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3PM01 Herzleistung

Karteikarten zu 3PM01 Pflegediagnosen Herzleistung

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Kartei Details

Karten 62
Lernende 32
Sprache Deutsch
Kategorie Pflege
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 02.12.2016 / 26.09.2023
Lizenzierung Keine Angabe
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Definiere das Delir. (Kurz und bündig + n. ICD-10)

Akute Verschlechterung der Aufmerksamkeit und der Kognition (Denkprozesse)

Nach ICD-10

Nach ICD-10 ist das Delir ein ätiologisches unspezifisches, hirnorganisches Syndrom, das durch die gleichzeitig bestehenden Störungen des Bewusstseins, der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, Der Psychomotorik, der Emotionen, sowie des Schlaf-Wach-Rhythmus charakterisiert wird. Die Dauer und Schweregrad sind sehr unterschiedlich. Unterteilt wird das Delir nach ICD-10 in zwei grosse Bereiche:

  • Das Delir, das nicht durch Entzug von Alkohol oder anderen psychotropen Substanzen hervorgerufen wird
  • Das Delir, das durch Entzug von Alkohol oder psychotropen Substanzen hervorgerufen wird.

Was ist ein Delir?

Ein Neuropathologisches Syndrom: Kombination von Risikofaktoren (Alter, Demenz, Exsikkose, Elektrolytstörungen, Stress, medizinische Eingriffe)

Diese Kombination von Risikofaktoren führt dann zu einer Störung vom Gleichgewicht verschiedener Neurotransmitter, v.A. Acetylcholin und Dopamin. 

Wofür ist Dopamin/Acetylcholin zuständig?

Dopamin:

  • Ist wichtig für die Motorik. 

Acetylcholin:

  • Verantwortlich für die Willkürliche Kontraktion der Skelettmuskulatur. 

Nenne die drei Subtypen eines Delirs.

  • Hyperaktives Delir
    • Symptome wie Hyperaktivität, Unruhe, schnelle, laute Sprache, Aggressivität, Ungeduld, Euphorie, Angst, rasche motorische Antworten, leichte Ablenkbarkeit, Halluzinationen sowie ausgeprägte vegetative Entgleisungen.
  • Hypoaktives Delir
    • Unaufmerksamkeit, sparsame oder langsame Sprache, Lethargie, verlangsamte Bewegungen, Apathie, mangelnde Kontaktaufnahme und wenig vegetative Symptome
  • Mischform
    • Schwankend zwischen Hyper- und Hypoaktiv. 

Was sind mögliche Folgen eines Delirs?

  • Höhere Mortalitätsrate
  • Höhere Pflegebedürftigkeit
  • Vermehrte Heimeinweisung
  • Vermehrt funktionelle Einschränkugen. 
  • Pat. hat im Vergleich zu seiner Altergruppe eine kürzere Lebenserwartung
  • Verschlechterung bereits vorher vorhandener kognitiver Einschränkungen
  • Personalintensive, belastende, kostenintensivere Betreuung

Nenne mögliche Assessments zum Delir. 

 

  • Delirium Observation Screening (DOS
  • Confusion Assessment Method (CAM, ICU-CAM)
  • Neecham-Scala

Nenne mögliche Zeichen und Symptome eines Delirs. 

  • Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit auf etwas auszurichten, aufrecht zu erhalten oder zu wechseln
  • Beeinträchtigung des Gedächtnisses, am häufigsten des Kurzzeitgedächtnisses
  • Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Sprech- oder Sprachstörungen
  • Örtliche und/oder zeitliche Desorientierung
  • Psychomotorische Verhaltensstörung: Agitation und/oder Trägheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Fehlwahrnehmungen wie Illusionen oder Halluzinationen

Nenne Risikofaktoren für die Entwicklung eines Delirs (Vor- und während der Hospitalisation)

Vorbestehende Risikofaktoren können schon vor dem Spitaleintritt bestehen:

  • Alter >65
  • Demenz, kognitive Einschränkung ß Grösster vorbestehender Risikofaktor
  • Psychiatrische Störungen, Suchterkrankungen
  • Schwerwiegende Erkrankungen/Komorbiditäten
    • Infektionen
    • Frakturen
    • CVI
  • Früher durchgemachtes Delir

Während der Hospitalisation

  • Infektionen
    • Da sie den Gehirnstoffwechsel beeinträchtigen können
  • Medikamente
  • Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
  • Hypoxie
    • Durch die ungenügende Sauerstoffversorgung des Gehirns
  • Schmerzen