Anatomie Innere Hyperurikämie Gicht
Hyperurikämie Gicht
Hyperurikämie Gicht
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Lernkarten
1. Was versteht man unter Hyperurikämie und was ist Gicht?
Hyperurikämie = eine Purinstoffwechselstörung mit Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut.
Gicht = Ablagerung von Harnsäurekristallen (Urate) mit Entzündungsreaktionen in den Gelenken oder in der Niere.
2. Wer ist hauptsächlich davon betroffen?
Welches Syndrom haben viele dieser Patienten?
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Hauptsächlich sind Männer von der Gicht betroffen. Frauen sind durch das Östrogen davor geschützt.
Viele der Patienten haben das metabolische Syndrom, dass sich aus folgenden Erkrankungen zusammensetzt: Adipositas, Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus.
3. Was ist die häufigste Ursache für erhöhte Harnsäurespiegel?
Meistens genetisch bedingt und verläuft chronisch.
manifestiert sich bei purinreicher Ernährung (Fleisch, Linsen und Innereien).
Bei welchen vier weiteren Umständen kann es zu krankhaft erhöhten Werten kommen?
Chemo-/Strahlentherapie bei Leukämie
chronischen Nierenerkrankungen
hoher Alkoholspiegel
manche Arzneimittel
Azidosen (Übersäuerung des Blutes) durch Diabetes mellitus
Fasten
nach Extremsport
4. Wie und wo zeigt sich ein akuter Gichtanfall?
zu 60% im Großzehengrundgelenk (Podagra). Der Patient hat alle klassischen Entzündungszeichen und leitet unter starken Schmerzen.
Welche Probleme können bei chron. Gicht entstehen?
irreversible Gelenkdestruktion
Nierenschäden (Uratnephropathie)bis Niereninsuffizienz
5. Welche generellen Therapieempfehlungen gibt es?
(bzgl. Lebensführung, Medikamente sowohl allgemein, als auch beim akuten Gichtanfall)
Im asymptomatischen Stadium:
purinarme Kost zu sich nehmen (kein Kaffee, wenig und dann nur helles Fleisch essen)
normales Gewicht anstreben
(aber keine Blitzdiäten, diese können nämlich einen Gichtanfall auslösen!)
viel trinken, mindestens 1, 5 Liter pro Tag (keinen Alkohol àerhöht Harnsäure!)
Beim akuten Gichtanfall:
Gabe von Schmerzmitteln (NSAR) ggf. Colchizin
Ruhigstellung und Kühlung des betroffenen Gelenkes
Bei Gicht zusätzlich zu den Allgemeinmaßnahmen:
Gabe von Urikostatika (Medikamente, die die Harnsäurebildung hemmen)
z.B. Allopuriol (nicht beim akuten Gichtanfall, da es Symptome verschlimmert!)
ggf. Gabe von Urikosurika (Medikamente, die die Harnsäureausscheidung fördern)