Onkologie

HF Pflege BK 10 MM

HF Pflege BK 10 MM


M. N.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Onkologie und eignet sich für Fortgeschrittene. Sie behandeln die Entstehung von Krebs, die Unterschiede zwischen malignen und benignen Tumoren, sowie die verschiedenen Therapieansätze wie Chemotherapie und Radiotherapie. Die Karteikarten erklären auch die Metastasierung, Zellproliferation und Zelltod, sowie die Symptome und paraneoplastischen Syndrome. Ideal für Medizinstudenten und Fachpersonal, die ihr Wissen über Krebs und dessen Behandlung vertiefen möchten.
Karten
12
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
09.02.2026 / 11.02.2026

Lernkarten

Zellteilung

Geordneter Vorgang, bei dem aus einer Ausgangszelle zwei (Mitose) oder vier haploide Tochterzellen (Meiose) entstehen; umfasst Kernteilung und Teilung des Zytoplasmas und dient Wachstum, Regeneration und Fortpflanzung.

Zelltod

Verlust der Zellvitalität; unterschieden wird v. a. der programmierte, regulierte Zelltod (Apoptose) mit geordneter Demontage der Zelle ohne Entzündungsreaktion und der unkontrollierte nekrotische Zelltod infolge schwerer Schädigung mit Zellzerfall und oft entzündlicher Reaktion des Gewebes.

Zellproliferation

Vermehrung von Zellen durch Wachstum und anschließende Zellteilung; physiologisch für Entwicklung, Gewebserneuerung und Wundheilung notwendig, bei Entgleisung unkontrolliertes Tumor‑ oder Gewebewachstum.

Infiltration

Eindringen und Ausbreiten von Zellen oder Flüssigkeiten in ein Gewebe, z.B. tumoröse Infiltration mit Überschreiten natürlicher Gewebsgrenzen oder entzündliche Infiltration durch Immunzellen.

Metastasierung

Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) durch Absiedelung maligner Zellen vom Primärtumor, deren Eindringen in Blut‑ oder Lymphgefäße, Transport, Auswanderung und Ansiedlung in entfernten Organen mit erneutem Tumorwachstum.

Paraneoplastische Symptome

Klinische Symptome oder Syndromkonstellationen, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, aber nicht direkt durch Lokalwirkung des Primärtumors oder seiner Metastasen erklärbar sind, sondern z.B. durch vom Tumor freigesetzte Hormone, Zytokine oder fehlgeleitete Immunreaktionen.

Neoplasmen

Pathologische, autonome Gewebsneubildungen, die auf einer genetisch bedingten Proliferations‑ und Differenzierungsstörung von Zellen beruhen; sie können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne, Krebs) sein und entziehen sich weitgehend der physiologischen Wachstumskontrolle.

Maligne, Benigne

Maligne bedeutet bösartig und bezeichnet Tumoren (Krebs), die schnell wachsen, gesundes Gewebe zerstören und Tochtergeschwülste (Metastasen) im Körper bilden. Gutartige (benigne) Tumoren hingegen wachsen langsam, verdrängen Gewebe nur, bilden keine Metastasen und breiten sich nicht invasiv aus.

Symptome 

UNSPEZIFISCH

Gewichtsverlust (>10% in 6 Mte),

ev Appetitverlust

Fieber (≧ 38°C)

Nachtschweiss

(Wechsel Bettwäsche!)

Müdigkeit, Schwäche

SPEZIFISCH

Anämie

• Atemnot

• Angina pectoris

Gesunde Leukozyten tief

• Gehäufte Infekte

Gesunde Thrombozyten tief

• Blutungen, Petechien

Antikörpermangel

• Gehäufte Infekte

Andere Organe

• Knochenschmerzen

• Lymphknotenschwellung

• Milzvergrösserung

• Zahnfleischschwellung

Therapiekonzept

Kurativ

→ Heilung

Palliativ

→ Lebensqualität

→ Lebensverlängerung

→ „rascheres“ Sterben

Therapiemodalitäten

Lokalisiert: gezielt > Chirugie, ungezielt > Radiotherapie.

Systemisch: gezielt > Immuntherapie, ungezielt > Chemotherapie.

Theorie zur Krebsentstehung nach  Theodor Boveri (Biologe)

  • Krebs ist ein Problem der Zelle.
  • Die Ursprungszelle eines bösartigen Tumors enthältStörungen im Erbgut.
  • Genveränderungen sind die Ursachen einer gestörten Zellproliferation und eines gestörten Verhaltens von Zellen.
  • Veränderungen werden an die nächste Generation von Krebszellen weitergegeben.

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