Antidepressiva

Antidepressiva

Antidepressiva


O. M.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Wirkstoffklassen von Antidepressiva, insbesondere über trizyklische Antidepressiva, SSRI und SNRI, sowie deren Wirkmechanismen, Indikationen und unerwünschte Wirkungen. Sie eignen sich für Studierende der Medizin, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein tiefes Verständnis der verschiedenen Antidepressiva und ihrer Auswirkungen auf Rezeptoren wie Serotonin und Noradrenalin erlangen möchten.
Karten
27
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
16.07.2016 / 27.11.2018

Lernkarten

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Amitriptylin?

Trizyklische Antidepressiva

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Nortriptylin?

Trizyklische Antidepressiva

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Imipramin?

Trizyklische Antidepressiva

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Desipramin?

Trizyklische Antidepressiva

Wie wirken Trizyklische Antidepressiva?

  • Serotonin und Noradrenalin Aufnahmehemmung
  • Blockade von mACh-Rezeptoren
  • Blockade von alpha1- und alpha2-Rezeptoren
  • Histaminrezeptoren
  • 5-HT-Rezeptoren

Indikationenen: Trizyklische Antidepressiva

  • Depressionen (Wirkungseintritt über 4 - 6 Wochen!; heute teilweise ersetzt durch SSRIs)
  • Panikattacken
  • neuropathischer Schmerz
  • Enuresis bei älteren Kindern

Unerwünschte Wirkungen von Trizyklischen Antidepressiva

  • Antimuskarinerg
    • Mundtrockenheit
    • Obstipation
    • Harnverhalt
  • Akkommodationsstörungen
  • Tachykardie
  • Antihistaminerg: Sedation, Gewichtszunahme
  • Antiadrenerg: Orthostase
  • 5-HT2C Rezeptorblockade: Gewichtszunahme

Toxische Wirkungen von Trizyklischen Antidepressiva

  • Kardiale Arrhythmien
  • QT-Zeit-Verlängerung
  • Delirien
  • epileptiforme Anfälle
  • andere Symptome: Mydriasis, trockene Haut

Interaktionen von Trizyklischen Antidepressiva

  • Alkohol (Atemdepression)
  • Antihypertensiva
  • Amitriptylin
  • Imimpramin (Cyp2D6 Hemmer)
  • MAO-Hemmer (absolut kontraindiziert, Gefahr: Serotoninsyndrom)

Zu Welcher Wirkstoffklasse gehört Fluoxetin?

Selektiver Serotonin Reuptake Inhibitor (SSRI)

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Sertralin?

Selektiver Serotonin Reuptake Inhibitor (SSRI)

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Escitalopram?

Selektiver Serotonin Reuptake Inhibitor (SSRI)

Wie Wirken SSRI?

  • Selektive Serotonin Aufnahmehemmung
  • keine relevante Wirkung an Neurotransmitter-Rezeptoren

Indikationen: SSRI

  • Depressionen
    • bei Kindern <18 Jahre vermeiden
    • Wirkeintritt und Wirksamkeit ähnlich TCAs
    • Akzeptanz trotz geringer Nebenwirkungen kaum besser
  • Angststörungen
  • Panikattacken
  • Zwangsstörungen

UAW von SSRI

  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Schlafstörungen
  • Libidoverlust
  • Anorgasmie

Interaktionen mit SSRI

Nicht mit MAO-Hemmern kombinieren (Serotoninsyndrom, >5 Wochen Abstand einhalten)

Toxischw Wirkungen von SSRI

Die toxische Wirkung von SSRI ist wesentlich geringer als diejenige von TCAS.

Zu welcher Wirkstoffklasse gehör Maprotilin?

Selektive Neurotonin Reuptake Inhibitoren (SNRI)

Wie wirken SNRI?

  • selektive Noradrenalin Aufnahmehemmung
  • keine relevante Wirkung an Neurotransmitter-Rezeptoren

UAW von SNRI

  • Antimuskarinerg
    • Mundtrockenheit
    • Obstipation
    • Harnverhalt
  • Akkommodationsstörungen
  • Tachykardie
  • Antihistaminerg: Sedation, Gewichtszunahme
  • Antiadrenerg: Orthostase
  • 5-HT2C Rezeptorblockade: Gewichtszunahme

 

=> SNRI haben gegenüber Trizyklischen Antidepressiva keine wesentlichen Vorteile.

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Duloxetin?

Selektive-Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor (SSNRI)

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Fenlafaxin?

Selektive-Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor (SSNRI)

Wie wirken SSNRI?

  • Selektive Serotonin und Noradrenalin Aufnahmehemmung
  • keine relevante Wirkung an Neurotransmitter-Rezeptoren

Indikationen von SSNRI

  • Depressionen

weitere Indikationen

  • Neuropathische Schmerzen (zugelassen: Duloxetin)
  • Angststörungen
  • Inkontinenz

Nebenwirkungen von SSNRI

  • Sedation
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Störungen der Sexualfunktion
  • Entzugssyndrom
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Schlafstörungen
  • Libidoverlust
  • Anorgasmie

Mianserin

  1. Wirkmechanismus
  2. Indikationen
  3. Unerwünschte Wirkungen

Wirkmechanismen

  • Blockade von:
    • alpha2-Rezeptoren
    • 5-HT2-Rezeptoren
    • 5-HT3-Rezeptoren
  • Relevant ist vermutlich die Hemmung präsynaptischer alpha2-Rezeptoren und die nachfolgende vermehrte Monoaminfreisetzung.

Indikationen

  • Depressionen
    (evtl. schnellerer Wirkungseintritt als TCA und SSRIs)

Unerwünschte Wirkungen

  • Mundtrockenheit
  • Gewichtszunahme

Mirtazapin

  1. Wirkmechanismus
  2. Indikationen
  3. Unerwünschte Wirkungen

Wirkmechanismen

  • Blockade von:
    • alpha2-Rezeptoren
    • 5-HT2-Rezeptoren
    • 5-HT3-Rezeptoren
  • Relevant ist vermutlich die Hemmung präsynaptischer alpha2-Rezeptoren und die nachfolgende vermehrte Monoaminfreisetzung.

Indikationen

  • Depressionen
    (evtl. schnellerer Wirkungseintritt als TCA und SSRIs)

Unerwünschte Wirkungen

  • Mundtrockenheit
  • Gewichtszunahme

Lernen