AIIT - Vorlesung 5

Supply Chain Manangement

Supply Chain Manangement


M. S.
Diese Lernkarten behandeln das Supply Chain Management (SCM) auf Universitätsniveau und beleuchten die Optimierung der Lieferkette, die Merkmale von Advanced Planning Systems (APS) sowie die Anforderungen an IT-Lösungen im SCM. Sie definieren und unterscheiden zentrale Begriffe wie Logistik, Wertschöpfungskette und SCM, wobei der Fokus auf der Integration von Waren-, Informations- und Finanzflüssen liegt. Besonders nützlich sind diese Karteikarten für Studierende und Fachkräfte, die sich mit der Planung, Steuerung und Optimierung von Lieferketten auseinandersetzen möchten, um Effizienz und Kundenorientierung zu verbessern.
Karten
15
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.02.2013 / 13.09.2020

Lernkarten

Definieren sie den Begriff Logtistik

Aktivitäten zum Herstellen, Sichern und Verbessern der Verfügbarkeit von Personen und Mitteln

Nennen Sie die 6 Ziele der Logistik

Bereitstellung von:

  1. der richtigen Güter und Dienstleistungen
  2. zur richten Zeit
  3. am richtigen Ort
  4. in der Richtigen Menge und
  5. in der der richtigen Qualität
  6. zu möglichst geringen Kosten

Nennen sie die verschiedenen Arten von Logistik

  • Beschaffungslogistik,
  • Distributionslogistik,
  • Produktionslogistik;
  • Entsorgungslogistik,
  • Lagerlogistik,
  • Servicelogistik,
  • Informationslogistik

Nennen sie die Basisaufgaben der Logistik und unterteilen sie diese in zwei Aufgaben:

TUL- Prozesse:

T

  • Transportieren, Handhaben

U

  • Umschlagen
  • Verpacken und Konfektionieren
  • Übergabe und Service
  • Retourenabwicklung

L

  • Lagern, Kommissionieren
  • Bereitstellen
  • Koordination und Kontrolle der Prozesse
  • Steuerung der Ressourcen

Entscheidungen:

  • Standortwahl
  • Gestaltung des Logistiksystems (Prozesse, Strukturen, Ressourcen)
  • Make-or-Buy-Entscheidungen für Logistikdienstleistungen
  • Layoutplanung
  • operativ:
  • Implementierung von IT-Systemen
  • Etablierung der Prozessorientierung
  • Koordination der Planung
  • Logistik-Controlling

Stellen sie die Effekte von Kooperation und ihre Chancen und Risiken dar

Chancen:

  • Synergieeffekte
  • Know-How-Zuwachs
  • Kostenersparnis
  • Zeitersparnis
  • Erschließung neuer Märkte
  • Gemeinsame Marketingaktivitätien

Risiken:

  • Kow-How-Preisgabe
  • Einseitige Abhängigkeit
  • Einseitige Ausnutzung des Machtgefälles
  • Ungünstige Kosten-/Nutzen-Relation
  • Flexibilitätsverluste
  • Unterschätzter Zeitaufwand

 

Definieren sie Wertschöpfungskette (Value Chain) und nennen sie ihre Merkmale. Durch welche Flüsse ist sie geprägt?

Wertschöpfungskette (Value Chain):
„[…] Folge von Schritten, die zueinander in Beziehung stehen, wobei jeder Schritt eine gewisse Wertschöpfung bis zum Endprodukt hinzufügt.“ [4].

Merkmale:

  • Verkettung aller an der Herstellung eines Erzeugnisses beteiligten Institutionen
  • Interaktion der Einzelelemente mit vor- oder nachgelagerten Gliedern
  • Umfasst die gesamten Geschäftsprozesse aller Kettenglieder

3 Flüsse:

  1. Waren und Dienstleistungen
  2. Informationen
  3. Finanzen

Beschreiben sie die Teilnehmer der internen und externen Supply Chain und nennen die die Merkmale von einem Wertschöpfungsnetzwerk

Wertschöpfungsnetzwerk

  • gemeinsame Strategie
  • kooperative Zusammenarbeit
  • geimeinsame Verantwortung

Definieren Sie Supply Chain Management

Supply Chain Management ist die integrierte prozessorientierte Planung und Steuerung der Waren-, Informations- und Geldflüsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Kunden bis zum Rohstofflieferanten

Erläutern sie die Abgrenzung von SCM zur Logistik und stellen sie diese grafisch dar

  • Logisitik beschäftigt sich primär mit dem physischen Materialfluss (der Warenverfügbarkeit). Funktion der Raum- und Zeitüberbrückung steht im Vordergrund.
  • SCM misst dem Informationsfluss eine größere Bedeutung gegenüber dem Warenfluss zu.
  • Explizite Berücksichtigung von Finanz- und Informationsströme über Unternehmensgrenzen hinweg

Nennen sie die Ziele des Supply Chain Managements

Optimierung der klassischen Wettbewerbsfaktoren:

Kosten:

  • Verringerung der Bestände
  • Reduzierung der Transportkosten
  • Verringerung d. Investition und Abschreibung für Transportmittel

Zeit:

  • Reduzierung bon Durchlaufzeiten
  • Reduzierung der Transportzeiten
  • Beachtung von "Time to Market"

Qualität:

  • Geringere Ausschuss/ Nacharbeit
  • Erhöhung der Liefertreue
  • Kundenorientierung

Flexibilität:

  • Anpassungsfähigkeit
  • Wandlungsfähigkeit

Nennen sie die drei Regeln im Supply Chain Management

1. Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied

  • Kooperative und kollaborative GEschäftsbeziehungen über due gesamte SC
  • Für die Optimierung einer SC müssen alle Glieder betrachtet und gestärkt werden (win win situation)
  • Einseitige Schwächung durch Verlagerung von Risiken und Pflichten zum Lieferanten gefährdet die gesamte SC

2. Eine Kette funktioniert nur auf Zug, nie auf Druck

  • Änderungen immer ausgehend vom Kunden (Kundenorientierung)
  • Fertigungsteuerung nach dem Pull Prinzip reduziert Bestände

3. Die Übergänge der einzelnen Kettenglieder sind entscheidend

Schnittstellen zwischen den Unternehmen sind bedeutend

Optimierung der Kommunikation und Informationsflüsse steht im Vordergrund

Der Einsatz von modernen Informationssystemen ist erforderlich

Nennen sie Anforderungen an IT-Lösungen im SCM

  • Beherrschung der Komplexität von logistischen Netzwerken
  • Unterstützung der Dynamik von logistischen Netzwerken
  • Schaffen von Transparenz über die gesamte Supply Chain
  • Zugriffsmöglichkeit auf externe und interne Daten in Echtzeit
  • Einheitliche Integrations- und Austauschplattform, die vorhandene Daten und Systeme unterstützt

Nennen sie den Fokus und die Merkmale von Advanced Planning Systems

Fokus von APS :
• Verbesserte Kapazitätsplanung
• Verbesserung der Prognose von Kundenbedarfen
• Vereinfachte Analyse verschiedener Szenarien

Merkmale:

  • Kundenorientierung:
    • Synchronisierung von Kapazitäten und Bedarfen zu einer kundengerechten Auftragsabarbeitung
  • Realitätsnähe und Echtzeit:
    • Darstellung von aktuellen Bedarfen, Auslastungen und Engpässen
  • Simultanität: parallelisierte Planung von Einzelaktivitäten im Planungsprozess
  • Geschwindigkeit und Flexibilität:
    • hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, kurze Planungsläufe
  • Integration: Informationstechnische Abdeckung der gesamten Supply Chain

Skizzieren sie das Aufgabenmodell des SCM

  1. Gestaltung
  2. Planung
  3. Betrieb

Abgrenzung von APS zu ERP Systemen

APS ergänzen folgende Defizite der ERP-Software:

  • Keine Möglichkeit zur Erstellung von Absatzprognosen
  • Keine Unterstützung von Transport- und Distributionslogistik
  • Keine strategische Betrachtung des gesamten Wertschöpfungsnetzwerk

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