5. Ethik I

Konsequentialismus

Konsequentialismus


Gino Clavuot
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über ethische Konzepte im wirtschaftlichen Kontext auf Universitätsniveau. Sie behandeln vor allem den Utilitarismus, der das Glück und die Wohlfahrt möglichst vieler Menschen in den Mittelpunkt stellt, sowie verschiedene Theorien wie Shareholder Value Maximization (SWM), Normative Stakeholder Theory (NST) und Stakeholder Happiness Enhancement (SHE). Die Karteikarten analysieren die Kritik an diesen Ansätzen und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Gesellschaft. Besonders nützlich sind sie für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit ethischen Grundlagen und deren Anwendung in der Wirtschaft auseinandersetzen möchten.
Karten
26
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.11.2013 / 30.12.2017

Lernkarten

Grundlagen des Konsequentialismus    

  • Wichtig für Konsequentialist sind die FOLGEN!

 

  • Voraussehbaren Folgen: (Instrumente: Kosten-Nutzen-Analyse)

 

  • Vorstellungen über Wert  

 

  • Zielvorstellungen

Charakteristika   

 

  • Pflicht sich zu informieren, welche Folgen unsere Handlungen haben (oder Wahrscheinl.)

  • Absichten oder Motive der Handelnden sind im Unterschied zur Deontologie oder Tugendethik kaum relevant 

  • Moralische Gebote und Verbote: instrumentelle Funktion 

  • Die Differenz von Tun und Unterlassen ist nicht relevant (Troley-Problem)   

 

Die Extremposiotion des Konsequentialismus: 

«Der Zweck heiligt die Mittel.»    

Wie könnte das Tötungsverbot konsequentialistisch begründet werden?    

  • Wir töten nicht, weil es gewisse Folgen hat! Nicht weil es moralisch falsch ist!

 

Gesellschaftliche Anwendung des Konsequentialismus 

  • politischen Entscheidungen    
  • Allokation von Ressourcen bspw. in der Medizin     
  • Technikfolgenabschätzungen     
  • Vorsorgeprinzip   

«Slippery Slope»-Argumenten?

  • Auch Dammbruch
  • Wenn aus einer Entscheidunge mehrere Folgen resultieren

Moralische Intuitionen bezüglich Trolley-Problemen    

 

  • Die Variationen zeigen: In den alltäglichen moralischen Intuitionen unterscheiden wir zwischen beabsichtigten und in Kauf genommenen Folgen von Handlungen oder zwischen aktivem Tun und passivem Geschehenlassen. 

Grundlagen des Utilitarismus

 

  • Utilitarismus: Handlungen werden im Hinblick auf ihren Nutzen für ein bestimmtes Ziel bewertet ... 

 

 

Utilitarismus: Klassisch hedonistische Position (Jeremy Bentham): 

  • (a) grösstmögliches Glück, von
  • (b) möglichst vielen Menschen (Aggregation) 

--> Thema ist also das subjektive Erleben     

John Stuart Mill    

Die Freiheit des einzelnen hat ihre Grenzen an der Freiheit des anderen    

Ausgewählte Probleme    

  • Unantastbare moralische Rechte (Der Einzelne hat Ansprüche hat, die nicht in einen Gesamtnutzen aggregiert werden dürfen)
  • Verteilungsmuster (bspw. hohes BIP, Profiteur aber eine totalitäre) 

  • Entfremdung vom eigenen Handeln (vgl. Deontologie)

  • Wie misst man Befriedigung Einzelner und die Gesamtbefriedigung?       

  

 

  • Utilitarismus als Philosophie der Wirtschaft unserer Zeit? (Kritik am Utilitarismus und an der Wirtschaft fallen häufig zusammen)

 

  • Freie Märkte gelten als das effizienteste Mittel, damit möglichst viele Menschen ihre Präferenzen befriedigen können

  • Indem in ökonomischen Kontexten jeder sein Selbstinteresse verfolgt, entsteht der grösste gesellschaftliche Nutzen 

 

  • Eine häufig geäusserte Kritik am Utilitarismus ist eigentlich eine Kritik...

  • ...am blossen Selbstinteresse von Unternehmen, welche auch aus der Sicht des Utilitarismus verfehlt ist!
  • Kompetitive Märkte mit vorgegebenen Preisen und  keine Externe Kosten

--> «corporate egoists»    

 

  • Utilitaristische Kritik an der Shareholder Value Maximierung: (Jones & Felps)

 

  • «Shareholder Wealth Maximation» muss zugunsten eines...

  • ...«Stakeholder Happiness Enhancement» SWM Ansatzes muss aufgegeben werden!

--> Das führt auch zu grösserer sozialer Wohlfahrt insgesamt! 

Was sind:

  • SWM
  • NST
  • SHE

  • Shareholder Wealth Maximization
  • Normative Stakeholder THeory
  • Stakeholder Happiness Enhancement

  • SWM

  • Maximierung der Shareholder's Value über alles andere!

  • SHE

  • Erhöhung der Stakeholder Happiness unter Berücksichtigung der Shareholder!

  • Relation SWM, NST & SHE

  • SWM zu egoistisch, daraus folgt die NST, die zu eng gesehen wird --> SHE die SWM und NST verbindet!

  • Kernaussage der SHE

  • Happiness der Stakeholder als Fokus über die vorhersebare Zeit
  • Dies weil, Soziale Wohlfahrt (Happiness) > Soziale Wohlfahrt (Economic)

  • SHE befürwortet unprofitablere Aktionen, wenn die...

  • Stakeholder Happiness steigt und ungekehrt!

  • Ausgehend von Tabelle die Goals von SHE und SWM gegenüberstellt, welche Annahme über deren Relation muss gemacht werden?

 

  • SHE kann fallen und steigen, je nach Veränderung vom SHW

  • Welche Annahmen gehören zur SHE Theorie?
  • was gehört zu SHW?
  • Happiness für Arbeiter

  • Gute Verhältnisse
  • Stabile Arbeitslosenrate
  • Fordernde Arbeit

  • Happiness  für Kunden

  • Cooler Point of Sales
  • Übertroffene Erwartungen
  • Angemessene Behandlung
  • Verlässliche Produkte 

Zusammenfassung     

  • Der klassische Utilitarismus bewertetet grösstmögliche Glück möglichst vieler Menschen.  (unparteilich Interessen aller Betroffenen)

  • Individuelle Freiheit =  John St. Mill zentraler Bedeutung.

  • Freie Märkte sindeffiziente Mittel, um die moralischen Ziele des Utilitarismus zu erreichen. --> Wenn keine neg. Gesammtfolgen ok!

  • Kritik am blossen Selbstinteresse von Unternehmen, welche auch aus der Sicht des Utilitarismus verfehlt ist 

 

 

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