Onkologie
HF Pflege BK 10 MM
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Flashcards
Zellteilung
Geordneter Vorgang, bei dem aus einer Ausgangszelle zwei (Mitose) oder vier haploide Tochterzellen (Meiose) entstehen; umfasst Kernteilung und Teilung des Zytoplasmas und dient Wachstum, Regeneration und Fortpflanzung.
Zelltod
Verlust der Zellvitalität; unterschieden wird v. a. der programmierte, regulierte Zelltod (Apoptose) mit geordneter Demontage der Zelle ohne Entzündungsreaktion und der unkontrollierte nekrotische Zelltod infolge schwerer Schädigung mit Zellzerfall und oft entzündlicher Reaktion des Gewebes.
Zellproliferation
Vermehrung von Zellen durch Wachstum und anschließende Zellteilung; physiologisch für Entwicklung, Gewebserneuerung und Wundheilung notwendig, bei Entgleisung unkontrolliertes Tumor‑ oder Gewebewachstum.
Infiltration
Eindringen und Ausbreiten von Zellen oder Flüssigkeiten in ein Gewebe, z.B. tumoröse Infiltration mit Überschreiten natürlicher Gewebsgrenzen oder entzündliche Infiltration durch Immunzellen.
Metastasierung
Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) durch Absiedelung maligner Zellen vom Primärtumor, deren Eindringen in Blut‑ oder Lymphgefäße, Transport, Auswanderung und Ansiedlung in entfernten Organen mit erneutem Tumorwachstum.
Paraneoplastische Symptome
Klinische Symptome oder Syndromkonstellationen, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, aber nicht direkt durch Lokalwirkung des Primärtumors oder seiner Metastasen erklärbar sind, sondern z.B. durch vom Tumor freigesetzte Hormone, Zytokine oder fehlgeleitete Immunreaktionen.
Neoplasmen
Pathologische, autonome Gewebsneubildungen, die auf einer genetisch bedingten Proliferations‑ und Differenzierungsstörung von Zellen beruhen; sie können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne, Krebs) sein und entziehen sich weitgehend der physiologischen Wachstumskontrolle.
Maligne, Benigne
Maligne bedeutet bösartig und bezeichnet Tumoren (Krebs), die schnell wachsen, gesundes Gewebe zerstören und Tochtergeschwülste (Metastasen) im Körper bilden. Gutartige (benigne) Tumoren hingegen wachsen langsam, verdrängen Gewebe nur, bilden keine Metastasen und breiten sich nicht invasiv aus.
Symptome
UNSPEZIFISCH
Gewichtsverlust (>10% in 6 Mte),
ev Appetitverlust
Fieber (≧ 38°C)
Nachtschweiss
(Wechsel Bettwäsche!)
Müdigkeit, Schwäche
SPEZIFISCH
Anämie
• Atemnot
• Angina pectoris
Gesunde Leukozyten tief
• Gehäufte Infekte
Gesunde Thrombozyten tief
• Blutungen, Petechien
Antikörpermangel
• Gehäufte Infekte
Andere Organe
• Knochenschmerzen
• Lymphknotenschwellung
• Milzvergrösserung
• Zahnfleischschwellung
Therapiekonzept
Kurativ
→ Heilung
Palliativ
→ Lebensqualität
→ Lebensverlängerung
→ „rascheres“ Sterben
Theorie zur Krebsentstehung nach Theodor Boveri (Biologe)
- Krebs ist ein Problem der Zelle.
- Die Ursprungszelle eines bösartigen Tumors enthältStörungen im Erbgut.
- Genveränderungen sind die Ursachen einer gestörten Zellproliferation und eines gestörten Verhaltens von Zellen.
- Veränderungen werden an die nächste Generation von Krebszellen weitergegeben.