33 Epilepsie Tandemvorlesung
Neurologie, Pathologie, Physiologie Vorlesung 02.07.2015
Neurologie, Pathologie, Physiologie Vorlesung 02.07.2015
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Cartes-fiches
Kann ich einen Epileptischen Anfall bereits vor Beginn erkennen?
Ja -> es gibt typische Zeichen beispielsweise am Gesichtsausdruck
Was gehört zur Anamnese um die Diagnose Epilepsie zu stellen?
- postikale Zeichen
- lokalisierende Zeichen
- ähnliche Ereignisse in der Vergangenheit?
- Risikofaktoren
- Schlafentzug, Flackerlicht, Drogen/Alkoholmissbruach
- Familienanamnese, Medikation, Vorerkrankungen
Was gehört zur klinischen Untersuchung, um eine Epilepsie zu diagnostizieren?
- Zeckgenbiss, Enuresis(Einnässen), Enkopresis(Entopresis), Orientierung -> Epilepsie: Patient bis zu 20 Minuten bewusstlos und ohne Orientierung
- neurologische Untersuchung
- Frage nach lokalisierenden Zeichen: Parase, Taubheit, Sprachstörungen
Zeichen die für eine Epilepsie sprechen sind im Labor? CK
CK erhöht, Laktat erhöht
Suche nach Infekt und Intoxikation
Bei Verdacht auf eine Epilepsie durch Meningitis oder Enzephalitis kann ich auch eine Liquorpunktion durchführen
Was ist das Mittel der Wahl zur Diagnose?
-> Elektroenzephalogramm EEG
1924 in Jena erfunden
Wie enstehen die EEG Wellen?
Schicht Nummer 4 des Kortex: Input des Thalamus, eine der Hauptafferenzen in den Kortex!
Wie führt dieser Input zu den EEG wellen?
paralleler Aufbau der Pyramidenzellen, der Input zieht auf den Dendritenbaum der Pyramidenzellen , es werden dann Transmitter ausgeschüttet, Na Kanäle geöffnet und Natrium strömt dein: Depolarisation intrazellulär
Gleichzeitig auch ein Ausgleichausstrom von Kalium
Ich erhalte einen positiven und einen negativen Pol: Pyramidenzellen bestehen aus vielen parallelen Dipolen, werden diese addiert führt dies zum EEG Signal
Da wo Natrium einströmt: Negativer Pol am Dendriten
Da wo Kalim ausströmt: positiver Pol am Dendriten
-> die Dipolbildung wird gemessen und kann zu negativen und positiven Ausschlägen im EEG führen.
Je synchronisierter die neuronale Aktivität, desto größer der Ausschlag im EEG
Was ist die Besonderheit der Absence Epilepsie?
- keine Krämpfe, wird oft nicht als epileptischer Anfall erkannt
- starrer Blick, leerer Gesichtsausdruck, von außen schwer zu bemerken, man wirkt abwesend
Problem: Bewusstseinsausfall für mehrere Minuten
EEG: auffälliges Muster: spike wave Muster
Welche zwei Epilepsieformen lassen sich neuropathologisch abgrenzen?
- symptomatische Epilepsie
- chronische, teils pharmakoresistene Epilepsie
Nennen Sie ein Beispiel für eine symptomatische Epilepsie
Meningeom: lokaler Reiz auf den Kortex, es entsteht ein Druck
kann sehr lange asymptomatisch sein, aber irgendwann wird es symptomatisch und kann dann deine Epilepsie auslösen
Was für pathologische Befunde bei einer pharmakoresistenten Epilepsie kennen Sie?
Ursachen nach Häufigkeiten geordnent:
- Tumore
- Ammonshornsklerose
- Glioneurale Fehlbildung
- Kavernom
-- Infarkte/ Nekrose
Tumore die für eine Epilepsie veranwortlich sein können lassen sich unterteilen in:
Ganglioglion -> Mischtumor sowohl Ganglienzellen als auch Gliazellen spielen eine Rolle -> Onkologie: niedriggradig, aber wird problematisch wenn der Tumor an einer ungünstigen Stelle liegt
Pilozytisches Astrozytom,
DNT -> Dysembryoplastischer neuroektodermaler Tum
Tumore werden in der Patholohie wie klassifiziert?
Achtung, er hat angedeutet, dass das prüfungsrelevant sein könnte
Neuropathologie: Keine TNM-Klassifikation!
WHO-Grade Neuropathologischer Tumoren:
WHO-°I: Gutartiger Hirntumor
WHO-°II: Bedingt Gutartiger Hirntumor
WHO-°III: Bedingt bösartiger Hirntumor
WHO-°IV: Bösartiger Hirntumo
Eine weitere wichtige Ursache für eine chronische pharmakoresitente Epilepsie neben Tumoren ist?
Ammonshornsklerose
Ausgeprägte elektive Parenchymnekrose
(Elektiver) Verlust vulnerabler Ganglienzellpopulationen im Hippocampus
Begleitende reaktive Gliose (funktionsunfähige Narbe)
Reorganisation neuronaler Verschaltungen
Kontroverse Diskussion: AH-Sklerose primär pathogenetisch bedeutsam oder sekundäre
Schädigung nach wiederkehrenden Anfällen?
Differentialdiagnose zur Epilepsie:
- Konvulsive Synkope: Bewusstseinsverlust, deutlich kürzer als bei einer Epilepsie, Augen nach oben gedreht
- Psychogene Anfälle -> Augen geschlossen
- Drop Attack
Wann gilt eine Epilepsie als diagnostiziert?
1. Erster Anfall und pathologisches EEG/MRT
oder:
2. Zwei nicht provozierte Anfälle
Einteilungsmöglichkeiten der Epilepsie
Fokal vs. generalisiert
Idiopathisch vs. symptomatisch
Situationsbezogen -> Gelegenheitsanfälle: Fieberkrämpfe, Alkoholentzug, Medikation, Elektrolyentgleisung
Wie sieht die Therapie einer Epilepsie aus?
- Verhaltensmaßnahmen
- Medikamentös
- Sozialmedizinische Beratung
- Epilepsiechirurgie
Bsp: Fahrverbot bis ich mind, 12 Monate am Stück anfallsfrei war
Alleine Baden vermeiden, da die Gefahr zu ertrinken 20 mal höher ist als in der Normalbevölkerung
Wie viele alle Patienten mit Epilepsie sind pharmakoresitent?
1/3 alle Patienten