5 - VWL & BWL - Märkte u. Preisbildung

Unterricht vom 28.09.2013 - UK

Unterricht vom 28.09.2013 - UK


M. H.
Diese Lernkarten behandeln auf Berufslehre-Niveau die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre (VWL) und Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit Fokus auf Märkte und Preisbildung. Sie erklären zentrale Begriffe wie Angebot, Nachfrage, Gleichgewichtspreis, Preiselastizität und verschiedene Marktformen. Zudem werden die Funktionen des Preises und des Wettbewerbs sowie staatliche Eingriffe in die Preisbildung detailliert erläutert. Diese Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Berufstätige, die ihr Verständnis der Marktmechanismen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
35
Utilisateurs
36
Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
03.10.2013 / 17.09.2025

Cartes-fiches

 

Markt

Definition

- Zusammentreffen von Angebot u. Nachfrage

- Realer Ort wie Großmarkt, Börse, Flohmarkt
- Fiktiver Ort wie Internet, Telefon, Fax

Markt = Anbieter + Ware + Nachfrager;
feste Zeit und Raum

 

Marktarten?

- Faktormärkte
-> Arbeitsmarkt
-> Kapitalmarkt
-> Immobilienmarkt

- Gütermärkte
-> Konsumgütermarkt
-> Investitionsgütermarkt

 

Markttypen?

- Freier Märkte
-> keine Zugangsbeschränkungen

- Märkte mit beschr. Zugang
-> rechtl. o. wirtsch. Einschränkungen wie
- Konsessionspflicht, Mindestkapitalmenge, Zulassung an der Börse

 

Marktformen?

- Polypol
-> viele Anbieter / Nachfrager

- Oligopol
-> wenige Anbieter / Nachfrager

- Monopol
-> ein Anbieter / Nachfrager

 

Das Angebot

- Alle Mengen, von allen Anbietern, zu allen Preisen
-> Aggregation (=Verdichtung)


Welche Einflüsse verändern
das Angebot?

- Preis (=zentraler Marktmechanismus)

- Stand der Technik

- Produktionskosten

- Kapazitätsgrenzen

- Zahl der Anbieter

 

Zusammenhang zw. Preis und Angebot?

Preismechanismus

- Steigt der Preis
-> mehr Angebot 
-> weniger Nachfrage

- Sinkt der Preis
-> weniger Angebot
-> mehr Nachfrage

 

Preiselastizität des
Angebots

Angebotselastizität = 1
-> Angebotserh. in % = Preiserh. in % 

Angebotselastizität > 1
-> Angebotserh. in % > Preiserh. in % 

Angebotselastizität < 1
-> Angebotserh. in % < Preiserh. in %

- Preiselastizität = Mengenänderung/Preisänderung%

 

Nachfrage

- Alle Mengen, von allen Nachfragern, zu allen Preisen
-> Aggregation (=Verdichtung)


Welche Einflüsse verändern
die Nachfrage?

- Preishöhe

- Preis anderer Güter

- Bedürfniss Veränderung/Entwicklung

- Einkommen der Marktteilnehmer

- Zahl der Nachfrager

 

 

Preiselastizität der
Nachfrage

Nachfrageelastizität = 1
-> Nachfrageerh. in % = Preissenkung in %

Nachfrageelastizität. > 1
->  Nachfrageerh. in % > Preissenkung in %

Nachfrageelastizität < 1
-> Nachfrageerh. in % > Preissenkung in %

- Preiselastizität = Mengenänderung/Preisänderung%

 

Abhängigkeit
von Gütern?

- Keine Abhängigkeit
-> Obst / Computer

- Abhängig - Komplementär
-> Autos / Reifen

- Abhängig - Substitutiv
-> Butter / Margarine

 

Vollkommener Markt
Bedingungen?

- gleichartige Güter

- keine Präferenzen

- keine zeitl. Unterschiede

- keine räumlichen Probleme

- Markttransparenz

- alle reagieren sofort auf Marktänderungen

 

Preis?
Definition
Unterscheidung

- Preis = Der Gegenwert einer Ware, Dienstleistung in Geld

- Warenpreis
- Zins = Preis des Kapitals
- Lohn = Preis der Arbeit

 

Gleichgewichtspreis
Definition?

An diesem Schnittpunkt kommen alle Nachfrager u. Anbieter zum Zuge. 
-> Der Markt wird geräumt!

 

Gleichgewichtspreis
Veränderung

Der Gleichgewichtspreis verändert sich wenn

- das Angebot steigt/sinkt
- die Nachfrage steigt/sinkt

 

Überangebot

Eine Ware wird in höherer Zahl angeboten als nachgefragt.
-> mehr Wettbewerb unter Anbietern
-> Preis sinkt
-> weniger Anbieter/Angebot
-> steigende Nachfrage

-> Konsumentenrente (wird zu viel angeboten verdienen die Konsumenten!)

 

Übernachfrage

Eine Ware wird in höherer Zahl nachgefragt als angeboten.
-> nicht jeder Nachfrager bekommt die Ware
-> Preis steigt
-> mehr Anbieter/Angebot
-> sinkende Nachfrage

-> Produzentenrente (wird zu viel nachgefragt, verdienen die Produzenten!)

 

Preis
Funktionen? (5)

- Information u. Signal
- Koordination
- Lenkung
- Selektion
- Verteilung

 

Informations- u. Signalfunktion
des Preises

- Preissteigerung
=  Signal für Verknappung der Güter
-> Hoher Preis = Knappe Güter

- Preissenkung
=  Signal für Überangebot
-> Niedriger Preis = weniger knappe Güter

 

Koordinationsfunktion/
Ausgleichsfunktion

des Preises

- Gleichgewichtspreis bewirt Markträumung
-> Preismechanismus sorgt für kurzfr. Ausgleich zw. Angebot u. Nachfrage

-> Preis koordiniert Pläne der Marktteilnehmer u. gleicht Veränderungen aus

 

Lenkungsfunktion
des Preises

- Knappe Güter u. PF fließen in Verwendungsvereiche wo größter Nutzen, Ertrag und Rentabilität zu erwarten sind
- Güter und PF gelangen so immer in Bereiche d. VW in denen sie gebraucht werden

-> so lenkt der Preis Angebot u. Nachfrage an entsprechende Stellen

 

Selektionsfuntion
des Preises

- Preise zwingen die Unternehmen zu Kostensenkung u. Innovationen
-> Unternehmen die nicht mithalten fliegen raus.

 

Verteilungsfunktion
des Preises

- Preise sorgen auf Produzentenseite für eine gerechte Einkommensverteilung, je nach Leistungsfähigkeit

 

Wettbewerb
Funktionen (5)

- Freiheit

- Kontroll

- Steuerung

- Anreiz

- Anpassung

 

Freiheitsfunktion
des Wettbewerbs

- Nachfrager wählen zw. Angebot/Anbieter

- Anbieter wählen ihr Angebot

 

Kontrollfunktion
des Wettbewerbs

- Nachfrager kontrollieren Anbieter durch Kaufentscheidung
- Anbieter kontrollieren sich gegenseitig

 

Steuerungsfuntion
des Wettbewerbs

- Wettbewerb beschleunigt  Koordination zw. Angebot u. Nachfrage
-> Gleichgewichtspreis wird so schneller erreicht

- Wettbewerb stellt auf Dauer ein bedarfsgerechtes Angebot sicher

 

Anreizfunktion
des Wettbewerbs

- Wettbewerb schafft Anreize für Innovationen
-> Anbieter verändern sich ständig

 

Anpassungsfunktion
des Wettbewerbs

- Wettbewerb zwingt Anbieter sich an neue Marktbedingungen anzupassen

 

Eingriffe des Staates
in die Preisbildung
Unterscheidung (2)

- Marktkonform (Indirekte)
=  setzen die Preismechanismen nicht ausser Kraft

- Marktkonträr (Direkte)
=  setzen die Preismechanismen ausser Kraft u. greifen somit direkt in die Preisgestaltung ein

 

Marktkonforme Eingriffe
Bsp.

-Preismaßnahmen
-> Einfuhrzölle, Subventionen, Besteuerungen

- Mengemaßnahmen
-> Einfuhrbeschränkungen

 

Marktkonträre Eingriffe
Bsp.

- Höchstpreise

- Mindestpreise

 

Höchstpreis

- zum Schutz der Nachfrager
- er liegt stets unter dem Gleichgewichtspreis
- Bsp.: Benzin, Mieten

-> Angebot wird reduziert - Nachfrage steigt - Nachfrageüberhang
-> Verknappung schafft Schwarzmärkte  

 

Mindestpreis

- zum Schutz der Anbieter
- er liegt stets über dem Gleichgewichtspreis
- Bsp.: EU-Agrarmarkt/Landwirtschaft

-> Angebot steigt - Nachfrage sinkt - Angebotsüberhang
-> Anhäufung von Gütern (Butterberg)

 

Étudier