4 Gerinnung
Nadine
Nadine
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Flashcards
Was versteht man unter Hämostase?
Prozess, durch den eine Blutung aus einem verletzten Blutgefäss gestoppt wird
Die physiologischen Vorgänge nach einer Gefässverletzung lassen sich in drei Prozesse unterteilen:
1.Gefässkontraktion (Vaskuläre Faktoren) 2.Zelluläre Hämostase/ Primäre Hämostase /Thrombozyten) 3.Plasmatische Hämostase/ Sekundäre Hämostase (Plasmagerinnungsfaktoren)
Was ist die AUfgabe von der Fibrinolyse?
Als Fibrinolyse wird die körpereigene Auflösung eines Blutgerinsels durch das Enzym Plasmin bezeichnet. Plasmin schneidet durch den Faktor XIIIa quervernetzten Fibrinpolymere an spezifischen Schnittstellen, und der Thrombus zerfällt.
Aufgaben fibrinolytisches System
•Begrenzung der Gerinselbildung •Wundheilung bzw. Rekanalisation eines durch einen Thrombus verschlossenen Systems
Wichtiges zu Thrombozyten
•In Ruhezustand linsenförmig, nach Aktivierung Ausbildung von Pseudopiden •Verfügen über Mitochondrien und Sekretgranula •Lebensdauer 5-12 Tage •Speicherung: 1/3 in der Milz •Abbauort: Milz
Wie funktioniert die Adhäsion der TC?
1.Aufgrund des Endothelsschadens kommt es zur Freilegung Bindegewebsproteine, vor allem Kollagen 2.Mittels Kollagenrezeptor folgt die Adhäsion der Tc an das freiliegende Kollagen 3.Bildung von vWF aus dem Blut an das Kollagen sowie an TC Membran
Was ist der vWF
•Multimeres Protein •Bildet Brücke zwischen den TC und dem Gefässendothel •Bildet mit dem Faktor VIII einen Komplex und verzögert den Abbau im Plasma •Ohne vWF ist die HWZ drastisch verkürzt
Aktivierung der TC
•TC verändern ihre Form (Pseudopodien entstehen) •Pseudopodien helfen beim Verschluss der Wunde mit •Die Granula der TC schütten die gespeicherten Substanzen aus •ADENOSINPHOSPHAT (Führt zur Aktivierung des Fibrinogenrezeptors, aus dem gleichen TC ode
Was versteht man unter Aggregation der TC
•Ist der letzte Schritt der Reaktion von TC auf ein Gefässleck •Die Blutung wird durch die Bildung eines Thrombozytenpfrops/weisser Thrombus erst einmal zum Stillstand gelegt •Nun folgt sekundäre Hämostase mit Integration der Gerinnungsproteasen
Was ist besonders am Faktor IV
•Ist kein Protein, sonder Calciumion •Es ist essentiell für die Verbindung zwischen der Membranoberfläche und den Gerinnungsfaktoren X, IX, VII und II •Wenn sich die negative geladene Phospholipid-Membran der TC und die negativ geladenen Gerinnungsenz
Erläutere den extrinischen Weg der Gerinnungskaskade
Extrinsische Weg 1.Tissue Faktor (TF) ist ausserhalb der Fibroblasten und glatten Muskelzellen vorhanden 2.TF bekommt bei einer Endothelverletzung Kontakt mit dem Blut und aktiviert FVII 3.Es entsteht der Tenasekomplex (Aktivator für Faktor X und IX, d
Wie läuft der intrinsische Weg bei der Gerinnungskaskade ab?
1.Aktivierung von FXII durch Kollagen zb. nach Implantaten, ZVK ect. in Kontakt gekommen ist 2.Aktivierung von FXI durch FXIIa und Thrombin 3.Aktivierung von FIX durch FXIa 4.Aktivierung von Faktor FVIII durch FXIa und Thrombin 5.Es entsteht der akti
Gemeinsame Endstrecke des extrinsischen und intrinsischen Systems
1.Aktivierung von FX 2.Entstehung des Prothrombinasekomplex (FXa, FVa, Ca2+,PL). 3.Umwandlung von Prothrombin (FII) in Thrombin (FIIa) durch den Prothrombinasekomplex – grosse Mengen Thrombin (FIIa) entstehen, auch Thrombinburst genannt 4.Über posit
Zellbasiertes Modell der Gerinnung
Das neue Modell bildet die Hämostase in vivo deutlich besser ab. Extrinsisch: •TF wird bei Verletzung eines Blutgefässes freigelegt •TF bindet an FVII und aktiviert ihn •Der Tenasekomplex welcher entstanden ist, aktiviert FX, FXI, FVII und FVIIa •FX
Ziel der sekundären Hämostase
Ziel ist einen dauerhaften Verschluss der Gefässwandverletzung durch einen Fibrinthrombus zu erreichen
Welche Faktoren brauchen zur Aktivierung Vitamin K?
Die Faktoren X, IX, VII, II (1972) brauchen für ihre Synthese Vitamin K
Was versteht man unter dem Fibrinolytischem System?
Um zu viel oder an falscher Stelle gebildetes Fibrin aufzulösen, beginnt die Fibrinolyse zeitgleich mit der Gerinnung und stellt somit die Begrenzung der Gerinnselbildung dar. Des weiteren ist das fibrinolytische System ein wichtiger Komponent bei der Wundheilung und Rekanalisation eines Gefässes. Eine wichtige Rolle spielt das Plasmin welches Fibrinmoleküle in kleine wasserlösliche Spaltprodukte (FSP ((Fibrinspaltprodukte)), D-Dimere) zerschneidet.
Regulationsmechanismen/ Prostazyklin-Thromboxan-System
Die Cyclooxygenase (COX) stellt in den Endothelzellen aus Arachidonsäure Prostazyklin (PGI2) und in den Tc dessen Gegenspieler das TXA2 her. Das PGH2 ist aufgrund seiner chemischen Struktur auch als PGI2, wie vorher genannt, bekannt. Auf der Oberfläche der Tc hat es sogenannte
I-Prostaglandin-Rezeptoren, welche PGI2 binden können. Somit kommt es zu einer Vasodilatation und Hemmung der Tc-Aktivierung. Im Falle einer Verletzung der Endothelzellen fällt diese Hemmung weg. Das TXA2 verursacht eine Vasokonstriktion und gilt im Weiteren als ein hochpotenter thrombozytenaktivierender und -aggregierender Agonist.
Regulationsmechanismen/Antithrombin-Heparansulfat-System
Antithrombin ist ein wichtiger Hemmstoff der Blutgerinnung, der seine volle Wirksamkeit allerdings erst durch die Hilfe von Heparansulfat erreicht. Therapeutisch verwendet man Ausschnitte aus dem Heparansulfat, die sogenannten Heparine, zur Verdünnung des Blutes.
Regulationsmechanismen/ Protein-C-System
Kontrolliert die Bildung von Thrombin und besteht aus dem Protein C selbst und seinem Cofaktor, dem Protein S.
Was kann mittels ROTEM erkennt werden?
Erkennen einer Hyperfibrinolyse
Wie wirken Thrombozytenaggregationshemmer
Thrombozytenaggregationshemmer greifen in die Thrombozytenaggregation der primären Hämostase der Blutstillung ein und verhindern die Bildung eines Thrombozytenpropfes durch unterschiedliche Mechanismen, um arterielle Gefässverschlüsse zu verhindern.
Nenne Thrombozytenaggregationshemmer
-Acetylsalicylsäure (Aspirin®, ASS-ratio®, Herz-ASS®)
-Clopidogrel (z.B. Plavix®, Iscover®), Prasugrel (z.B. Efient®), Ticagrelor (z.B. Brilique®)
-Abciximab (z.B. ReoPro®), Eptifibatid (z.B. Integrilin®), Tirofiban (z.B. Aggrastat®)
-Iloprost (Ilomedin®)
Antikoagulation
Die Antikoagulation ist ein wichtiger Bestandteil insbesondere der Therapie von tiefer Beinvenenthrombosen (bzw. LE), Vorhofflimmern und nach mechanischem Herzklappenersatz. Durch die demografische Entwicklung werden diese Erkrankungen, deren Prävalenz mit steigendem Alter zunimmt, zusätzliche Bedeutung gewinnen.
Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK)
Die DOAK sind direkte Gerinnungsinhibitoren, d.h. sie binden rasch, hochspezifisch und reversibel an ihr «Target», den aktivierten Gerinnungsfaktor FIIa oder FXa
Arzneimittel z.B.: Apixaban (Eliquis®), Rivaroxaban (Xarelto®), Fondaparinux (Arixtra®), Dabigatran (Pradaxa®)
Heparin
Heparin besteht aus unterschiedlich grossen Sacchariden, die Ausschnitte aus dem Heparansulfat darstellen. Sie werden parenteral (intravenös oder subkutan) verabreicht, da sie aufgrund ihrer Grösse nicht aus dem Darm resorbiert werden können. Aufgrund der kurzen biologischen HWZ von etwa einer Stunde, muss Heparin häufig oder als kontinuierliche Infusion verabreicht werden.
Die antikoagulatorische Wirkung aller Heparine beruht auf der Bindung an AT. Weiterhin werden einige Gerinnungsfaktoren inaktiviert.
HMH
HMH (Standardtherapie): Hemmt den FX und das
Thrombin. Verursacht eine 2000xfache Erhöhung des
AT-Effekts. Die Kontrolle der Heparintherapie erfolgt
mithilfe der aPTT, die sich unter Heparineinfluss schnell
verlängert.
NMH
Besteht aus kleineren Bruchstücken des HMH.
Daher können NMH nur den FX inaktivieren. Die NMH
sind leichter zu dosieren und weisen weniger NW auf.
Die Kontrolle der Therapie erfolgt mittels Anti-Xa.