33 Epilepsie Tandemvorlesung

Neurologie, Pathologie, Physiologie Vorlesung 02.07.2015

Neurologie, Pathologie, Physiologie Vorlesung 02.07.2015


S. M.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende und klinisch relevante Aspekte der Epilepsie, von neurophysiologischen Grundlagen bis zu Diagnostik und Therapie. Im Fokus stehen pathophysiologische Mechanismen wie die Entstehung von EEG-Wellen, Ursachen pharmakoresistenter Epilepsien (z. B. Hirntumore, Ammonshornsklerose) sowie klinische Zeichen und diagnostische Methoden. Besonders wird auf die Unterscheidung fokaler und generalisierter Anfälle, altersabhängige Ursachen und differentialdiagnostische Abgrenzungen eingegangen. Ideal für Medizinstudierende und Ärzte in der Neurologie, die ihr Wissen zu Anfallsleiden vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
02.07.2015 / 16.03.2026

Cartes-fiches

Kann ich einen Epileptischen Anfall bereits vor Beginn erkennen?

Ja -> es gibt typische Zeichen beispielsweise am Gesichtsausdruck

Was gehört zur Anamnese um die Diagnose Epilepsie zu stellen?

- postikale Zeichen

- lokalisierende Zeichen

- ähnliche Ereignisse in der Vergangenheit?

- Risikofaktoren

- Schlafentzug, Flackerlicht, Drogen/Alkoholmissbruach

- Familienanamnese, Medikation, Vorerkrankungen

Was gehört zur klinischen Untersuchung, um eine Epilepsie zu diagnostizieren?

- Zeckgenbiss, Enuresis(Einnässen), Enkopresis(Entopresis), Orientierung -> Epilepsie: Patient bis zu 20 Minuten bewusstlos und ohne Orientierung

- neurologische Untersuchung

- Frage nach lokalisierenden Zeichen: Parase, Taubheit, Sprachstörungen

Zeichen die für eine Epilepsie sprechen sind im Labor? CK

CK erhöht, Laktat erhöht

Suche nach Infekt und Intoxikation

Bei Verdacht auf eine Epilepsie durch Meningitis oder Enzephalitis kann ich auch eine Liquorpunktion durchführen

Was ist das Mittel der Wahl zur Diagnose?

-> Elektroenzephalogramm EEG

1924 in Jena erfunden

Wie ist ein EEG aufgebaut? und in wofür kann ich ein EEG nutzen?

Aufbau siehe Bild

Nutzen:

- Epilepsiediagnostik

- Schlafüberwachung

- Hirntod Diagnose

- Komaüberwachung

 

Wie enstehen die EEG Wellen?

Schicht Nummer 4 des Kortex: Input des Thalamus, eine der Hauptafferenzen in den Kortex!

Wie führt dieser Input zu den EEG wellen?

paralleler Aufbau der Pyramidenzellen, der Input zieht auf den Dendritenbaum der Pyramidenzellen , es werden dann Transmitter ausgeschüttet, Na Kanäle geöffnet und Natrium strömt dein: Depolarisation intrazellulär

Gleichzeitig auch ein Ausgleichausstrom von Kalium

Ich erhalte einen positiven und einen negativen Pol: Pyramidenzellen bestehen aus vielen parallelen Dipolen, werden diese addiert führt dies zum EEG Signal


Da wo Natrium einströmt: Negativer Pol am Dendriten

Da wo Kalim ausströmt: positiver Pol am Dendriten

-> die Dipolbildung wird gemessen und kann zu negativen und positiven Ausschlägen im EEG führen.

Je synchronisierter die neuronale Aktivität, desto größer der Ausschlag im EEG

 

Welche EEG Wellen kennen sie?

alpha Welle: 8-13 Hz, bei geschlossenen Augen, aber im wachen Zustand

beta Wellen: 14-30 Hz, bei offenen Augen, aufmerksam

teta Rhythmus: beim Einschlafen

delta Rhythmus: im Tiefschlaf, oder als Hinweis auf pathologische Veränderungen

Was ist die Besonderheit der Absence Epilepsie?

- keine Krämpfe, wird oft nicht als epileptischer Anfall erkannt

- starrer Blick, leerer Gesichtsausdruck, von außen schwer zu bemerken, man wirkt abwesend

Problem: Bewusstseinsausfall für mehrere Minuten

EEG: auffälliges Muster: spike wave Muster

Welche zwei Epilepsieformen lassen sich neuropathologisch abgrenzen?

- symptomatische Epilepsie

- chronische, teils pharmakoresistene Epilepsie

 

Nennen Sie ein Beispiel für eine symptomatische Epilepsie

Meningeom: lokaler Reiz auf den Kortex, es entsteht ein Druck

kann sehr lange asymptomatisch sein, aber irgendwann wird es symptomatisch und kann dann deine Epilepsie auslösen

Was für pathologische Befunde bei einer pharmakoresistenten Epilepsie kennen Sie?

Ursachen nach Häufigkeiten geordnent:

- Tumore

- Ammonshornsklerose

- Glioneurale Fehlbildung

- Kavernom

-- Infarkte/  Nekrose

Tumore die für eine Epilepsie veranwortlich sein können lassen sich unterteilen in:

Ganglioglion -> Mischtumor sowohl Ganglienzellen als auch Gliazellen spielen eine Rolle -> Onkologie: niedriggradig, aber wird problematisch wenn der Tumor an einer ungünstigen Stelle liegt

Pilozytisches Astrozytom,

DNT -> Dysembryoplastischer neuroektodermaler Tum

Tumore werden in der Patholohie wie klassifiziert?

Achtung, er hat angedeutet, dass das prüfungsrelevant sein könnte

Neuropathologie: Keine TNM-Klassifikation!

WHO-Grade Neuropathologischer Tumoren:

WHO-°I: Gutartiger Hirntumor

WHO-°II: Bedingt Gutartiger Hirntumor

WHO-°III: Bedingt bösartiger Hirntumor

WHO-°IV: Bösartiger Hirntumo

Eine weitere wichtige Ursache für eine chronische pharmakoresitente Epilepsie neben Tumoren ist?

Ammonshornsklerose

Ausgeprägte elektive Parenchymnekrose

(Elektiver) Verlust vulnerabler Ganglienzellpopulationen im Hippocampus

Begleitende reaktive Gliose (funktionsunfähige Narbe)

Reorganisation neuronaler Verschaltungen

Kontroverse Diskussion: AH-Sklerose primär pathogenetisch bedeutsam oder sekundäre

Schädigung nach wiederkehrenden Anfällen?

Was wissen Sie zur Epidemiologie der Epilepsie?

Und was sind altersabhängige Ursachen?

Prävalenz eines epileptischen Anfalls: 1%

Inzidenz: ca. 50/100000

Alterszweigipflig: Kinder + nach dem 60. Lebensjahr

altersabhängige Ursachen sind:

Differentialdiagnose zur Epilepsie:

- Konvulsive Synkope: Bewusstseinsverlust, deutlich kürzer als bei einer Epilepsie, Augen nach oben gedreht

- Psychogene Anfälle -> Augen geschlossen

- Drop Attack

Wann gilt eine Epilepsie als diagnostiziert?

1. Erster Anfall und pathologisches EEG/MRT

oder:

2. Zwei nicht provozierte Anfälle

Einteilungsmöglichkeiten der Epilepsie

Fokal vs. generalisiert

Idiopathisch vs. symptomatisch

Situationsbezogen -> Gelegenheitsanfälle: Fieberkrämpfe, Alkoholentzug, Medikation, Elektrolyentgleisung

Wie sieht die Therapie einer Epilepsie aus?

- Verhaltensmaßnahmen

- Medikamentös

- Sozialmedizinische Beratung

- Epilepsiechirurgie

Bsp: Fahrverbot bis ich mind, 12 Monate am Stück anfallsfrei war

Alleine Baden vermeiden, da die Gefahr zu ertrinken 20 mal höher ist als in der Normalbevölkerung

Wie viele alle Patienten mit Epilepsie sind pharmakoresitent?

1/3 alle Patienten

Étudier