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Lernkarten
15. Welche Schritte laufen im Körper bei einer Gefässverletzung mit Blutung ab?
1. Gefässverletzung --> Gefässkonstriktion
2. Blutstillung --> Thrombozytenaddhässion, Tc bilden einen Pfropf
3. Blutgerinnung--> aus Gerinnungsfaktoren (Fibrinogen) Gefäss/Wundverschluss.
2. Aus welchen 3 Schichten besteht die Haut? Welche Gewebearten findet sich vorwiegend in den jeweiligen Schichten und trägt damit zu deren Funktion bei?
Oberhaut = Epidermis
- mehrschichtig / verhorntes Plattenepithel
- Schutz
Lederhaut = Coricum
- Bindegewebe, kollagene Fasern
- Blutgefässe, Nerven, Drüsen, Sinneszellen --> reissfest, dehnbar
Unterhaut = Subcutis
- Fettgewebe in lockeres Bindegewebe
- Speicherorgan, mechanischen und thermischen Schutz
9. Nennen Sie sowohl die Wirkung des Sympathikus als auch des Parasympathikus an 5 Zielorganen.
Parasympathikus (Entspannung)
Augen: Pupillenverengung
Bronchien: Engstellung
Herz: Blutdruck/Puls tief
Magen-Darm: Sekretion/Peristaltik hoch
Speichel: viel, dünnflüssig
Sympathikus (Stress)
Augen: Pupillenerweiterung
Bronchien: Erweiterung
Herz: Blutdruck/Puls steigend
Magen-Darm Peristaltik/Durchblutung tief
Speichel: wenig, zähflüssig
5. In welche Anteile gliedert sich das vegetative Nervensystem?
Sympathikus: Reaktion auf Stress Kampf und Flucht nach aussen gerichtet ermöglicht maximalen Energieaufwans
Parasympathikus: Nach innen gerichtet, lässt Körper zur Ruhe kommen und aktiviert Verdauung, Ausscheidung
2. Was ist ein Reflex? Welche beiden Formen gibt es und worin unterscheiden sie sich? nenne Sie jeweils 1 Beispiel.
Ein Reflex ist eine stereotype, immer gleich ablaufende Handlung , die automatisch abläuft und willentlich fast nicht beeinflusst werden kann. Sie entlasten das Grosshirn (Bewusstsein) in dem sie durch Muskelspannung schnelle Schutzreaktionen ausführen und bei schnellen Routinebewegungen (Autofahren) mitwirken.
Viele Reflexe finden im Rückenmark statt.
Eigenreflex (monosynaptisch =eine Schaltstelle) Rezeptor im ausführenden Organ.
Patellarsehnenreflex, Achillessehnenreflex, Bizepssehnenreflex
Fremdreflexe (polysynaptische Reflexe = mehrere Schaltstellen) Rezeptor und Erfolgsorgan getrennt.
Würgreflex, Husten-, Niesreflex, alle Schutzreflexe, Erröten, Blutdruck und Pulsanstieg
10. Was sind Antikörper? Wo werden sie gebildet? welche Funktion haben sie?
AK sind Immunglobuline der spezifischen Abwehr (Eiweisse) werden von Plasmazellen gebildet.
Können AK alleine Errege abtöte?
Antigen --> Antikörperkomplex
- Agglutination --> bilden grössere Einheiten --> verbinden sich
- Opsonierung --> machen Erreger für die Abwehr "schmackhaft"
Können AK alleine Errege abtöte?
Nein.
11. Was sind Neurotransmitter, welche unterschiedliche Wirkung können sie haben? Nennen Sie einige typischen Vertreter mit Wirkung.
Botenstoffe im Nervensystem!
regulieren Antrieb, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Appetit, Durst, Gefühle, Sexualtrieb, Schlaf-Wach-Rhytmus
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Ausgewogenes Verhältnis der einzelnen Substanzen ist wichtig für körperliches und seelisches Wohlbefinden.
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Viele neurologische und psychische Erkrankungen beruhen auf einem Ungleichgewicht oder absolutem Mangel von Neurotransmittern.
Acetylcholin erregend
Glutamat häufigster erregender Transmitter im ZNS
GABA häufigster hemmender Transmitter im ZNS (K.O. Tropfen)
Glycin häufigster hemmender Transmitter im Rückenmark
Dopamin erregend, im Mittelhirn
Noradrenalin vorwiegend erregend
b. Wie unterscheiden sich Aktiv- und Passivimmunisierung? Nennen Sie Beispiele.
Aktiv
Gesunde Menschen werden geimpft, abgeschwächte Erreger werden gespritzt, dass der Körper Antikörper entwickelt und so gut geschützt ist, falls die Erkrankung wirklich auftreten würde.
--> Hep. B, (wir empfohlen nach 10Jahren aufzufrischen)
Passiv
Mensch die bereits infiziert wurden, werden spezifische AK gespritzt, damit der Mensch schneller gesund wird.
--> Tetanus, Tollwut
--> hält max. 3-4 Monate, es werden Fremdeiweisse injiziert.
d. Was ist Hämoglobin, wozu dient es und woraus ist es aufgebaut?
roter Blutfarbstoff, dient dem Sauerstofftransport, komplexes Eiweiss aus Eisen.
5. Was ist eine Synkope? Welche Ursachen kann sie haben?
Ohnmacht, plötzliche, kurzzeitige Bewusstseinsstörung mit Verlust des Muskeltonus und spontaner Erholung. (Achtung Verletzungsgefahr)
- Kardiovaskulär (Hypotonie, Herzrhythmusstörungen, Aortenstenose
- zerebrovaskulär, TIA, (Durchblutungsstörung des Gehirns)
- reflektorisch gefässbedingt, z.B. schnelles Aufstehen
- vegetativ
- medikamentös
- psychisch
4. Was versteht man unter einem Koma, welche Gefahren bestehen, was sollten Sie tun?
Patient ist tief bewusstlos, die Atmung kann jederzeit aussetzen, ist auch durch starke Reize nicht weckbar, Schutzreflexe fehlen. Man muss den Patienten in die stabile Seitenlage bringen, damit er falls er erbrechen muss, nichts in die Lunge läuft.
14. Was ist Eiter?
Eiter besteht aus massenhaft Leukozyten, Erregern, Resten von phagozitierten, abgestorbenen Erregern und Gewebetrümmern.
1. Definieren Sie den Begriff Entzündung.
Eine komplexe Abwehrreaktion des Körpers auf jede Art der Gewebeschädigung. Schützt den übrigen Organismus vor deren Ausbreitung und die Noxen oder deren Folgen zu beseitigen.
7. An welchen Symptomen kann man eine systemische Entzündung erkennen? (Welche Allgemeinsymptome einer Entzündung kennen Sie?)
- Fieber >37.5° durch Wirkung von Pyrogenen auf das thermoregulatorische Zentrum im ZNS
- allg. Krankheitszeichen: Abgeschlagenheit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Appetitlosigkeit
--> Ziel es Organismus ist es sich auf die Bekämpfung der Entzündung zu konzentrieren, daher treten die Symptome auf, damit der Mensch gezwungen ist ins Bett zu liegen und sich auszuruhen.
- gesteigerter Stoffwechsel --> Tachykardie und Tachypnoe
- evt. Hypotonie bei sehr schweren ausgedehnten Entzündungen als Folge von Gefässdilatation und Volumenverlust durch Exsudation
--> im Extremfall: septischer Schock
!!6. Nennen Sie die 6 Kardinalsymptome der akuten Entzündung (nach Celsus). Wie sind sie pathogenetisch zu erklären?!!
Rötung/rubor
Folge der Mehrdurchblutung
Überwärmung/dolor
Folge der Mehrdurchblutung
Schwellung/tumor
Folge der Exsudation
Schmerz/dolor
Folge der Exsudation und durch Mediatoren --> Reizung der Nerven (Schmerzfasern)
eingeschränkte Funktion/functio laesa
Folge von Schwellung und Schmerz
1. Wie entstehen und verlaufen Autoimmunerkrankungen?
Fehler bei der Erkennung führen zu Autoimmunerkrankungen. genetische Abneigung, Körper bekämpft sich selbst.
Das Immunsystem erkennt Teile des MHC- Molekül (Histokompatibilitäts Kompex) an bestimmten Zellen, bzw. Geweben als körperfremd. Es kommt zu AK-Bildung gegen körpereigene Gewebe. Diese lösen eine Immunreaktion = Entzündung aus.(Rheuma, Morbus Crohn, Morbus Basedow, DiabetesTyp II)
Verlauf:
- Erkrankung verläuft schubförmig = chronisch rezidivierend
- Aktive Entzündung führt zu Zerstörung und Narbenbildung des betroffenen Gewebes mit Funktionsverlust
- Heilung unwahrscheinlich:
da das Immunsystem dauernd Kontakt zu den eigenen Antigenen hat
da bei jedem Schub erneut Gedächtniszellen gebildet werden bzw. das Immungedächtnis aufgefrischt wird.
10. Welcher Krankheitsverlauf entsprich einer exsudativen und welche einer proliferativen Entzündung?
exsudative Entzündung --> akute Entzündung
proliferative Entzündung --> chronische Entzündung
9. Mit welchem Fachausdruck wird der Verlauf einer Erkrankung beschrieben? Welche Unterschiede kennen Sie?
Verlauf von Krankheiten = Prognose!
Heilung: Wiederherstellung in den ursprünglichen Zustand --> Heilung der Haut nach einer Schürfwunde
Defektheilung: es bleibt ein Defekt zurück --> Narbe
Tod (Exitus): letal = tödlich, infaust=aussichtslose Prognose--> trotz Therapie nicht heilbar (Kopf ab)
Rezidiv: Rückfall, Wiederauftreten derselben Krankheit nach einem beschwerdefreien Intervall
--> Tumorrezidiv nach scheinbar völlige Entfernung
Chronifizierung: schleichender Verlauf von langer Dauer, nicht ausheilen der Krankheit
chronisch kontinuierlich: Krankheitssymptome bleiben gleich --> weder besser noch schlechter
chronisch rezidivierend: Krankheitssymptome treten in gewissen Abständen auf
--> Asthma bronchiale, Epilepsie, Allergien
chronisch progredient: Krankheitssymptome werden zunehmend schlimmer
--> M. Parkinson, M. Alzheimer, MS
Die medikamentöse Therapie kann die Krankheit nur verlangsamen nicht stoppen.
Inapperent: Vom Patient unbemerkt, Infektion/Grippe
!!5. Was ist die Ätiologie, wie kann sie unterteilt werden? Geben Sie Beispiele.!!
Lehre von den Krankheitsursachen
exogen: wirken von aussen auf den Organismus, --> Bakterien, Viren
endogen: gehen aus dem Innern hervor, --> Alter, Autoimmunerkrankung
monokausal: von 1 Ursache ausgelöst --> Röteln, MMR
polykausal: von vielen Faktoren verursache --> Sucht, Depression, Arteriosklerose..
4. Ordnen sie diagnostische Methoden nach den technischen Verfahren, durch die sie erzielt werden.
Laboruntersuchungen: Urin, Blut, Stuhl
Bildgebende Verfahren: Ultraschall, Röntgen, CT, MRI
elektrophysiologische Verfahren: EKG, EEG
endoskopische Verfahren: Magen-Darm-Spiegelung
5. Was verstehen Sie unter Haupt-, Neben-, und Wechselwirkungen eines Medikaments?
Hauptwirkung = die gewünschte Wirkung eine Pharmakons
Nebenwirkung = unerwünschte Wirkung des Medikamentes
Wechselwirkung = Wirkungsbeeinflussung bei Zusammentreffen mehrerer Medikamente
1. Welche 3 Grundsätzlichen Therapieziele kennen Sie?
kurativ: führt zur Heilung
palliativ: lindert Symptome --> meist bei unheilbaren Leiden (Krebs)
präventiv: schützt vor der Entstehung einer Erkrankung (Impfung)
1. Nennen Sie 8 Aufgaben der Haut.
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Schutzfunktion
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Temperaturregulation (Verengung oder Erweiterung der Blutgefäße = Durchblutung; Aufnahme bei Einstrahlung bei Hitze; Schwitzen, Temperatursensoren als Teil des Nervensystems)
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Regulierung des Wasserhaushaltes (Abgabe von Wasser und Salzen, {Schweiß)
7 Wärmepunkte, 16 Kältepunkte, 100 Druckpunkte, 700 Schmerzpunkte, 14m Nerven
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Sinnesfunktion (Wahrnehmen von Schmerzen, Berührung)
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Immunfunktion (z.B. Allergien im Rahmen)
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Kommunikation (Rötung, Blässe)
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Mechanischer Schutz (z.B. bei Stößen oder Hinfallen)
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Ausscheidungsorgan (überschüssiges Eiweiß, Schadstoffe)