Hyperurikämie Gicht


Isa S_
Diese Lernkarten behandeln die Anatomie und Pathophysiologie der inneren Hyperurikämie und Gicht auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Ursachen, Symptome und Therapie von Gichtanfällen, einschließlich Medikamenten wie Urikostatika und NSAR, sowie auf Lebensführungsempfehlungen wie purinarme Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsberufe, da sie detaillierte Informationen über die Diagnose und Behandlung von Gicht sowie die Vermeidung von Komplikationen wie Nierenschäden bieten.
Karten
7
Lernende
13
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
28.12.2015 / 22.04.2025

Lernkarten

1. Was versteht man unter Hyperurikämie und was ist Gicht?

 

Hyperurikämie = eine Purinstoffwechselstörung mit Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut.

Gicht = Ablagerung von Harnsäurekristallen (Urate) mit Entzündungsreaktionen in den Gelenken oder in der Niere.

2. Wer ist hauptsächlich davon betroffen?

     Welches Syndrom haben viele dieser Patienten?

.

Hauptsächlich sind Männer von der Gicht betroffen. Frauen sind durch das Östrogen davor geschützt.

 

Viele der Patienten haben das metabolische Syndrom, dass sich aus folgenden Erkrankungen zusammensetzt: Adipositas, Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus.

 

 

3. Was ist die häufigste Ursache für erhöhte Harnsäurespiegel?

 

Meistens  genetisch bedingt und verläuft  chronisch.

manifestiert sich bei purinreicher Ernährung (Fleisch, Linsen und Innereien).

    Bei welchen vier weiteren Umständen kann es zu krankhaft erhöhten Werten kommen?

  • Chemo-/Strahlentherapie bei Leukämie

  • chronischen Nierenerkrankungen

  • hoher Alkoholspiegel

  • manche Arzneimittel

  • Azidosen (Übersäuerung des Blutes) durch Diabetes mellitus

  • Fasten

  • nach Extremsport

 

4. Wie und wo zeigt sich ein akuter Gichtanfall?

 

zu 60% im Großzehengrundgelenk (Podagra). Der Patient hat alle klassischen Entzündungszeichen und leitet unter starken Schmerzen.

    Welche Probleme können bei chron. Gicht entstehen?

  •  irreversible Gelenkdestruktion

  • Nierenschäden (Uratnephropathie)bis Niereninsuffizienz

5. Welche generellen Therapieempfehlungen gibt es?

    (bzgl. Lebensführung, Medikamente sowohl allgemein, als auch beim akuten Gichtanfall)

 

    Im asymptomatischen Stadium:

  • purinarme Kost zu sich nehmen (kein Kaffee, wenig und dann nur helles Fleisch essen)

  • normales Gewicht anstreben

    (aber keine Blitzdiäten, diese können nämlich einen Gichtanfall auslösen!)

  • viel trinken, mindestens 1, 5 Liter pro Tag (keinen Alkohol àerhöht Harnsäure!)

    Beim akuten Gichtanfall:

  • Gabe von Schmerzmitteln (NSAR) ggf. Colchizin

  • Ruhigstellung und Kühlung des betroffenen Gelenkes

    Bei Gicht zusätzlich zu den Allgemeinmaßnahmen:

  • Gabe von Urikostatika (Medikamente, die die Harnsäurebildung hemmen)

    z.B. Allopuriol (nicht beim akuten Gichtanfall, da es Symptome verschlimmert!)

  • ggf. Gabe von Urikosurika (Medikamente, die die Harnsäureausscheidung fördern)

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