Anatome Innere KHK

Koronare Herzkrankheit

Koronare Herzkrankheit


Isa S_
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über die koronare Herzkrankheit (KHK) und deren Therapie. Sie behandeln Symptome wie Angina Pectoris und Herzinfarkt, Risikofaktoren, Diagnostik, und Therapieoptionen wie Revaskularisierung. Die Karteikarten sind ideal für Berufslehrende, die sich mit den Grundlagen und Behandlungsmethoden der KHK vertraut machen möchten.
Flashcards
16
Students
21
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
31.12.2015 / 09.06.2025

Flashcards

Was bedeutet der Begriff KHK?

KHK = koronare Herzkrankheit

Auf welchem Pathomechanismus beruht er?

Arteriose/Verkalkung der koronaren Herzkrankgefässe

  • Stenosen führen zu Missverhältnis zw. O2-Angebot und –Bedarf im Herzmuskel

    --> Myocardischämie

In welchen drei Formen kann sich eine KHK klinisch erstmals zeigen?

  • Angina pectoris/AP (40%)

  • akutes Koronarsyndrom/ACS (50%) à Herzinfarkt und instabile AP

  • plötzlicher Herztod (10%)

Warum ist die KHK gesundheitspolitisch sehr bedeutungsvoll?

  • häufigste Todesursache in Industrieländern (20%)

  • 30% der ♂ und 15% der ♀ erkranken an KHK

Man unterscheidet nach der Häufigkeit, mit der sie eine KHK begünstigen, Hauptrisikofaktoren und weitere Faktoren. Nennen Sie jeweils 5.

Hauptrisikofaktoren:

 

Hauptrisikofaktoren

·         Genetik

·         Alter

·         Geschlecht

·         metabolisches Syndrom

o   Hypercholesterinämie

o   art. Hypertonie

o   Diabetes mellitus

·         Rauchen

Man unterscheidet nach der Häufigkeit, mit der sie eine KHK begünstigen, Hauptrisikofaktoren und weitere Faktoren. Nennen Sie jeweils 5. Welche Faktoren sind jeweils Beeinflussbar?

weitere Faktoren:

 

 

weitere Faktoren

·         Bewegungsmangel

·         Übergewicht, Adipositas (v.a. Bauchfett)

·         Stress

·         fettreiche Kost mit viel Fleisch

·         Blutgerinnungsneigung ↑ (Hyperfibrinogenämie)

·         Entzündungszustände mit hohem CRP (evtl. auch bei Parodontitis)

·         Drogen (z.B.: Kokain, Marihuana)

Was versteht man unter Angina pectoris (AP)?

 

--> Kardinalsymptom der KHK

  • Brustenge mit Schmerzen, Druckgefühl hinter dem Brustbein – evtl. Ausstrahlung in linken Arm (oft), Schultern und Hals, z.T. auch rechten Arm, Unterkiefer und Zähne

Durch was kann diese ausgelöst werden?

  • körperliche oder physische Belastung, schwere Mahlzeiten

  • Kälte, Wetterumschwung

  • Tachykardie

  • Anämie bzw. Aufenthalt in grossen Höhen (O2-Mangel)

Wie kann eine stabile AP von einem Herzinfarkt abgegrenzt werden?

stabile AP tritt regelmässig durch bestimmte Auslöser auf und klingt nach 5-15 min. in Ruhe

oder 1-2 min. nach Gabe von Nitraten (Nitrolingualspray --> unter Zunge) ab

Was veranlassen Sie bei einem Patienten mit einer instabilen AP?

lebensbedrohlicher Zustand/Notfall -> Notruf!!!

1.    Welche vier Symptome können Hinweis auf einen Herzinfarkt geben?

 

 

  • instabile Angina pectoris

  • Dyspnoe, Erstickungsgefühl/Todesangst

  • kalter Schweissausbruch sowie fahle, blasse Haut

  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen

  • evtl. Synkope (Kreislaufkollaps)

  • Labor  --> Troponin ↑

  • EKG    --> Initialhebung der ST-Strecke

6. Warum sollte bei einem Pat mit V.a. auf einen Herzinfarkt sofort der Notarzt

    alamiert werden?

 

Ein Herzinfarkt ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der in 10% tödlich verläuft

da in den ersten Stunden lebensbedrohliche Komplikationen auftreten können

7. Welche Komplikationen können in den ersten 48h nach einem Herzinfarkt auftreten,

     welche danach? Nennen Sie jeweils drei.

 

Frühkomplikationen:

– plötzlicher Herztod

– Herzrhythmusstörungen bis Kammerflimmern

– akute Herzinsuffizienz: kariogener Schock, Lungenödem

– evtl. akute Mitralinsuffizienz, wenn Papillarmuskel betroffen und Segelklappe abreißt

– bei großen Infarkten: evtl. Ruptur der Herzwand mit Herzbeuteltamponade

     Spätkomplikationen:

– Herinsuffizienz

– Herzrhythmusstörungen

– Bildung eines Herzwandaneurysmas

-->Pumpschwäche und Gefahr von Embolien aus dem Herzen

– anhaltende oder rezidivierende AP

– Infarktrezidiv

8. Mit welchem diagnostischen Verfahren kann die Diagnose KHK gesichert werden

    und ggf. zeitgleich auch eine Therapie durchgeführt werden?

Koronarangiograpie (Goldstandard) invasive Diagnostik zur genauen Darstellung der Koronarien, es kann gleich mit der Therapie begonnen werden:

Revaskularisation (PTCA – meist in Form einer Stent-Implantation)

weitere Diagnosemethoden:

– Anamnese: Symptome (Schmerzen, Auslöser, Dauer, kardiovaskuläre Risikofaktoren)

– Ruhe EKG

– Labor: Herzenzyme – Troponin

– Belastungs EKG (nicht beim frischen Infarkt)

– Echokardiograpie

9. Welche beiden invasiven Methoden zur Revaskularisierung bei KHK kennen Sie?

 

Minimal-invasiv: PTCA (percutan transluminale coronare Angioplastie)

= PCI (percutane coronare Intervention)

 Revaskularisierung über Herzkatheter in den Koronarien meist mit Stent-Implantation

  • Operativ: Aortokoronare Bypass- OP (ACB)

  • arterielle Überbrückung z.B. mit A. thoracica interna

  • venöse Überbrückung = Aortokoronarer Venenbypass (ACVB)

     Revaskularisierung ist das Mittel der Wahl um Nekrosen des Myocards zu vermeiden.

10. Wie kann ein Pat mit KHK seine Prognose verbessern? Sechs Maßnahmen beschreiben

  • Verminderung der Risikofaktoren:

  • mehr Bewegung

  • weniger Stress à Entspannungsübungen, Yoga, Autogenes Training;

  • Reduzierung von Übergewicht à langsam durch dauerhafte Ernährungsumstellung

  • ausgewogenen Ernährung: Mediterane Kost: Olivenöl und Gemüse; wenig tierische Fette

  • Rauchen aufhören

  • keine Drogen

  •  gute Einstellung  von Vor- bzw. Begleiterkrankungen:

  • Diabetes Mellitus

  • arterielle Hypertonie

  • Hypercholesterinämie

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