Anatomie/Physiologie
Humanbiologie 1&2
Humanbiologie 1&2
Kartei Details
| Zusammenfassung | Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers. Sie konzentrieren sich auf die Funktionen von Blut, Ionen, Zellen und Organen, sowie auf die Rolle des Nervensystems und der Sinneszellen. Die Karteikarten erklären die Prozesse der Erregung und Reizweiterleitung, die Bedeutung von Axonen und Blutkörperchen, und die Dynamik von Wasser und Ionenkonzentration. Sie eignen sich besonders für Schüler, die die Grundlagen der Biologie verstehen möchten, und bieten wertvolle Informationen für alle, die ihr Wissen über den menschlichen Körper vertiefen wollen. |
|---|---|
| Karten | 62 |
| Lernende | 35 |
| Sprache | Deutsch |
| Kategorie | Biologie |
| Stufe | Grundschule |
| Erstellt / Aktualisiert | 22.05.2012 / 17.07.2025 |
| Weblink |
https://card2brain.ch/box/anatomiephysiologie
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Wie würde das Blut in den Arterien fliessen, wenn diese starre Röhren wären?
Das Blut würde bei der Kammersystole sehr schnell und mit hohem Druck durch die Gefässe schiessen und bei der Kammerdiastole stillstehen. Der Druck und die Fliessgeschwindigkeitwürden stark schwanken.
Wie ist es zu erklären, dass im arteriellen Teil der Kapillaren Wasser ins Gewebe austritt und im venösen wieder resorbiert wird?
Im arteriellen Teil der Kapillaren ist der Flüssigkeitsdruck etwas höher als im Gewebe, darum wird Wasser ins Gewebe gepresst. Im venösen Teil der Kapillaren ist der Flüssigkeitsdruck praktisch gleich wie im Gewebe. Hier wird Wasser ins Blut zurückgeholt, weil das Blut (durch die Plasmaeiweisse) einen etwas höheren osmotischen Wert hat.
Was bewirkt ein überschwelliger Reiz in der Sinneszelle bzw. in ihrem Axon?
Der Reiz verändert das Membranpotenzial der Sinneszelle so stark, dass im Axon Aktionspotenziale mit einer bestimmten Frequenz gebildet werden.
Was ändert sich, wenn die Sinneszelle adaptiert?
Die Frequenz der Aktionspotentiale sinkt.
Wodurch unterscheiden sich Erregungen im Sehnerv, die durch Licht verschiedener Farben verursacht werden, immer?
Licht unterschiedlicher Farben reizt im Auge verschiedene Zapfen. Die Erregungen werden von verschiedenen Nervenfasern zu verschiednen Arealen der Sehrinde geleitet.
Wodurch unterscheiden sich Erregungen im Sehnerv, die durch weisses Lich verschiedner Helligkeit ausgelöst werden?
Weisses Licht unterschiedlicher Helligkeit löst unterschiedlich starke Erregungen aus. Je stärker der Reiz ist, umso höher ist die Frequenz der Aktionspotenziale im Sehnerv.
Definieren Sie folgende Begriffe:
a) Axon
b) Synapse
c) Graue Substanz
d) Nerv
a) Das Axon ist der Plasmafortsatz der Nervenzelle, der die Erregung von der Synapse zur nächsten Zelle leitet.
b) Die Synapse ist die Stelle, an der die Erregung vom Axon auf einen Dendriten oder auf den Zellkörper des nächsten Neurons oder auf eine Muskelfaser überspringt.
c) die graue Substanz ist der Teil des ZNS, der aus den Zellkörpern der Neuronen besteht.
d) Ein Nerv ist ein Bündel von vielen Nervenfasern (Axonen mir Myelinhülle).
Beschreiben sie mit je einem Satz die Funktion folgender Strukturen:
a) Dendrit
b) Myelinhülle
a) Die Dendriten leiten Erregungen zum Zellkörper.
b) Die Myelinhülle isoliert das Axon und erhöht dadurch die Geschwindigkeit der Erregungsleitung.
Was geschieht mit dem Ruhepotenzial einer Nervenzelle, wenn diese als Folge eines Defektes kein ATP mehr bilden kann?
Wenn die Zelle kein ATP beschaffen kann, steht die Natrium/Kalium-Pumpe still. Die eindiffundierenden Natrium-Ionen werden nicht mehr nach aussen befördert. Sie schwächen das negative Potenzial der Zelle ab, das Ruhepotenzial geht von -70 mV gegen null.
Warum wandern Kalium-Ionen aus der Zelle? Warum bleiben ihre Konzentration innen und aussen trotzdem konstant?
Kalium-Ionen wandern nach aussen, weil ihre Konzentration aussen tiefer ist als in der Zelle. Ihre Konzentrationen ändern sich nicht, weil gleichzeitig gleich viele Kalium-Ionen in die Zelle aufgenommen werden. Sie diffundieren als Folge der positiven Ladung ausserhalb nach innen und werden durch die Natrium/Kalium-Pumpe in die Zelle transportiert.
Was geschieht, wenn sich die spannungsabhängigen Natriumkanäle öffnen?
Wenn sich die Natrium-Kanäle öffnen, wandern Natrium-Ionen (getrieben vom Konzentrationsgefälle und vom Membranpotential) nach innen. Durch den Einmarsch von positiv geladenen Ionen nimmt das negative Potenzial der Innenseite ab.
Was bewirkt ein Reiz in der "passenden" Sinneszelle und in ihrem Axon?
Der Reiz verändert das Membranpotenzial der Sinneszelle. Ist der Reiz überschwellig, werden im Axon Aktionspotenziale mit einer bestimmten Frequenz gebildet.
Was ändert sich an der nervösen Erregung in der Sinneszelle und in ihrem Axon, wenn die Stärke des auslösenden Reizes erhöht wird?
mit der Reizstärke nimmt in der Sinneszelle die Änderung des Membranpotenzials zu, im Axon steigt die Frequenz der Aktionspotenziale.
Wie und wann bewegen sich viele Kalium-Ionen aus dem Axon und was ist die Folge?
Wie: Kalium-Ionen diffundieren durch die spannungsabhängigen Kaliumkanäle von der höheren zur tieferen Konzentration.
Wann: Nach der Bildung eines Aktionspotenzials.
Folge: Verschwinden des Aktionspotenzials.
Wie und wann verlassen Natrium-Ionen das Axon und was ist die Folge?
Wie: Natrium-Ionen werden durch die Natrium/Kalium-Pumpe (gegen das Konzentrationsgefälle) aus der zelle befördert.
Wann: Dauernt, aber besonders nach einem Aktionspotenzials.
Folge: Wiederherrstellung des Ruhepotenzials
Wo und warum bewegen sich positive Ionen vom aktiven Schnürring zum nächsten?
Wo: Im innern des Axons.
Warum: Zum Ladunsausgleich, weil entgegengesetzte Ladungen nebeneinander Stehen.
Nennen Sie die unmittelbare Ursache und die direkte Folge folgender Vorgänge am Schnürring eines Axons:
Verminderung des Ruhepotenzials unter den Schwellenwert
Verminderung des Ruhepotenzials unter den Schwellenwert:
Ursache: Ausgleichsstrom von benachbartem Schnürrring; Folge: Öffnen von Natriumkanälen
Nennen Sie die unmittelbare Ursache und die direkte Folge folgender Vorgänge am Schnürring eines Axons:
Einstrom von Natrium-Ionen
Einstrom von Natrium-Ionen:
Ursache: Einstrom von Natrium-Ionen; Folge: Bildung eines Aktionspotenzials
Nennen Sie die unmittelbare Ursache und die direkte Folge folgender Vorgänge am Schnürring eines Axons:
Bildung eines Aktionspotenzials
Bildung eines Aktionspotenzials:
Ursache: Einstrom von Natrium-Ionen; Folge: Schliessen der Natrium- und Öffnen der Kalium-Kanäle. Ausgleichströme zu den benachbarten Schnürringen
Nennen Sie die unmittelbare Ursache und die direkte Folge folgender Vorgänge am Schnürring eines Axons:
Ausgleichsströme zu benachbarten Schnürringen
Aussgleichsströme:
Ursache: Ungleiche Ladungen an benachbarten Schnürringen; Folge: Verminderung des Ruhepotenzials am nichterregtem Schnürring
Nennen Sie die sechs Stoffe bzw. Stoffgruppen, aus denen wir hauptsächlich bestehen, nach ihrer Menge geordnet.
Wasse, Fett, Eiweisse, Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Nucleinsäuren
Wo befindet sich der grösste Teil des Wassers im Körper?
Etwa 2/3 des Wassers (ca. 30L) befinden sich in den Zellen (intrazellulär).
Wieviele Prozente des Wassers ersetzen wir täglich?
Von den 40-50 Litern Wasser werden täglich 2.5 Liter, das sind ca 5%, ersetzt.
Über welche drei Organe verlieren Sie am meisten Wasser?
Über die Nieren (1.3L), Lunge (0.5L) und Haut (0.5L).
Wo werden Hormone hergestellt?
Hormone werden in Hormondrüsen hergestellt und ins Blut abgegeben. Sie wirken an und in den Zellen, die den passenden Rezeptor haben.
Was können Hormone in den Zellen bewirken?
Hormone wirken auf den Stoffwechsel und die Entwicklung der Zielzellen, indem sie die Herstellung und Aktivität von Enzymen und den Stofftransport durch die Membran beeinflussen.
Was für Stoffe können Hormone sein?
Hormone können Peptide, Steroide oder Aminosäuren-Abkömmlinge sein.
Nennen Sie die Organsysteme unseres Körpers, nach ihrer Funktion geordnet.
- Reaktionsvermögen und Steuerung: Sinnesorgane, Nervensystem, Hormonsystem
- Bewegung: Skelett und Muskulatur
- Stoffwechsel: Atmingssystem, Verdauungssystem, Blutsystem, Harnsystem
- Abgrenzung und Abwehr: Haut, Abwehrsysteme (Imminsystem)
- Fortpflanzung: Geschlechtsorgane
Nennen Sie für jedes der folgenden Gewebe das wichtigste Merkmal:
A) Epithelgewebe
B) Binde- und Stützgewebe
C) Muskelgewebe
A) Epithelgewebe sind geschlossene Zellverbände, die eine Oberfläche bilden. Sie enthalten weder Blutgefässe noch Nerven.
B) Binde- und Stützgewebe besteht aus Zellen und (viel) Interzellularsubstanz.
C) Muskelgewebe können sich aktiv verkürzen.
Wozu brauchen wir Sauerstoff?
Unsere Zellen brauchen den Sauerstoff bei der Zellatmung zur Oxidation der energiereichen Stoffe. Bei der Zellatmung wird Energie in Form von ATP für alle energieverbrauchenden Vorgänge bereitgestellt.
Welche Aufgabe hat die Haut?
- Die Haut schützt gegen: Flüssigkeits- und Wärmeverlust, mechanische Verletzungen, chemische Einwirkung, Strahlung und Krankheitserreger.
- Die Haut ist beteiligt an der Wärmeregulation.
- In der Haut liegen Sinneszellen für mechanische, chemische und thermische Reize.
- Die Haut gibt Exkrete ab.
- Die dünnen Schleimhäute dienen auch dem Stoffaustausch.
A) Was ist ein Nerv?
B) Wozu brauchen wir ein Nervensystem?
A) ein Nerv ist ein Bündel von vielen Nervenzellfortsätzen. Er verbindet ein Organ mit dem Hirn oder dem Rückenmark.
B) Das Nervensystem ermöglicht Reaktionen und Aktionen und regelt ( zusammen mit dem Hormonsystem) die Tätigkeit der inneren Organe.
Was sind Hormone?
Hormone sind Botenstoffe, die im Körper in Hörmondrüsen produziert und vom Blutkreislauf verteilt werden. Sie wirken in den Zellen, die entsprechende Rezeptoren haben.
Was leisten die Sinnesorgane?
Die Sinnesorgane reagieren auf bestimmte Reize mit der Bildung von elektrischen Impulsen, die man nervöse Erregungenen nennt.
Warum bleiben die Knochen bei der Verwesung einer Leiche länger erhalten als die Muskeln?
Die Knochen haben einen hohen Anteil an anorganischer Substanz, die weniger schnell zersetzt wird als die organischen Stoffe
Warum bleiben die Knochen bei der Verwesung einer Leiche länger erhalten als die Muskeln?
Die Knochen haben einen hohen Anteil an anorganischer Substanz, die weniger schnell zersetzt wird als die organischen Stoffe
A) Was kann ein Muskel?
B) Charakterisieren Sie die beiden Arten von Muskeln (Bau, Vorkommen, Steuerung)
A)Ein Muskel kann sich unter Energieverbrauch aktiv verkürzen.
B) Wir unterscheiden Skelettmuskeln und Eingeweidemuskeln.
Skelettmuskeln sind Organe aus quergestreiftem Muskelgewebe, die an den Knochen ansetzen und diese gegeneinander bewegen. Sie werden vom willkürlichen Nervensystem gesteuert. Das quergestreifte Muskelgewebe besteht aus vielkernigen Muskelfasern.
Die Eingeweidemuskulatur ist für Bewegungen innerer Organe zuständig. Sie besteht aus glatten Muskelgewebe, das in die Wände von Organen (z.B. Darm, Harnblase) eingebaut ist. Die glatte Muskulatur wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert, arbeitet also unwillkürlich. Das glatte Muskelgewebe besteht aus einkernigen Muskelzellen.
Nennen Sie Fakten für die Feststellung: "Knochen sind lebende Organe."
Ein Knochen besteht aus verschiedenen Geweben (Knorpel- und Knochengewebe, Nerven, Blutgefässen) mit lebenden Zellen
Knochen können wachsen und haben einen Stoffwechsel.
Nennen Sie die zellulären Blutbestandteile und ihr Zahlenverhältnis
Die zellulären Bestandteile sind die roten Blutkörperchen (Erythrocyten), die weissen Blutkörperchen (Leukocyten) und die Blutplättchen (Thrombocyten). Auf ein weisses Blutkörperchen kommen 1000 rote und 50 Blutplättchen.
Wieviele Erythrocyten besitzt ein Mensch mit 5 L Blut?
Der Mensch besitzt etwa 5 Liter Blut mit 5 Mio. roten Blutkörperchen pro mm3, das ergibt insgesamt 2.5*10^13 rote Blutkörperchen.
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