von Bakterien oder Viren, die mit serologischen Tests unterscheidbar sind

>Klassifizierung von Bakterien und Viren auf molekularer Ebene, Antigene werden bestimmt (Oberflächenstruktur)

Pathotyp

>Mikroorganismen-Stämme der gleichen Art, die sich in ihrer Pathogenität unterscheiden, z.B. die verschiedenen humanpathogenen Stämme des Bakteriums Escherichia coli, die unterschiedliche Pathogenitätsfaktoren besitzen und daher unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen

Toxovar

>Unterschiedliches bilden von Toxinen

Phänotypische Methoden

>Morphologische Untersuchung

>Kulturell-Biochemische Untersuchung

>Serologische Untersuchung (Antigen-Antikörper Reakton)

>Phagen-Typisierung

>Resistenzprüfung

>Tierversuche (sehr selten)

Gram positiv: Methoden

>Morphologie, Virulenzfaktoren, Biochemie (bunte Reihe), Oberflächenantigene, Phagentypen )Lysotopie

Gram negativ: Methoden

>Morphologie, Oxidasereaktion/OF-Test, Biochemie, Oberflächenantigene, Phagent.

Oxidasereaktion

>Cytochrom C oxidase (Enzym) in der Atmungskette vorhanden oder nicht?

>Das Oxidase-Reagenz reduziert über Cytochrom c die Cytochrom c Oxidase=farblose Reagenz wird zu einem intensiv gefärbten Radikal-Kation (Würster Kation) oxidiert

>Enterobacteriaceae reagieren negativ, überwiegenden Anzahl anderer gram negativer positiv

O/F-Test (Oxidativ/Fermentativ)

>Nähraggar mit Glucose als C-Quelle," Röhrchen (aerob, anaerob) mit pH-Indikator

>Fähigkeit zur Säurebildung aus Kohlenhydraten unter oxischen und unter anoxischen Kulturbedingungen untersucht

>Fakultativ Anaerob wenn beide Röhrchen Reaktion aufweisen

Enterobacteriaceae: Test auf Lactose- Abbau

>Ein Teil kann Lactose verwerten, andere nicht

>beta-Galactosidase spaltet Laktose in Glucose und Galactose, Lactose als Substrat und pH Indikator (Beim Abbau wird Säure gebidet)

>E.coli können lactose verwerte, Salmonella nicht

Bunte Reihe (v.a. Typisierung von gram-neg.)

>Mehrzahl der Reaktionen zeigt die Fähigkeit an, bestimmte Zucker unter Säurebildung abzubauen

Serologische Differenzierung von Enterobakterien

>Moleküle auf Zelloberflächen unterscheiden sich : Flagellen, Fimbrien, Polysaccharidkapseln, Lipopolysaccharide

>Antigene zur Differenzierung

Struktur der Lipopolysaccharide

>In Cytoplsamamembran, Membranschicht aus Glycosamin mit Fettsäuren am Ende lange Kette mit Zuckermolekülen, Bsp. Phosphatidylethanolamin

>o-antigen-addition: Glucosamin, Ketodesoxyoctonat, Heptose, Glucose,Galactose, strukturell sehr variabel,= 1000 Serotypen durch nterschiedliche O-Antigene

Phasevariation bei Salmonella

Salmonella verfügen über zwei Geißel-(Flagellin)-Gene, H1 und H2, Genprodukte unterscheiden sich in antigenen Eigenschaften, von beiden Genen immer nur eins an

>H2 Flagellin wird zusammen mit einem Repressor für H1 unter Kontrolle des gemeinsamen Promotors ausgebildet

>durch Inversion der DNA im Promotor des H2 wird die Expression von H2 und H1 Repressor unterbunden = H1 kann gebildet werden bei fehlen von H2

Serologische Differenzierung von Salmonellen

>Basieredn auf O-und H- Antigegen, Verklumpung der Antikörper mit Bakterien =Agglutinationstest

Phagen-Typisierung/Lysotopie

> mittels verschiedener, spezifisch adaptierter, konstanter und standardisierter Bakteriophagen (Phagovare) vorgenommene Unterteilung der Stämme einer Bakterienart

Infektionen

>Inaperent: Träger pathogener Arten, keine Reaktion

>Apparent: Äußerung von Symptome

Antiinfectiva

Wachstumshemmung, Prinzip der "seletiven Toxizität"

>Virostatika=gegen Viren, Antimykotika=gegen Pilze, Antiparasitäre Mittel=gegen Protozoen,Antihelmitika=gegen Würmer

Antibiotika

>Deffinition: Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, die eine gegen andere Mikroorganismen gerichtete (antimikrobielle) Aktivität aufweisen

> i.d.R unwirksam gegen Viren Prarasiten

Antiinfectiva: Wirkungsspektren

> Breitsprektum: gegen ver. Gruppen von Bakterien

>Schmalspetrum: nur gegen bestimmte Keime, gezielte Therapie nach mikrobio. Diagnostik

>Reserve: nur für ausgewählte Situationen z.B multi resistente erreger

Angriffspunkte antimikrobieller Wirkstoffe:

Zellwand/ Peptidoglycan, Zellwandsynthese

>Hemmung der Synthese der BAusteine oer Quervernetzung des Peptidoglycan der Zellwand, z.B beta- Laktame, Glykopeptide

>Penicilline, CCephaloporine, Bacitracin, Cycloserine, Vancomycin, Fosfomycin, Carbapenems = beta-Lactam- Antibio.

>Glykopeptide: Hemmung Mureinsynthese (Vancomycin)

 

Angriffspunkte antimikrobieller Wirkstoffe:

Ribosom

>Bindet an Untereinheit(30S oder 50S der bakteriellen Ribosomenund dadurch Hemmung der Proteinbiosynthese

>z.B 50S: Erythromycin (Translokation tRNA gehemmt), Chloramphenicol ( Elongation, Tranpeptidierung inhibiert), Clindamycin, Puromycin (Kettenabbruch)

>30S: Tetracyclin (Elongation verhindert, anlagerung der AA-tRNA an Ribosom), Spectinomycin, Streptomycin(bindet an Ribosom Fehlablesung), Gentamoisin, Amikacin

Angriffspunkte antimikrobielle Wrkstoffe:

Stoffwechsel

> Störung der Synthese essentieller Metabolitez.B Folsäure durch Sulfonamide, Trimethoprin

Angriffspunkte antimikrobieller Wirkstoffe:

DNA-Replikation

>DNA Replikation wird gestört, z.B Hemmung der Überspiralisierung der DNA duch Fluorchinolone

>DNA-abhängige RNA Polymerase (durch Rifampin)

beta-Lactame

>hemmen die Funktion der Transpeptidase durch kompetetive Hemmung, d.h. Bindung im aktiven Zentrum mit sehr hoher Affinität

>nur im Wachstum befindliche Bakterien werden durch Pennicillin angegriffen, zur Lyse kommt es nur in hypotonem Milieu

Bsp. Penicillin, Cephalosporine, Carbapeneme, Monobactame

Aminoglycoside

>Aminozucker- und Cyclohexan-Bausteine,Hemmung der Proteinbiosynthese bei sich teilenden und nicht-teilenden Erregern, indem sie an die 30S-Untereinheit der Ribosomen ankoppeln[ und Ablesefehler der mRNA verursachen. In der Konsequenz werden z.  B. defekte Proteine in die Zellmembran des Bakteriums eingebaut, was zur Lyse des Erregers führt.

>Bsp.: Streptomycin, Gentamycin, Neomycin,Kanamycin, Spectinomycin

Tetracycline

>Resistenzen, Nebenwirkungen, hemmen die Tetracycline die Proteinbiosynthese an den bakteriellen Ribosomen. Die Tetracycline verhindern die Anlagerung der Aminoacyl-tRNA an die Akzeptorstellen der 30S-Untereinheit der Ribosomen und somit die Verlängerung der Peptidkette.

 

Makrolide

>50-S-Untereinheit der bakteriellen 70-S-Ribosomen. Dabei behindern sie den Syntheseprozess von Proteinen (Polypeptidketten) während der Elongationsphase der Proteinbiosynthese

>Erythromycin, Tylosin, Spiramycin

Chinoline

>breites Spektrum, gute MD-Verträglichkeit,Knorpelschädigung

>Bsp. Nalidixinsäure, Norfloxacin,Enrofloxacin

bakteriostatisch

hemmt das Wachstum von Bakterien

bakteriozide

töten Bakterien ab

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